Beschreibung der Studie

Im Rahmen der Studie wird die soziale Kognition bei Gesunden, bei Menschen mit einer leichten kognitiven Störung und Menschen mit der Alzheimer-Krankheit erfasst. Unter sozialer Kognition wird die Fähigkeit verstanden Emotionen, Gedanken und Handlungen anderer zu verstehen und zu interpretieren. Ziel ist es, zu prüfen, ob bei Patienten mit einer leichten kognitiven Störung (mild cognitive impairment, kurz: MCI) oder mit der Alzheimer-Krankheit Veränderungen der sozialen Kognitionsfähigkeit festzustellen sind im Vergleich mit jüngeren und älteren Gesunden. Gerade im Rahmen einer frühzeitigen Diagnostik von Erkrankungen könnte eine solche Detektion hilfreich sein und einen frühzeitigen Therapiebeginn ermöglichen. Ferner könnten die gewonnenen Ergebnisse eine Grundlage liefern, die Betreuung von Patienten und Angehörigen anzupassen. Die Untersuchung findet in Form von Hausbesuchen oder in Räumlichkeiten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln statt und beinhaltet mehrer Tests in Form von Videos, Fragebögen und Photographien. Der Zeitrahmen beträgt etwa 1,5 Stunden.

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Studiendetails

Studienziel Soziale Kogniton, erhoben anhand von: The Karolinska Directed Emotional Faces (KDEF): 28 Fotographien von Gesichtern, die die Grundemotionen darstellen; Dekodierung von Emotionen Reading mind in the eyes-Test: 36 Fotographien von Augenpaaren, die diverse Emotionen darstellen; Dekodierung von Emotionen MASC (Movie for the Assessment of Social Cognition): Videosequenzen mit anschließenden Fragen; Theory of Mind Theory of Mind Picture Stories Task: Ordnen und Beantworten von Fragen zu Bildergeschichten, Theory of Mind
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Uniklinikum KölnKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschluss Patienten:
  • Klinische Kriterien für die Diagnose einer leichten Alzheimer Demenz oder eines amnestischen MCI aufgrund von AK (siehe entsprechende Kriterien in der S3-Leitlinie Demenz)
  • Für MCI-Patienten: Letzte ausführliche neuropsychologische Testung nicht älter als 12 Monate
  • Schriftliche Einwilligung des Patienten nach ausführlichem Aufklärungsgespräch
  • Alter > 50 Jahre
  • Gute Deutschkenntnisse
  • Mind. 6 Jahre formale Schulbildung oder äquivalente Alphabetisierung
  • Einschluss Kontrollgruppe:
  • Schriftliche Einwilligung des Probanden nach ausführlichem Aufklärungsgespräche
  • Erhaltene kognitive Leistungsfähigkeit
  • Alter zwischen 20-35 Jahre oder > 50 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien Patienten:
  • Vorhandensein akuter psychischer oder neurologischer Erkrankungen (aktuell klinisch relevante depressive Episode, GDS 11 oder höher)
  • Ausschlusskriterien Kontrollgruppe:
  • Demenz oder MCI, bzw. kognitive Leistung unterhalb des alters-geschlechts- und bildungsspezifischen Norm
  • Vorhandensein akuter psychischer oder neurologischer Erkrankungen (aktuell klinisch relevante depressive Episode, GDS 11 Punkte oder höher, oder BDI-II >20 Punkte)

Adressen und Kontakt

Zentrum für Gedächtnisstörungen (ZfG)/ Center for memory disorders, Cologne

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Im Jahr 2013 erschien die fünfte Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5). Dort wurde unter anderem eine Neuerung der Kriterien zur Diagnostik der Alzheimer Demenz vorgenommen, in dem die soziale Kognition zu den zu prüfenden kognitiven Domänen Exekutivfunktionen, Lernen und Gedächtnis, Sprache, perzeptuell motorische Funktionen und komplexe Aufmerksamkeit ergänzt wurde. Sie wird dort in die Teilbereiche „Emotionen erkennen“ und "Theory of mind" unterteilt. Aufgrund der schlechten Datenlage zur sozialen Kognition bei Alzheimer Demenz, wurde die hier beschriebene Studie entwickelt. Untersucht werden sollen leicht bis mittelgradig erkrankte Alzheimer Patienten sowie Patienten mit einer milden kognitiven Störung (MCI) in Hinblick auf die im DSM 5 beschriebenen Komponenten zur der sozialen Kognition. Ziel der Studie ist es, mögliche bestehende Einschränkungen der sozialen Kognition bei diesen Patienten zu erfassen und damit die Neuerungen der DSM 5 Diagnosekriterien zu bestätigen.

Quelle

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