Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit Polyzythämia vera (PV) liegt eine Störung der Blutbildung vor. Der Körper produziert dabei zu viele rote Blutkörperchen, was zu einem erhöhten Risiko einer Bildung von Blutgerinseln und somit z.B. zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen kann. Eine mögliche Therapie der Krankheit ist der sogenannte Aderlass, bei dem in regelmäßigen Abständen ca. 500 ml Blut des Patienten entnommen werden, um so den Anteil an roten Blutkörperchen am Gesamtblut zu senken. Wann diese Entnahmen erfolgen wird vom behandelnden Arzt bestimmt. Bislang ist es nicht möglich, den besten Zeitpunkt für diese Behandlungen vorherzusagen. Daher ist es durchaus möglich, dass ein Patient zu spät behandelt wird (und somit dem größeren Risiko für Blutgerinsel ausgesetzt ist) oder zu früh behandelt wird, was einen unnötigen Verlust an Lebensqualität bedeuten kann. Das Ziel der Studie ist es daher, mit Hilfe von mathematischen Modellierungs- und Optimierungsverfahren eine Vorhersage des Patientenblutes zu bekommen und so den besten Therapiezeitpunkt zu bestimmen. Studienteilnehmer sind hierbei PV-Patienten, die sich in regelmäßiger Kontrolle der hämatologischen Spezialsprechstunde befinden. Für diese Patienten werden anhand der Laborwerte mit Hilfe des Modells die nächsten Therapiezeitpunkte vorhergesagt. Als Kontrollgruppe dienen retrospektive Daten.

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Studiendetails

Studienziel Güte der Modellvorhersagen gemessen an herkömmlicher Indikation zum Aderlass (zunächst ausschließlich anhand des Blutbildes)
Status Teilnahme nur nach Einladung
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle European Research Council Executive Agency
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • PV-Patient

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Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Magdeburg

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Häufig gestellte Fragen

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Die Aderlasstherapie ist heute immer noch die Standardtherapie bei Patienten mit Polyzythämia vera. Je nach Hämatokrit (Hkt) wird Patienten in Abständen Vollblut mit dem Ziel entnommen, diesen auf einen Hkt <45% zu senken. Die Frequenz bzw. der Abstand zwischen zwei Aderlässen ist bislang nicht genau vorhersagbar. Insbesondere für berufstätige Patienten ist die Ungewissheit, wann der nächste notwendige Aderlass stattfinden muss, mitunter sehr belastend. Problematisch ist dabei auf der einen Seite, dass bei einer zu langen Wartezeit zwischen zwei Behandlungen der Hkt in einen kritischen Bereich eskalieren könnte. Dies kann wiederum zu klinischen Beschwerden führen und im schlimmsten Fall ein thrombembolisches Ereignis auslösen. Auf der anderen Seite würde ein zu kurzer Abstand zwischen zwei Therapien möglicherweise in unnötige Blutentnahmen münden, die eine weitere Einschränkung der Lebensqualität darstellen würde. Insbesondere berufstätige Patienten werden durch unnötige Termine zusätzlich belastet. Ziel dieses Projektes ist es daher mithilfe von mathematischen Modellen und Optimierung herauszufinden, inwieweit der Verlauf des Hämatokrit so vorhersagbar ist, dass mit hoher Sicherheit in Abstand zu einer vorherigen Phlebotomie die Indikation zur erneuten Phlebotomie besteht.

Quelle

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