Beschreibung der Studie

Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, welche Wege Betroffene mit cholinergischer Urtikaria in der medizinischen Versorgung in Deutschland gehen. Nur wenn die Wege dieser Patienten innerhalb der Versorgungslandschaft besser verstanden werden ist es möglich, hier besser zu steuern und insgesamt eine bessere Versorgung von Betroffenen mit cholinergischer Urtikaria zu gewährleisten. Hypothesen sind u.a. - Ein hoher Prozentsatz an Betroffenen hat wegen der Erkrankung keine oder erst sehr spät spezialisierten Ärzte wegen ihrer Urtikaria aufgesucht - Ein erheblicher Anteil der Betroffenen befindet sich nicht in ärztlicher Behandlung - Ein hoher Prozentsatz der Betroffenen ist mit der Behandlung unzufrieden als auch mit den behandelnden Ärzten - Die durchgeführte Behandlung folgt oft nicht den Leitlinienempfehlungen Wichtige Zielkriterien der Befragung sind: • Anzahl der aufgesuchten Ärzte • Qualifikation der aufgesuchten Ärzte • Leitlinienkonforme Behandlung • Patientenzufriedenheit mit behandelnden Ärzten • Grundsätzliche Zufriedenheit mit der Behandlung • Einflussgrößen im Entscheidungsprozess von Patienten Bei der geplanten Erhebung handelt es sich um ein zweistufiges Projekt: 1. Retrospektive Datenauswertung: In diesem Teilprojekt sollen Patientenakten des Allergiezentrums der Charité von Patienten mit cholinergischer Urtikaria ausgewertet werden, um die Patienten besser zu charakterisieren und deren bisherige therapeutische Interventionen zu erfassen. Mithilfe der so gesammelten Daten sollen anschließend die Fragen für die online Patientenbefragung entwickelt werden. Anvisiertes Ziel: 200 Patientenakten 2. online Patientenbefragung: Ziel der Befragung sind nicht Patienten der Charité, sondern alle Betroffenen mit cholinergischer Urtikaria, um einen Überblick über die gesamte Versorgungssituation in Deutschland zu erhalten. Anvisiertes Ziel: 500 Patienten

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Studiendetails

Studienziel Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, welche Wege Betroffene mit cholinergischer Urtikaria in der medizinischen Versorgung in Deutschland gehen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 700
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Charite-Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie und Allergologie

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilprojekt 1: Alle Patientenakten von Patienten aus dem Allergiezentrum der Charité, die sich zwischen Dezember 2005 und Juli 2015 im Allergiezentrum/Urtikariasprechstunde wegen einer cholinergischen Urtikaria vorgestellt haben und dort behandelt wurden.
  • Teilprojekt 2: Teilnehmen können alle erwachsenen Betroffenen, die an einer cholinergischen Urtikaria leiden.

Ausschlusskriterien

  • Teilprojekt 2: Minderjährige Personen

Adressen und Kontakt

Charité-Universitätsmedizin Berlin, Berlin

Ansprechpartner: Dr. Sabine Altrichter

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Häufig gestellte Fragen

Betroffene mit cholinergischer Urtikaria suchen oft keine oder erst nach Jahren Ärzte auf, primär wird vermutet Allgemeinmediziner nur selten oder spät Spezialisten (Dermatologen/Allergologen). Insgesamt scheint die Versorgungsqualität niedrig zu sein und die Patientenzufriedenheit nicht ausreichend. Ziel dieses Projektes ist es zu untersuchen und besser zu verstehen, welche Wege Betroffene mit cholinergischer Urtikaria in der medizinischen Versorgung in Deutschland gehen. Bisher ist unklar, welcher Prozentsatz an Betroffenen mit cholinergischer Urtikaria zunächst einen allgemeinärztlichen tätigen Arzt aufsuchen und wie viele der dort behandelten an den Spezialisten weiterüberwiesen werden bzw. wie viele Betroffene direkt die Hilfe eines Spezialisten suchen. Es ist weiterhin unklar, welche Gründe für das Aufsuchen von Ärzten wichtig sind. Nur wenn die Wege dieser Betroffenen innerhalb der Versorgungslandschaft besser verstanden werden ist es möglich, hier besser zu steuern und insgesamt eine bessere Versorgung von Betroffenen mit cholinergischer Urtikaria zu gewährleisten.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien