Beschreibung der Studie

CoRe-Net ist ein Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung für die Stadt Köln. Ziel dieses Netzwerkes ist, die Forschung und Versorgungspraxis in Köln näher zusammen zu bringen. Hierzu werden Strukturen geschaffen, die den Austausch untereinander fördern und darüber neue, innovative Versorgungs(forschungs)projekte für den Raum Köln ermöglichen. Aktuell werden im Rahmen von CoRe-Net drei Projekte (LYOL-C, MenDis-CHD und OrgValue) durchgeführt. Diese untersuchen die sektorenübergreifende Versorgung spezifischer Patientengruppen in Köln. Des Weiteren möchten wir Faktoren identifizieren, die eine patientenzentrierte Versorgung fördern bzw. hemmen. Parallel hierzu wird eine einzigartige Datenbank für Köln aufgebaut werden. Diese beinhaltet u. a. krankenkassenübergreifende GKV Routinedaten, Sozialdaten und Primärdaten. Das Teilprojekt LYOL-C (Last Year of Life Study in Cologne) erforscht indikationsunspezifisch das letzte Lebensjahr von in Köln verstorbenen Patientinnen und Patienten. Das Projekt „MenDis-CHD“ (Quality of care regarding the detection and treatment of mental disorders in patients with coronary heart disease in Cologne) untersucht das Auftreten von psychischen Begleiterkrankungen bei Patienten mit koronaren Herzerkrankungen. OrgValue (Characteristics of Value-Based Health and Social Care from Organizations’ Perspective) verbindet die beiden Projekte LYOL-C und MenDis-CHD. In einer Analyse der an der Versorgung von Patienten aus beiden Unterprojekten beteiligten Organisationen der Gesundheits- und Sozialversorgung in der Stadt Köln wird die Umsetzung des Konzeptes von Value-based Healthcare mit Mixed Methods untersucht.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel - Versorgungsverläufe vulnerabler Patienten - Grad der patientenzentrierten Ausrichtung der Versorgung aus Sicht von Patienten und Angehörigen - Subjektive Qualität der Versorgung - Hemmende und fördernde Faktoren bezüglich Patientenorientierung von Organisationen
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2800
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Ihr ganz persönlicher Depression-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • MenDis-CHD:
  • Erwachsene Patienten mit klinisch manifester KHK (d.h. Zustand nach stabiler oder instabiler Angina Pectoris, akutem Koronarsyndrom, nach perkutaner Koronarintervention und nach einer Bypassoperation). Ungefähr 50% der Gesamtanzahl der Probanden sollen weiblich sein. Ungefähr 30% sollen ein linksventrikuläres Auswurfsvolumen von ≤ 40% besitzen und damit eine Herzinsuffizienz aufweisen (Curtis et al., 2003).
  • Angehörige dieser Patienten
  • LYOL-C:
  • Nahestehende von Patientinnen und Patienten, die im Großraum Köln versorgt wurden und verstorben sind. Als Nahestehende werden alle verwandten und vertrauten Personen betrachtet, die die betroffene Patientin bzw. den betroffenen Patienten während des letzten Lebensjahres begleitet/versorgt/gepflegt haben.
  • OrgValue:
  • Mitarbeiter bzw. Entscheidungsträger in einer in Köln an der Versorgung beteiligten Einrichtung.
  • Für alle Studien:
  • Die Probanden müssen Deutsch als Muttersprache sprechen oder über angemessene deutsche Sprachkenntnisse verfügen inkl. Lesefähigkeit
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Schriftliches Einverständnis zur Teilnahme an der Studie

Ausschlusskriterien

  • Alter unter 18 Jahre
  • Unzureichende Deutschkenntnisse
  • Hochgradig instabile körperliche und seelische Verfassung
  • Fehlende oder entzogene Einverständniserklärung
  • LYOL-C:
  • Keine direkte Beteiligung an der Versorgung im letzten Lebensjahr
  • Unfall oder Fremdeinwirkung als Todesursache der Patientin bzw. des Patienten

Adressen und Kontakt

Kliniken, Praxen, Anzeigen, Köln

Ansprechpartner: Dr. Nadine Scholten

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Aufgrund des demographischen Wandels steigt die Zahl der Patienten, die unter einer oder mehreren chronischen Erkrankungen leiden und infolgedessen auf eine komplexe medizinische und soziale Versorgung angewiesen sind. Die hieraus resultierenden Wechsel zwischen verschiedenen Versorgungsinstitutionen erfordern eine umfangreiche Organisation, um aus medizinischer, finanzieller und persönlicher Sicht der Betroffenen zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Hierzu ist die Entwicklung zu einer wertbasierten, patientenzentrierten Versorgung(-sorganisation) ein förderlicher/notwendiger Faktor. Ziel dieses Projektes ist es, für die Modellregion Köln ein Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung aufzubauen. Gefördert werden sollen der Austausch sowie die Forschung und Entwicklung von Versorgungsinnovationen nach dem Prinzip der lernenden Organisationen, um die medizinische und soziale Versorgung auf Basis einer patientenzentrierten, wertbasierten Versorgung zu verbessern. Die Etablierung des Netzwerkes erfolgt beispielhaft anhand von drei Projekten (LYOL-C, MenDis-CHD und OrgValue). Neben diesen drei Projekten sollen in CoRe-Net langfristig weitere Projekte angesiedelt werden. Diese erhalten die Möglichkeit, die bereits geschaffene (Daten-)Infrastruktur zu nutzen und darauf aufbauend weitere Fragestellungen mit Relevanz für die regionale Versorgung zu beantworten. Das Netzwerk teilt sich eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur. So profitieren die drei Projekte beispielsweise von dem Aufbau einer gemeinsamen Datenbank, die u. a. GKV-Routinedaten und Daten aus versorgungsbezogenen, sozialen und regionalen Statistiken sowie den einzelnen Projekten beinhaltet und zweckgerichtet auswertet wird. Das Projekt LYOL-C (Last year of life study in Cologne) erforscht das letzte Lebensjahr von in Köln verstorbenen Patienten und Patientinnen. Im Projekt MenDis-CHD (Quality of care regarding the detection and treatment of mental disorders in patients with coronary heart disease in Cologne) werden Patienten mit Herzerkrankungen und komorbiden psychischen Erkrankungen untersucht. Beide Projekte erforschen schwerpunktmäßig die unterschiedlichen Versorgungsverläufe, deren patientenzentrierte Ausrichtung und die Präferenzen und Wünsche von Patienten und Angehörigen. Außerdem erfolgt eine Identifikation aller an der Versorgung beteiligten Organisationen (z.B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Hospize, Reha-Kliniken, Haus- und Facharztpraxen). Das Projekt OrgValue (Characteristics of Value-based Health and Social Care from Organizations’ Perspectives) untersucht als verbindendes, drittes Projekt diese in den ersten beiden Projekten beteiligten Organisationen. Herausgestellt werden sollen hemmende und förderliche Eigenschaften einer Organisation für eine patientenzentrierte, wertbasierte Versorgung. Aus diesen Erkenntnissen werden anschließend Instrumente für mögliche, notwendige Veränderungsprozesse entwickelt und erprobt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien