Beschreibung der Studie

Um psychische Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln braucht es bestimmte „Werkzeuge“. In der folgenden Studie soll untersucht werden, ob der Plämokasten solch ein geeignetes Werkzeug sein kann. Der Plämokasten ist ein Koffer, der Playmobil®-Figuren aus verschiedenen Themenbereichen enthält. Er wird von der Ärztlichen Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e. V., München, die diese Studie unterstützt, zusammengestellt und von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eingesetzt. Oft ist es jedoch schwierig, Kriterien für psychische Erkrankungen zuverlässig zu erkennen. Ein mögliches festgelegtes Vorgehen kann mittels der „Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik im Kindes- und Jugendalter“ (OPD-KJ2) erfolgen. Operationalisiert heißt, dass bestimmte Themenbereiche mit vorher festgelegten Verfahren untersucht werden, und dass diese Verfahren zuverlässig, vom jeweiligen Untersucher unabhängig (objektiv) und wiederholbar sind. Psychodynamisch heisst, dass innerseelische Vorgänge untersucht werden können, wie sie typischerweise in tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Behandlungen auftreten. In dieser Studie wollen wir untersuchen, ob der Plämokasten dafür geeignet ist, eine Diagnose für innerpsychische Vorgänge zu erstellen, wenn wir das Beurteilungssystem der OPD-KJ2 anwenden. Dabei werden die Teilbereiche Beziehungen, innere Konflikte und psychische Struktur beurteilt. Die OPD-KJ2 beschreibt zunächst diese Teilbereiche, ob eine Diagnose erstellt werden kann, hängt von weiteren Untersuchungen ab. Untersucht werden sollen Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren, die sich in einer Untersuchungsstunde mit dem Plämokasten beschäftigen. Dazu wird die Stunde mit einer Videokamera aufgezeichnet und im Anschluß daran die Befundbögen der OPD-KJ2 von zwei unabhängigen Beurteilern ausgefüllt. Das Studienziel ist erreicht, wenn die oben genannten Achsen der OPD-KJ2 beurteilt werden können.

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Studiendetails

Studienziel Kann der Plämokastens für die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter, Revision (OPD-KJ2) (Proof-of-Principle) eingesetzt werden? Diese Frage soll auf Grund des videographierten Materials und den daraus erstellten Befundbögen beantwortet werden, indem die Achsen der OPD-KJ2 befüllt werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 52
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e. V.

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligung in die Studienteilnahme durch die Eltern/Erziehungsberechtigten und Zustimmung des Kindes.
  • Alter 7;0-11;11 Jahre.
  • Keine psychische Störung
  • oder
  • psychische Erkrankung nach ICD-10 aus den Bereichen
  • F2 (Psychotische Erkrankungen),
  • F3 (Affektive Erkrankungen),
  • F4 (Reaktionen auf Belastungen / neurotische Störungen),
  • F5 (Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen),
  • F7 (Intelligenzminderung),
  • F8 (Entwicklungsstörungen) und
  • F9 (Erkrankungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend).

Ausschlusskriterien

  • Alter <=6;11 oder >=12;0 Jahre.
  • Psychische Erkrankung nach ICD-10 aus den Bereichen
  • F0 (Hirnorganische Störung),
  • F1 (Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen),
  • F6 (Persönlichkeitsstörungen).
  • Gleichzeitige medikamentöse Behandlung einer psychischen Erkrankung.
  • Schwere chronische somatische Erkrankung.
  • Komorbide psychische Erkrankung.

Adressen und Kontakt

Stuttgart

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Martin Maurer

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Munich

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Sprockhövel

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Osnabrück

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Häufig gestellte Fragen

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter in der revidierten Fassung (OPD-KJ2) stellt ein wirkungsvolles Instrument dar, um psychodynamische Zusammenhänge strukturiert, valide, objektiv und reliabel zu erkennen und zu beschreiben. Sie dient der Diagnostik psychischer Störungen und ist wichtiger Bestandteil der Therapieplanung in tiefenpsychologisch fundierten und psychoanalytischen Therapien. In einem schulen- und methodenübergreifenden Verständnis kann sie auch Interaktionen zwischen Patient und Therapeut beschreiben. Die OPD-KJ2 basiert auf einem semi-strukturierten Interview, ihre Befundung stützt sich auf Beobachtung von Spiel und Verhalten sowie das therapeutische Gespräch und dem szenischen Verstehen. Sie kann die Achsen Struktur, Konflikt, Beziehung und Behandlungsvoraussetzungen beschreiben. In einem spieltherapeutischen Ansatz soll im vorliegenden Studienprotokoll untersucht werden, ob eine psychodynamische Befunderstellung auf Basis der OPD-KJ2 durch den Einsatz eines semi-standardisierten Settings mit spezifischem Therapiematerial erreicht werden kann. Dabei sollen Plastikfiguren aus der kindlichen Spielwelt in einer bestimmten Zusammenstellung (Plämokasten) zum Einsatz kommen. Es sollen Therapiestunden von Probanden und Patienten zwischen 7 und 12 Jahren mit einer Videokamera aufgezeichnet werden, die dann von unabhängigen Beurteilern befundet und im Hinblick auf die Achsen der OPD-KJ2 ausgewertet werden. Zusätzlich sollen durch eine empirisch-statistische Auswertung Unterschiede zwischen den Probanden und Patienten im Hinblick auf Geschlecht, Alter und Störungsbildern bezüglich der Häufigkeit des Einsatzes bestimmter Figuren oder Figurengruppen und dem Thema des Spiels untersucht werden. Beim vorliegenden Studienprotokoll handelt es sich um eine prospektive Beobachtungsstudie als Proof-of-Principle einer psychodynamischen Befundmethode.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien