Beschreibung der Studie

Ein elektrotechnisches arterielles Gefäßmodell des Menschen wurde mit der LT Spice Simulationssoftware erstellt. Aus veröffentlichten Daten vermessener menschlicher Gefäßsysteme wurden im Modell entsprechende Verlustleitungen (lossy Transmission lines, LTL) aneinander gereiht, in denen sich elektrische Impulse entsprechend wellenphysikalischer Vorgaben genauso ausbreiten wie Wellenimpulse in einem Flüssigkeits-gefüllten verzweigten Röhrensystem. Zur Kalibrierung dieses Modells sollen Ausgangsimpuls (Aortendruck unmittelbar hinter der Aortenklappe) und periphere Pulswelle (Pulsvolumenkurve am Fingerpulsoximeter) gleichzeitig an realen Personen gemessen werden. Solche Signale lassen sich zeitgleich bei Katheteruntersuchungen der Herzkranzgefäße aufzeichnen. Im Rahmen dieser Studie sollen bei ohnehin indizierten Herzkatheteruntersuchungen mit einem eigenen Rekorder mit identischer Qualität Aortendruck und Pulsvolumenkurve aufgezeichnet werden, um mit diesen Daten o.g. Gefäßmodell zu kalibrieren.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die zeitgleiche Erfassung von Aortendruck und peripherer Pulsvolumenkurve von mindestens 8 konsekutiven Herzzyklen, während der Herzkatheter mit wässriger Lösung befüllt ist und ein unbedämpftes Signal auf den Drucksensor des Messplatzes überträgt
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 42
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft GmbH

Ihr ganz persönlicher Hypertensive Herzkrankheit-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Indikation zur Coronorangiographie

Ausschlusskriterien

  • Abbruch der Untersuchung, systolischer Aortendruck > 196 mmHg (kann vom digital-/analog-Wandler des Kathetermessplatzes nicht ausgegeben werden)

Adressen und Kontakt

Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft GmbH, 57392 Schmallenberg

Ansprechpartner: Dr. Jens Kerl

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Ein elektrotechnisches arterielles Gefäßmodell des Menschen wurde mit der LT Spice Simulationssoftware erstellt. Aus veröffentlichten Daten vermessener menschlicher Gefäßsysteme wurden im Modell entsprechende Verlustleitungen (lossy Transmission lines, LTL) aneinander gereiht, in denen sich elektrische Impulse entsprechend wellenphysikalischer Vorgaben genauso ausbreiten wie Wellenimpulse in einem Flüssigkeits-gefüllten verzweigten Röhrensystem. Längenabschnitte wurden direkt übernommen als Parameter der LTL. Der Gefäßdurchmesser wurde übersetzt in einen elektrischen Widerstand und die Gefäßwandeigenschaften Elastizität und Festigkeit als Kapazität und Induktivität des jeweiligen Abschnitts. Zur Kalibrierung dieses Modells sollen Ausgangsimpuls (Aortendruck unmittelbar hinter der Aortenklappe) und periphere Pulswelle (Pulsvolumenkurve am Fingerpulsoximeter) gleichzeitig an realen Personen gemessen werden. In dieser Studie sollen im Rahmen ohnehin indizierter Coronarangiographien Aortendruck und Pulsvolumenkurve mit identischer Abtastrate mit einem eigenständigen Rekorder aufgezeichnet werden. In den Untersuchungsphasen, in denen der Katheter mit wässriger Lösung befüllt ist, wird ein unbedämpftes sauberes Drucksignal auf den Druckwandler des Kathetermessplatzes übertragen. Diese Abschnitte von 8-30 Herzzyklen werden als Datensätze aus den Messungen exportiert, um das o.g. Gefäßmodell zu kalibrieren und abzustimmen bzgl. normaler Signalübertragung vom Ursprung bis zur Peripherie. Als mögliche modifizierende Parameter werden Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht, Gefäß- und Herzstatus der Patienten in die anonymisierten Datensätze mit aufgenommen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien