Beschreibung der Studie

PatientInnen mit einem Tennisellenbogen sowie gesunde KontrollprobandInnen werden primär auf ihre Fähigkeit einer Zweipunktdiskrimination (ZPD) untersucht. Zeigen sie unterschiedliche Fähigkeiten der ZPD? Sekundär stellt sich die Frage, ob akute und chronische Stadien Unterschiede in der ZPD aufweisen. Das Ziel der Arbeit ist es, Referenzdaten von Gesunden und SchmerzpatientInnen für Zwei-Punkte-Diskrimination im Bereich des Ellenbogens zu sammeln, um die Frage zu beantworten, wie gut sich zwei Punkte im Bereich des Ellenbogen diskriminieren lassen. Zeigen sich bezogen auf das Krankheitsbild Tennisellenbogen Unterschiede zwischen gesund und krank? Und kann der Test sekundär Aussagen treffen bezüglich des Krankheitsstadiums? Eine umfassende und zielführende Untersuchung steht immer vor einer adäquaten Therapie. Ist ein Physiotherapeut in der Lage, einen Tennisellenbogen klar in sein jeweiliges Schmerzstadium einzuteilen, ist die Wahl der Therapie erheblich zielführender. In der Akutphase sind lokale strukturelle Interventionen indiziert, in einer chronischen Phase muss die Therapie zusätzlich auf das Umtrainieren der Schmerzverarbeitung im Gehirn . Die Hypothese lautet, dass an einem Tennisellenbogen erkrankte PatientInnen eine herabgesetzte Berührungs- Wahrnehmung haben im Vergleich zu gesunden ProbandInnen. Als sekundärer Endpunkt wird erwartet, dass dies mehr für chronische Krankheitsstadien gilt als für akute. Gesunde ProbandInnen undTennisellenbogenpatientInnen werden auf der Basis folgender Ein-und Ausschlußkriterien rekrutiert: 1) Einschlußkriterien: - Mindestalter 18 Jahre - männlich + weiblich - kein Ellenbogenschmerz in der Kontrollgruppe - lateraler Ellenbogenschmerz (laterale Epicondylopathie / Epicondylitis als ärztliche Diagnosestellung ) in der Fallgruppe 2) Ausschlußkriterien: - Neurologische Erkrankungen (peripher + zentral) - ProbandInnen können eine leichte Berührung in der Ellenbogenregion nicht spü-ren - Rheumatische Erkrankungen - Operationen und Frakturen im Bereich des Unterarms - aktuelle Schmerzsituation am lateralen Ellenbogen (ohne Diagnose) - Schwangerschaft

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Studiendetails

Studienziel Diagnostik der taktilen Wahrnehmung: Messung der Zwei-Punkt-Diskrimination im Bereich des Ellenbogens entlang 3 Linien (mehrmalige Messung mit Mittelwert), > das Ziel ist, ein ZPD-Profil für die Ellenbogenregion zu erstellen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Physiotherapiepraxis

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18 Jahre
  • männlich + weiblich
  • kein Ellenbogenschmerz in der Kontrollgruppe
  • lateraler Ellenbogenschmerz (laterale Epicondylopathie / Epicondylitis als ärztliche Diagnosestellung ) in der Interventionsgruppe

Ausschlusskriterien

  • Neurologische Erkrankungen (peripher + zentral)
  • ProbandInnen können eine leichte Berührung in der Ellenbogenregion nicht spüren
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Operationen und Frakturen im Bereich des Unterarms
  • aktuelle Schmerzsituation am lateralen Ellenbogen (ohne Diagnose)
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Lübeck

Ansprechpartner: Kirsten Börms

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Häufig gestellte Fragen

Die Fähigkeit der taktilen Wahrnehmung (Zweipunktdiskrimination) bei Patienten und Patientinnen mit einer Epicondylopathia radialis humeri im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien