Beschreibung der Studie

Schwangere mit früher Präeklampsie (bis zum Ende der 32. Schwangerschaftswoche) wurden in einer früheren Studie mit einem Blutwäscheverfahren behandelt mit dem Ziel der Verlängerung der Schwangerschaft. Bei der Präeklampsie handelt es sich um eine Erkrankung in der Schwangerschaft mit vermehrter Eiweißausscheidung im Urin und erhöhtem Blutdruck der Schwangeren, mit dem Risiko eines schweren bis tödlichen Verlaufes der Mutter. Die Präeklamspie kann bislang nur durch eine vorzeitige Entbindung beendet werden mit dem Folgerisiko von frühgeburtlichen Schäden bis zur Nichtlebensfähigkeit des Neugeborenen. Der Zeitpunkt der Entbindung muss sorgfältig abgewogen werden im Hinblick auf das mütterliche und kindliche Risiko. Jeder Tag der Verlängerung der Schwangerschaft senkt die Frühgeburtskomplikationsrate des Kindes, erhöht jedoch das mütterliche Risiko. Der Vergleich mit einer historischen Kontrollgruppe von Schwangeren mit dem gleichen Krankheitsbild aber ohne Blutwäschebehandlung soll zeigen, ob die Blutwäsche eine schwangerschaftsverlängernde Maßnahme sein kann ohne das Risiko der Schwangeren zu erhöhen.

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Studiendetails

Studienziel Verlängerung der Schwangerschaft in Tagen: Dauer des stationären Aufenthaltes vom Zeitpunkt der stationären Aufnahme bis zur notwendigen Entbindung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum FreiburgInstitut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere mit früher Präeklampsie (vor der 32. SSW) mit den folgenden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (August 2010): Blutdruck > 140/90 mmHg und Proteinurie (>300 mg/24h oder mindestens einfach-positiv im Urinstix), mit oder ohne intrauterine Wachstumsretardierung, außerdem pathologischer Dopplerbefund.

Ausschlusskriterien

  • Jünger als 18 Jahre, notfallmäßige Entbindung direkt nach stationärer Aufnahme. Andere Erkrankungen/Ereignisse, die eine eine vorzeitige Entbindung mit verursachen können.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Schwangere mit früher Präeklampsie (bis GA 32+0) wurden in einer früheren Studie mit Lipidapherese behandelt mit dem Ziel der Prolongation der Schwangerschaft in der Annahme, dass die Präeklampsie auch aufgrund eines veränderten Lipoproteinstoffwechsels zu plazentaren Gefäßveränderungen führt und somit einen Einfluss auf den Verlauf und die Entwicklung einer Präeklampsie hat. Der Vergleich mit einer historischen Kontrollgruppe von Schwangeren mit dem gleichen Krankheitsbild aber ohne Lipidapherese soll zeigen, ob dieses Verfahren eine schwangerschaftsverlängernde Maßnahme sein kann ohne das Risiko der Schwangeren zu erhöhen und ob die Prolongation für das Kind einen Benefit bedeutet.

Quelle

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