Beschreibung der Studie

Einleitung: Die get-ABI-Studie ist eine Untersuchung mit Hausarztpatienten im Alter von 65 Jahren oder älter, die sieben Jahre lang nachbeobachtet wurden. Zu Beginn der Studie wurden die Patienten u.a. hinsichtlich ihrer Vorerkrankungen und ihrer aktuellen Medikation befragt. Danach erfolgte eine körperliche Untersuchung einschließlich einer Messung der peripheren arteriellen Durchblutung mittels des sog. Ankle-Brachial-Index (ABI). Nach einem, drei, fünf und sieben Jahren wurden Nachuntersuchungen durchgeführt, jeweils mit ABI-Messungen, bzw. im Falle des Todes mit Befragungen der Hausärzte nach dem Todeszeitpunkt und den Todesursachen. Mit den Daten bis zur vorletzten Nachuntersuchung (nach 5 Jahren) konnte 2009 gezeigt werden, dass eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zum Beginn der Studie ein erhöhtes Risiko für den gemeinsamen Endpunkt von Sterblichkeit und Herz-/Kreislauferkrankungen anzeigte. Zielsetzung: Es soll untersucht werden, • ob sich diese Aussage unter Berücksichtigung der 7-Jahres-Daten bestätigt, • ob weitere Risikofaktoren identifiziert werden können. Methoden: Mit Hilfe der Daten von 6880 Patienten bei einer Beobachtungszeit von sieben Jahren sollen zunächst die Sterblichkeit und die Erkrankungshäufigkeit für Herz-/Kreislauferkrankungen bestimmt werden. Dann wird der Einfluss von klassischen (Rauchen, Diabetes mellitus, hoher Blutdruck, Fettstoffwechselerkrankungen) und neuen (Vitamin D, Entzündungswerte im Blut, Nierenfunktion etc.) Risikofaktoren sowie schließlich der Einfluss des Vorliegens einer pAVK zu Studie auf die Sterblichkeit bzw. das Auftreten von Herzinfarkten oder Schlafanfällen untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Tod oder kardiovaskuläres Ereignis (Myokardinfarkt, koronare Intervention) oder cerebrovaskuläres Ereignis (Schlafanfall oder cerebrovaskuläre Intervention)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 6880
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Abteilung für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

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Einleitung: Die get-ABI-Studie ist eine prospektive Kohortenstudie mit Hausarztpatienten im Alter von 65 Jahren oder älter, die sieben Jahre lang nachbeobachtet wurden. Zu Beginn der Studie wurden die Patienten u.a. hinsichtlich ihrer sozioökonomischen Situation, ihrer Vorerkrankungen und ihrer aktuellen Medikation befragt. Danach erfolgte eine körperliche Untersuchung einschließlich einer Messung der peripheren arteriellen Durchblutung mittels des sog. Ankle-Brachial-Index (ABI). Nach einem, drei, fünf und sieben Jahren wurden Nachuntersuchungen durchgeführt, jeweils mit ABI-Messungen, bzw. im Falle des Todes mit Befragungen der Hausärzte nach dem Todeszeitpunkt und den Todesursachen. Mit den Daten bis zur vorletzten Nachuntersuchung (nach 5 Jahren) konnte 2009 gezeigt werden, dass eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zum Beginn der Studie ein erhöhtes Risiko für den gemeinsamen Endpunkt von Mortalität und kardiovaskulären bzw. zerebrovaskulären Ereignissen (Herzinfarkt, koronare Revaskularisation, Schlaganfall, Revaskularisation der Carotiden, periphere arterielle Revaskularisation oder Amputation) anzeigte. Zielsetzung: Es soll untersucht werden, • ob sich diese Aussage unter Berücksichtigung der 7-Jahres-Daten bestätigt, • ob weitere Risikofaktoren identifiziert werden können. Methoden: Mit Hilfe der Daten von 6880 Patienten bei einer Beobachtungszeit von sieben Jahren sollen zunächst die Mortalität und die kardiovaskuläre Morbidität dieser Kohorte bestimmt werden. Dann werden Modelle unter Berücksichtigung von klassischen (Rauchen, Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Hypercholesterinämie) und neuen (u.a. Vitamin D, C-reaktives Protein, Nierenfunktion, Homocystein) Risikofaktoren sowie der prävalenten AVK zu Beginn der Beobachtung mit den Zielparametern Mortalität bzw. kardiovaskuläre Morbidität gebildet.

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