Beschreibung der Studie

Studienbezogener Stress und psychische Probleme sind unter Studierenden weit verbreitet, doch nur wenige Betroffene nutzen professionelle Hilfsangebote. Die Wirksamkeit von Achtsamkeit zur Verringerung von Stress-, Depressions- und Angstsymptomen konnte bereits mehrfach nachgewiesen werden. Achtsamkeit kann erfolgreich anhand von internetbasierten Trainings erlernt werden, einem vielversprechenden neuen Ansatz zur Vorbeugung und Behandlung psychischer Probleme. Diese Studie soll daher die Wirksamkeit eines speziell für Studierende entwickelten, durch einen Online-Coach begleiteten internetbasierten Achtsamkeitstrainings (StudiCare-A) an einer deutschlandweiten Studierendenstichprobe untersuchen und Hinweise finden, warum und für wen das Training wirkt. In der Studie wird die Wirksamkeit des Trainings im Vergleich zu einer Wartelistenkontrollgruppe untersucht, die später Zugang zum Training erhält. Das Training besteht aus 5 Modulen mit verschiedenen Schwerpunkten rund um das Thema Achtsamkeit. TeilnehmerInnen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) werden über das Internet und vor Ort an den Universitäten gewonnen. Vor sowie nach dem Training finden Befragungen statt, um die Wirksamkeit des Trainings hinsichtlich Achtsamkeit, Depression, Angst, Stress, Lebensqualität und Zufriedenheit und Akzeptanz des Trainings zu erfassen. Die Ergebnisse erweitern das bestehende Wissen über die Wirksamkeit internetbasierter Achtsamkeitstrainings für Studierende und geben Hinweise darauf, wie solche Trainings weiter verbessert werden können und für welche Personengruppen sie besonders geeignet sind.

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Studiendetails

Studienziel Achtsamkeit gemessen am Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit; Erhebung vor sowie 6 Wochen nach Randomisierung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Barmer GEK
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • mittlere bis geringe Achtsamkeit (Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit kleiner/gleich 37); Mindestalter 18 Jahre; eingeschriebener Student

Ausschlusskriterien

  • aktuell nicht in Psychotherapie oder anderem Achtsamkeitstraining

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel: Studienbezogener Stress und psychische Probleme sind unter Studierenden weit verbreitet, doch nur wenige Betroffene nehmen professionelle Hilfsangebote in Anspruch. Die Wirksamkeit von Achtsamkeitsinterventionen zur Reduktion von Stress-, Depressions- und Angstsymptomen konnte sowohl bei klinischen als auch bei gesunden Stichproben bereits mehrfach gezeigt werden. Achtsamkeit kann erfolgreich anhand von internetbasierten Interventionen erlernt werden, einem vielversprechenden neuen Präventions- und Behandlungsansatz mit dem Potential, Studierende zu anzusprechen, die auf anderem Wege nicht erreicht werden können. In dieser randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) soll daher die Wirksamkeit und Akzeptanz einer speziell für Studierende entwickelten, begleiteten internetbasierten Achtsamkeitsintervention (StudiCare-A) an einer deutschlandweiten, studiengangübergreifenden Stichprobe evaluiert sowie potentielle Moderatoren und Mediatoren explorativ untersucht werden. Methode: In diesem zweiarmigen RCT wird StudiCare-A mit einer Wartelistenkontrollgruppe verglichen. Einschlusskriterium ist ein Wert von ≤ 37 in der Kurzform des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit (FFA). StudiCare-A besteht aus 5 Modulen mit verschiedenen Themenschwerpunkten zum Thema Achtsamkeit, orientiert an der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Die Rekrutierung via Internet sowie vor Ort an verschiedenen Universitäten erfolgt im Zeitraum von Mai bis September 2017 im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und nutzt die etablierte Rekrutierungsstrategie des StudiCare-Projekts. Dies ermöglicht eine Stichprobengröße von N=120. Erhebungen finden vor sowie sechs Wochen nach der Randomisierung statt. Der primäre Outcome ist Achtsamkeit, gemessen am FFA. Als sekundäre Outcomes werden Depressions-, Angst-, und Stresssymptomatik, Lebensqualität sowie Interventionszufriedenheit, -adhärenz und -akzeptanz betrachtet. Als potentielle Einflussvariablen werden u. a. Persönlichkeitseigenschaften, Symptomschwere und demographische Variablen untersucht. Diskussion: Die Ergebnisse werden die Evidenzlage für die Wirksamkeit internetbasierter Achtsamkeitsinterventionen für eine internationalen studienfachübergreifenden Studierendenstichprobe erweitern und wichtige Informationen hinsichtlich der Akzeptanz und Adhärenz internetbasierter Interventionen unter Studierenden beitragen. Erkenntnisse zu möglichen Moderatoren und Mediatoren können zudem erste Hinweise auf die Optimierung von Interventionen und die Auswahl optimaler Zielgruppen liefern.

Quelle

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