Beschreibung der Studie

Insbesondere in den letzten zwei Dekaden hat sich die Therapie der Krampfadern rasant entwickelt. Es sind zahlreiche neue Therapiemodalitäten hinzugekommen. Während zuvor die operative Therapie als Goldstandard galt, empfehlen internationale Leitlinien derzeit primär eine endoluminale Therapie der Krampfadern mittels Laser, Radiofrequenz oder Verödung. Fraglich ist, inwieweit sich diese neuen Techniken auch in Deutschland im klinischen Alltag etabliert haben und welchen Stellenwert die verschiedenen Verfahren im Laufe der letzten 20 Jahren bis heute erreicht haben. Der Zweck dieser Befragung ist die Beantwortung folgender Fragen: • Welche Therapieverfahren wurden vor 20 Jahren, vor 10 Jahren und heute bei primärer Varikosis bzw. Rezidivvarikosis angewendet? • Bei welchen Indikationen werden die verschiedenen Therapien in Deutschland angewendet? • Lassen sich Unterschiede in der Anwendung der Therapieoptionen in Abhängigkeit von Alter, Facharztbezeichnung oder Tätigkeitsort ausmachen? Zur Klärung dieser Fragen sollen alle Kollegen, deren Einrichtung das Venenkompetenzzentrums-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und des Berufsverbandes der Phlebologen trägt, in die Befragungsstudie eingeschlossen werden. Es erfolgt eine einmalige Befragung der Studienteilnehmer. Der Fragebogen wird elektronisch (via Mail) verschickt. Die Rücksendung erfolgt entsprechend dem Wunsch des Teilnehmers via Mail, Fax oder auf dem Postweg. Der Fragebogen wird unmittelbar aus dem Umschlag, dem Fax oder der Mail entnommen, angehängte Dokumente, die Rückschluss auf den Verfasser ermöglichen, werden unverzüglich vernichtet. Nur die anonymen Daten der ausgefüllten Bögen gehen in die Datenbank ein und werden ausgewertet.

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Studiendetails

Studienziel Überwiegend angewendetes Verfahren zur Therapie der Varikose bzw. Rezidivvarikose. Die Auswertung erfolgt mittels deskriptiver Statistik. Für numerische Daten werden – abhängig von der Verteilung – Mittelwerte und Standardabweichungen oder Mediane und Quartile berechnet. Kategorische Daten werden als absolute und relative Häufigkeiten dargestellt. Die Auswertung erfolgt gleich nach der Datensammlung, bzw. wenn die Fragebogen zurück kommen. Die Auswertung ist für Oktober/November 2017 geplant. Die Daten werden in der Fachzeitschrift 'Phlebologie' vorgestellt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 149
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Phlebologisches Studienzentrum am Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arzt in einem Venenkompetenzzentrum (Zertifikat der DGP/ BVP)

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Venenklinik (Phlebologisches Studienzentrum am Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken, Hiltroper Landwehr 11-13, 44805 Bochum), Bochum

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Stefanie Reich-Schupke

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Häufig gestellte Fragen

Insbesondere in den letzten zwei Dekaden hat sich die Therapie der Varikose rasant entwickelt. Es sind zahlreiche neue Therapiemodalitäten hinzugekommen. Während zuvor die operative Therapie der Varikose mittels Cross- und Saphenektomie als Goldstandard galt, empfehlen internationale Leitlinien derzeit primär eine endoluminale Therapie der Varikose mittels Laser, Radiofrequenz oder Sklerosierung (NICE, AVF). Bisher fehlt ein Überblick über die Etablierung der Anwendung dieser neuen Therapieoptionen in Deutschland. Geplant ist daher eine Befragung von Ärzten zu ihrem Vorgehen bei primärer Varikose und Rezidivvarikose vor 20 Jahren, 10 Jahren und heute. Befragt werden sollen ärztliche Kollegen, deren Einrichtung das Venenkompetenzzentrums-Zertifikat – verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und den Berufsverband der Phlebologen – trägt (Stand 4/2017 – 149). Die Befragung erfolgt mit Hilfe eines elektronisch versendeten Fragebogens, der ausgefüllt via Mail, Fax oder Post zurückgesandt werden kann. Alle begleitenden Materialien (z.B. Briefumschlag, Mail, Faxdeckblatt), die eine Identifizierung des Absenders zulassen, werden unmittelbar nach Eingang vernichtet. Es werden nur die anonymisierten Daten der Fragebögen in die Datentabelle und Auswertung übernommen. Die Auswertung erfolgt deskriptiv und gepoolt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien