Beschreibung der Studie

Hüft- und Beckenbrüche gehören zu den häufigsten sturzbedingten Verletzungen. Nach einem folgenschweren Sturz entwickeln die Betroffenen oftmals Sturzangst, die zu Aktivitätsvermeidung und reduzierter funktioneller Wiederherstellung führen kann. Je genauer man in solchen Fällen die Sturzangst einschätzen kann, desto spezifischer kann die Therapie darauf abgestimmt werden. Daher soll im Rahmen dieser Untersuchung die deutsche Version eines englischen Originalfragebogens überprüft und weiterentwickelt werden, um die Sturzangst besser verstehen und somit Betroffenen zukünftig noch gezielter helfen zu können. Bei dieser Studie handelt es sich um eine Zusatzerhebung der Hauptstudie, welche unter der Nummer DRKS00008863 registriert ist.

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Studiendetails

Studienziel Validierung des ins Deutsche übersetzten englischen Originalfragebogens Fear-of-Falling-Questionnaire (FFQr), Vergleich mit - dem Fragebogen zur sturzassoziierten Selbstwirksamkeit (Short Falls Efficacy Scale - international (Short FES-I)), - dem Fragebogen zur Einschätzung der Depressivität (Montgomery-Asperg Depression Scale (MADRS)), - dem Fragebogen zur wahrgenommenen Selbstkontrolle in Bezug auf Stürze (Perceived Control over Falling Questionnaire (PCOF)), - dem Fragebogen zur wahrgenommenen Fähigkeit, das Sturzrisiko zu kontrollieren (Perceived Ability to Manage Risk of Falls (PAMF)), - dem Fragebogen zur Einschätzung von Angst (Hospital Anxiety and Depression Scale, Subskala Angst (HADS)), - dem Fragebogen zur Einschätzung der Persönlichkeitsstruktur (Münchner Persönlichkeitstest (MPI), Subskalen Extraversion und Neurotizismus, - dem Fragebogen zur Schmerzintensität (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC)) sowie zur Schmerzlokalisation (Bodychart), - der funktionelle Leistungsfähigkeit (Short Physical Performance Battery (SPPB), sensorbasierte Messung (Dynaport, McRoberts)). Bestimmung von methodischen Gütekriterien
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Einschlusskriterien entsprechen denen der Hauptstudie (DRKS00008863)
  • mit Ausnahme des Parameters kognitive Fähigkeiten:
  • 1) Keine kognitive Einschränkungen
  • MMSE 27-30)
  • Haupt- oder Nebendiagnose „Hüft- oder Beckenfraktur“, wenn max. 3 Monate zurückliegend
  • 3) in der eigenen häuslichen Umgebung wohnend
  • 4) 4m Gehen selbständig mit Hilfsmittel möglich
  • 5) Alter ≥ 65 Jahre
  • 6) Visus (Snellen fraction > 20/400)

Ausschlusskriterien

  • Die Ausschlusskriterien entsprechen denen der Hauptstudie (DRKS00008863):
  • 1) Delir
  • 2) schwere somatische oder psychische Erkrankungen, die die Teilnahme an der Studie nicht zulassen
  • 3) mangelnde Deutschkenntnisse
  • 4) kein Telefon vorhanden
  • 5) Wohnort außerhalb des Verkehrsverbundes der Region Stuttgart (VVS) oder >50 km entfernt von Studienzentrum Heidelberg
  • 6) mittelgradige oder schwere Aphasie oder schwere Sprechapraxie
  • 7) fortschreitende terminale Erkrankung
  • 8) keine ausreichende Hörfähigkeit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Bruch des Kreutzbeins-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Dies ist eine Zusatzerhebung zur bereits registrierten Studie DRKS00008863. Um die psychologische Dimension der Sturzangst genauer erfassen zu können, wurde bereits für die Hauptstudie die validierte, englische Version des Fear-of-Falling-Questionnaires (FFQ-r) gewählt (Bower und Wetherell, 2015) und anhand des üblichen iterativen Verfahrens von Übersetzung und Rückübersetzung erstmals eine deutsche Version erstellt. Diese wird im Anschluss auf ihre psychometrische Güte bei Hüft-/Beckenfrakturpatienten mit leicht bis moderat kognitiven Einschränkungen überprüft. Ergänzend dazu soll nun in der Zusatzerhebung eine Validierung der deutschen Version in einem Kollektiv von Hüft-/Beckenpatienten ohne kognitive Einschränkungen vorgenommen werden. Bei der Zusatzerhebung handelt es sich um eine einmalige Befragung und Testung während der stationären Rehabilitation. Bei allen Patienten, die im Rahmen des konsekutiven Screenings der Hauptstudie ein MMSE-Resultat von mehr als 26 Punkten erreichen, werden bezüglich einer Teilnahme an der Zusatzerhebung angefragt.

Quelle

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