Beschreibung der Studie

Erwachsene und Senioren verfügen heutzutage über mehr verbliebene Zähne als in früheren Jahrzehnten, die absolut gesehen ein erhöhtes Risiko für einen Zahnfleischrückgang haben. Auch wenn ein genereller Rückgang der Karieserfahrung in allen Altersgruppen beobachtet werden kann, hat die Häufigkeit der Zahnhalskaries stark zugenommen. Bisherige klinische Studien zur Füllungstherapie der Zahnhalskaries untersuchen zwar die Langlebigkeit verschiedener Materialien, allgemeine Risikofaktoren wurden bis heute allerdings nicht untersucht. Das Ziel der vorliegenden retroperspektiven Beobachtungsstudie ist es, aus dem anonymisierten Datenbestand deutscher Zahnarztpraxen Risikofaktoren ausfindig zu machen, die die Langlebigkeit und den Erfolg der Behandlung von aktiver Zahnhalskaries beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Für inaktive cervikale kariöse Läsion: visuell-taktile Beurteilung des Erfolgs der non-invasiven Therapie (Beobachtung alleine oder in Kombination mit lokaler Fluoridierung) nach bis zu 10 Jahren
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 4000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde,Universitätsklinikum der RWTH Aachen

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Der Untersuchungs-/Behandlungszeitraum lag zwischen 1996 und 2014
  • Die restaurative Therapie bei aktiven zervikalen kariösen Läsionen wurde mindestens 6 Monate vor dem letzten Praxisbesuch durchgeführt.
  • Die zervikale Läsion war rein zervikal lokalisiert.

Ausschlusskriterien

  • Für die Versorgung des Zahnes war beim ersten Besuch eine Krone, Teleskopkrone oder Brückenanker vorgesehen.
  • Der Zahn sollte planmäßig extrahiert werden
  • Die zervikale Läsion wurde an einem Weisheitszahn beobachtet
  • Ausdehnung der Karies zur okklusalen Fläche

Adressen und Kontakt

deutschlandweit

Ansprechpartner: Dr. Richard Wierichs

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Häufig gestellte Fragen

Bezüglich der Behandlung und der Restauration von aktiven zervikalen Läsionen (Tertiärprävention) wurden zahlreiche Studien veröffentlicht (De Moor et al., 2011; Levy and Jensen, 1990; Lo et al., 2006; McComb et al., 2002; Wood et al., 1993). Jedoch wurden aufgrund der inhomogenen Methodik und des relativ kurzen Beobachtungszeitraum Risikofaktoren für das klinische Versagen nicht untersucht (Hayes et al., 2014). Des Weiteren haben die fünf Studien „lediglich“ 629 aktive zervikale Läsionen in 269 Patienten inkludiert. Die Ausfallsummenhäufigkeit nach 24 Monaten zwischen den einzelnen Restaurationsmaterialien ebenso wie innerhalb eines Materials in verschiedenen Studien unterschied sich teilweise sehr stark (Hayes et al., 2014).

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien