Beschreibung der Studie

Die Angst und der Ekel vor Spinnen ist ein weitverbreitetes Phänomen. Studien zeigen übereinstimmend, dass die kontrollierte und wiederholte Konfrontation mit dem angstauslösenden Stimulus die Angst reduzieren kann (u.a. Müller et al., 2011). Ziel der Studie ist es, zu prüfen, inwiefern diese beschriebene Angstreduktion durch die zusätzliche Verwendung eines Herzratenvariabilitäts-Biofeedbacks (HRV-Biofeedback) gesteigert werden kann. Dass ein solches als Atemtraining vermitteltes Biofeedback sich förderlich auf den Erfolg von Expositionsbehandlungen auswirken kann, konnten ebenfalls bereits einige Studien zeigen (u.a. Zucker et al., 2009). Um nun den zusätzlichen Nutzen des HRV-Biofeedbacks zu prüfen, wird es mit einer Dummy-Biofeedback-Intervention, in der der Teilnehmer nur ein scheinbares Biofeedbacksignal sieht, verglichen. Darüber hinaus soll die Studie untersuchen, inwiefern das subjektive Angsterleben der Teilnehmer mit physiologischen Kennwerten (Hautleitfähigkeit, Herz- und Atemfrequenz) zusammenhängt. Bisherige Studien liefern hierzu inkonsistente Befunde. Ob sich Zusammenhänge im Bereich der Spinnenängstlichkeit zeigen lassen und ob spezifische Kennwerte als besonders eng mit dem subjektiven Angsterleben verbunden gelten können, ist also ebenfalls Forschungsgegenstand.

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Studiendetails

Studienziel Sowohl vor als auch nach der Intervention wird die Spinnenängstlichkeit anhand des „Fear of Spider Questionnaires“ (FSQ, Possel & Hautzinger, 2002) sowie mithilfe des „Behavioral Approach Tests“ (BAT, Arntz et al., 1993) quantifiziert. Beide Verfahren kommen zunächst zum Einsatz, um zu evaluieren, inwiefern der Proband tatsächlich hoch-spinnenängstlich ist und werden nach der Exposition erneut vorgegeben, um die Veränderung der Spinnenängstlichkeit zu quantifizieren. Darüber hinaus kommen im Vorfeld der Interventionsphase weitere Fragebogenverfahren zum Einsatz: - Patient-Health-Questionnaire-9 (Spitzer et al., 1999): Ausschluss von Psychopathologien - Sektion „Spezifische Phobien" des DIPS (Schneider & Margraf, 2006): Diagnostik der Spinnenängstlichkeit im Vorfeld - State Trait Anxiety Inventorys (STAI, Laux & Spielberger, 2001): Diagnostik einer generellen und situativen Ängstlichkeit - Anxiety Sensitivity Index Scale (ASI-3, Kemper, Ziegler & Taylor, 2003): Diagnostik der Empfindsamkeit gegenüber Angstsymptomen Becks Depressionsinventar II (BDI-II, Hautzinger et al., 2006): Ausschluss einer depressiven Erkrankung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Spinnenängstlichkeit definiert durch das Screening zur Spinnenangst, den Fear of Spider Questionnaire sowie entsprechendes Antwortverhalten im DIPS.

Ausschlusskriterien

  • Psychische Erkrankungen (Ausnahme: Spezifische Phobien bezogen auf Spinnen)
  • Herzerkrankungen

Adressen und Kontakt

Universität des Saarlandes, Saarbrücken

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Häufig gestellte Fragen

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Die Konfrontation ist das zentrale Behandlungselement bei Angsterkrankungen. Diese wird auch im therapeutischen Setting von vielen Betroffenen als sehr aversiv erlebt, was dazu führen kann, dass Behandlungen nicht begonnen oder abgebrochen werden. Eine Studie mit unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidenden Patienten zeigte, dass sich durch die zusätzliche Nutzung eines Atem-Biofeedbacks während der Expositionstherapie größere Behandlungserfolge erzielen lassen (Polak et al., 2015). Weitere Arbeiten beschreiben positive Effekte eines ebenfalls auf die Atmung abzielenden HRV (Herzratenvariabilität)-Biofeedbacks bei depressiven und Angsterkrankungen (Meuret, Wilhelm & Roth, 2004; Zucker et al., 2009). Ziel der beantragten Studie ist es daher, zu prüfen, ob sich eine stärkere Angstreduktion durch das HRV-Biofeedback auch bei hoch-spinnenängstlichen Personen zeigen lässt, wenn diese mit dem Angstreiz konfrontiert werden. Erwartet wird, dass das HRV-Biofeedback, verglichen mit einem Verzicht auf Biofeedback oder einem „Dummy-Biofeedback“, mit einem größeren Angstrückgang und damit günstigeren Outcome, verbunden ist. Darüber hinaus ist der Zusammenhang subjektiven Angsterlebens und physiologischer Parameter (elektrodermale Aktivität, Herz- und Atemfrequenz) Gegenstand der Studie. Bisherige Arbeiten in diesem Bereich zeigen oftmals geringe oder keine substantiellen Zusammenhänge (Mühlberger et al., 2008). Durch wiederholt eingeholte Ratings subjektiven Unbehagens und die Ableitung der physiologischen Kennwerte soll die vorliegende Studie klären, inwiefern sich im Falle hoch-spinnenängstlicher Personen Zusammenhänge zeigen lassen und ob spezifische physiologische Parameter als besonders indikativ für das Angsterleben gelten können.

Quelle

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