Beschreibung der Studie

In den letzten Jahren haben verschiedene Studien gezeigt, dass Schulbildung, berufliche Tätigkeit und Freizeit- sowie soziale Aktivitäten einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf von Erkrankungen des Nervensystems haben können. Zudem können diese Faktoren auch die Funktion unserer Gene beeinflussen, die für die Herstellung von Proteinen (Eiweißen) zuständig sind. Die individuellen Unterschiede in lebensstilbezogenen Faktoren können nach aktuellem Kenntnisstand auch Einfluss auf die Ergebnisse von bildgebenden Verfahren haben, mit welchen das Gehirn untersucht wird. Insofern ist die Kenntnis dieser Faktoren wichtig für die korrekte Interpretation dieser Methoden und hat Implikationen für die frühzeitliche Diagnose sowie der Verlaufsprognose von Erkrankungen. Auf Grund dieser Hinweise würden wir gerne untersuchen inwiefern Gen-Umwelt-Interaktionen, die durch lebensstilbezogene Faktoren beeinflusst werden und im Blut gemessen werden können, die Auswertung der bei uns der Klinik gewonnen Bildgebungsparameter beeinflusst.

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Studiendetails

Studienziel Das individuelle Maß der kognitiven Reserve wird mittels verschiedener Fragebögen (Lifetime Experience Questionnaire, MeDI Questionnaire, Fragebogen zur Schulbildung und beruflichen Ausbilding, Fragebogen zum sozialen Netz, RS-13 Resilienzfragebogen, Historical Leisure Activity Questionnaire) einmalig am Tag der Routine-PET-Untersuchung ermittelt. Darüber hinaus werden am Tag der Routine-PET-Untersuchung einmalig zwei periphere Blutproben entnommen, die auf epigenetische Veränderungen untersucht werden. Die Maße der kognitiven Reserve und epigenetischen Verbindung sollen dann in Zusammenhang mit den PET-Bildgebungsparametern in Verbindung gesetzt werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für NuklearmedizinUniklinik Köln

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation für PET Untersuchung

Adressen und Kontakt

Nuklearmedizin, Köln

Ansprechpartner: Merle Hönig

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Häufig gestellte Fragen

Auf Grund der Idiopathie von vielen neurodegenerativen Erkrankungen wird vermutet, dass die Krankheitspathogenese stark durch Gen-Umwelt-Interaktionen beispielsweise in Form von epigenetischen Veränderungen und protektiven Faktoren wie der kognitiven Reserve (KR) beeinflusst wird. Die genaue Rolle dieser Faktoren und dessen Mechanismen bleiben bislang jedoch unbekannt. Mit Hilfe von nicht invasiven Verfahren wie der Positron-Emissions- Tomographie (PET) können diese Faktoren genauer untersucht werden. Ziel der Studie ist es deshalb epigenetische Profile für verschiedene Patientengruppen (z.B. Parkinson Erkrankung, Alzheimer Erkrankung oder frontotemporaler Demenz Erkrankung) zu bestimmen und diese Profile mit den erhobenen PET-Bildgebungsdaten der jeweiligen Patientengruppen zu korrelieren. Darüber hinaus sollen Zusammenhänge zwischen möglichen Determinanten der kognitiven Reserve eruiert und deren relative Gewichtung bestimmt werden. Zudem sollen spezifische Zusammenhänge der Determinanten der kognitiven Reserve mit verschiedenen hirnpathologischen- bzw. –physiologischen Markern analysiert werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien