Beschreibung der Studie

Krebserkrankungen sind mit einem hohen Maß an körperlichem und persönlichem Leiden verbunden. Angsterkrankungen und Depression sind häufige Komorbiditäten. Eine psychosoziale Betreuung onkologischer Patienten über den gesamten Erkrankungsverlauf ist daher sehr wichtig. In der vorliegenden Studie sollen Patientinnen und Patienten mit einer Tumorerkrankung mittels Fragebogen zu ihrem Bedarf an psychoonkologischer Nachsorge befragt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem internetbasierten videogestützten Angebot.

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Studiendetails

Studienziel Bedarf an psychoonkologischer Nachsorge; einmalige Befragung mittels Fragebogen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 350
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Greifwald, Institut für Medizinische Psychologie

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Tumorerkrankung

Ausschlusskriterien

  • Finales Krankheitsstadium

Adressen und Kontakt

Institut für Medizinische Psychologie, Greifswald

Ansprechpartner: Dr. Katharina Piontek

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Häufig gestellte Fragen

Krebserkrankungen gehen mit großen psycho-sozialen Belastungen der Patienten einher und können sich in psychischen Störungen manifestieren. Eine psychosoziale Betreuung onkologischer Patienten über den gesamten Erkrankungsverlauf ist daher sehr wichtig. Angebote im Bereich der ambulanten Nachsorge bestehen derzeit vor allem im Rahmen von Selbsthilfegruppen und Behandlungen durch niedergelassene Psychotherapeuten; wissenschaftlich fundierte, strukturierte und umfassende Versorgungskonzepte fehlen. Hinsichtlich psychotherapeutischer Interventionen konnte gezeigt werden, dass Krebspatienten eher von psychoonkologischen Gruppen- als von Einzelangeboten zu profitieren scheinen. Der Zugang zu psychoonkologischen Versorgungsangeboten ist insbesondere in ländlichen Regionen mit schlechter Infrastruktur erschwert. Einen wichtigen Ansatzpunkt zur Verbesserung der psychoonkologischen Versorgung von Patienten stellen internetbasierte Angebote dar. Diesbezüglich existieren derzeit in erster Linie Online-Beratungen, Internetressourcen mit Informationen und Hinweisen zu kostenlosen Telefon-Hotlines sowie virtuelle Selbsthilfegruppen, während Angebote im Sinne einer internetbasierten psychotherapeutischen Gruppenintervention fehlen. Ziel der vorliegenden Studie ist die Analyse des Bedarfs an einem psychotherapeutischen Gruppenprogramm zur ambulanten Versorgung von Patienten mit einer onkologischen Erkrankung. Es soll überprüft werden, ob der Bedarf an einem solchen Angebot besteht und welche Art der Durchführung von den Patienten präferiert wird (internetbasiertes videogestütztes Gruppenangebot vs. Präsenzgruppe). Weiterhin soll untersucht werden, welche Patientengruppen von einer solchen Intervention profitieren könnten und ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Bedarf und den Präferenzen bestehen. Im Rahmen einer Querschnittstudie werden 350 erwachsene Patienten der Universitätsmedizin Greifswald mit onkologischer Erkrankung mittels Fragebogen befragt. Erhoben werden soziodemographische Daten, Daten zur Erkrankung wie die Tumorentität, der subjektive Belastungsgrad und die Schwere der Krebserkrankung sowie Daten zum Bedarf und den Präferenzen der Patienten in Bezug auf ein psychoonkologisches Nachsorgeprogramm. Auf Grundlage der in dieser Bedarfsanalyse erhobenen Daten soll ein internetbasiertes videogestütztes, gruppenpsychotherapeutisches Programm zur psychoonkologischen Nachsorge entwickelt und implementiert werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien