Beschreibung der Studie

Vorliegende Forschungsergebnisse belegen, dass Individuen mit einer Demenzerkrankung unterschiedlich betroffen sind von der zugrundeliegenden Hirnpathologie. Es scheint, dass manche Patienten die ansammelnde Hirnpathologie besser kompensieren können. Diese Unterschiede werden durch das Konstrukt der sogenannten kognitiven Reserve (KR) beschrieben. Da Patienten mit einer hohen KR einen anderen Krankheitsverlauf zeigen als Patienten mit niedriger KR, ist es wichtig weitere Erkenntnisse über den Einfluss dieses Faktors auf die demenzielle Erkrankung zu gewinnen. Bisher ist noch nicht bekannt, inwiefern die individuelle KR die bei der Alzheimer Erkrankung und bei anderen demenziellen Erkrankungen vorliegende Pathologie von Tau-Tangles moduliert. Mittels sogenannter Positron Emissions Tomopgrahie kann heutzutage auch die Tau Pathologie im Gehirn visualisiert werden und somit kann nun der Einfluss von KR auf diese Pathologie untersucht werden. Für die Studie sollen 44 Patienten, von denen bereits eine Tau-PET Bildgebung in der Nuklearmedizin der Uniklinik Köln vorhanden ist, retrospektiv rekrutiert werden und Informationen zu dem individuellen Maß an kognitiver Reserve erhoben werden. Dafür werden verschiedene Fragebögen ausgehändigt, die Informationen zur Schuldbilldug, beruflicher Werdegang, Ernährung, Stressresilienz und sportliche und kognitiv-stimulierenden Aktivitäten erheben. Das Ziel dieser Studie ist, erste Erkenntnisse zwischen dem Zusammenhang des Maßes an KR, Tau-Tangle Pathologie und kognitiver Funktion zu gewinnen. Dies ist wichtig, da gezeigt wurde, dass das Ausmaß der Tau-Pathologie im Gehirn stark mit dem Grad der kognitiven Beeinträchtigung korreliert.

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Studiendetails

Studienziel Anhand verschiedener Fragebögen, welche einmalig von den Patienten ausgefüllt werden, sollen erste Erkenntnisse über den Zusammenhang des Maßes der kognitiven Reserve, Tau-Tangle Pathologie und kognitiven Funktion gewonnen werden. Die Befragung wird von April bis Ende August 2017 durchgeführt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für NuklearmedizinUniklinik Köln

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  • Auswertbare PET-Bildgebung, die während der Klinikroutine erhoben wurde

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PET-Studien haben gezeigt, dass hochgebildete Patienten mit einer Alzheimer Erkrankung ein höheres Maß an Beta-Amyloid-Pathologie aufweisen als niedrig gebildete Patienten mit gleicher Symptomschwere. Diese Befunde unterstützen das Konzept der kognitiven Reserve. Ob ähnliche Assoziationen für die in-vivo Tau-Pathologie bestehen, bleibt jedoch unklar, obwohl eine enge Beziehung zwischen Tau-Ablagerung und kognitiven Einschränkungen besteht. Darüber hinaus sind mehrere Maße der kognitiven Reserve bereits definiert worden, z.B. Bildung, Beruf, körperliche Aktivität. Es bleibt jedoch unbekannt, welches dieser Maße die zuverlässigste Variable ist, um das Niveau der kognitiven Reserve zu bestimmen.

Quelle

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