Beschreibung der Studie

Diese Studie betrifft Menschen, die einen operationsbedürftigen Gehirntumor haben. Zur maximalen Sicherheit wird die Operation als eine sogenannte „Wachkraniotomie“ vorgesehen, d.h. sie werden während der mikrochirurgischen Tumorentfernung wach sein. Am Anfang werden sie ganz normal in Narkose gelegt und es wird die Schädeleröffnung durchgeführt. Bevor mit der Entfernung des Tumors im Gehirn begonnen wird, werden sie aus der Narkose geholt, um die Kontrolle und Sicherheit über die Funktionsweise ihres Gehirns während der Tumorentfernung gewährleisten zu können. Sie müssen abhängig von der genauen Lokalisation der Pathologie im Gehirn, bestimmte Bewegungen bzw. Sprachübungen durchführen. Dabei werden die Gehirnströme aufgezeichnet. Das ist ein Standardvorgehen in ausgewählten neurochirurgischen Kliniken. Nun soll in Kooperation mit dem Institut für Psychologie der Universität Oldenburg eine verfeinerte Gehirnstromaufzeichnung erfolgen (Um ein allgemeinverständliches Vergleichsbeispiel zu geben, wäre es so etwas wie ein Foto mit höherer Pixelzahl)

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt dieser Studie ist die Erfassung/Charakterisierung der Gehirnfunktionalität während des operativen Eingriffs
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Neurochirurgie, Ev. Krankenhaus Oldenburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hirntumore der eloquenten Lokalisation

Ausschlusskriterien

  • Klassische Ausschlußkriterien der Wachkraniotomie: Psychiatrische Erkrankungen, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Massives Übergewicht

Adressen und Kontakt

Neurochirurgie, Oldenburg

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Häufig gestellte Fragen

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Operationsbedürftige Läsionen innerhalb eloquenter Gehirnareale stellen eine besondere neurochirurgische Herausforderung dar. Zur Sicherstellung der maximal möglichen Resektion bei gleichzeitiger Vermeidung von neurologischen Ausfällen werden solche Eingriffe an ausgewählten Zentren im Rahmen von sogenannten „Wachkraniotomien“ vorgenommen, so wie an der neurochirurgischen Universitätsklinik in Oldenburg. Das intraoperative Monitoring des Gehirns erfolgt parallel klinisch sowie elektrophysiologisch, d.h. nach Exploration des Gehirns erfolgt routinemäßig im ersten Schritt eine elektrophysiologische Ableitung der Gehirnaktivität und in einem zweiten Schritt eine Stimulation. Zeitgleich wird intraoperativ eine klinisch neurologische Überwachung durchgeführt. Die mikrochirurgische Resektion wird so elektrophysiologisch wie auch klinisch begleitet. Damit ist die maximal mögliche Sicherheit zur Vermeidung bleibender neurologischer Ausfälle gewährleistet. Nun soll dieses klinische Routine-Setting durch die Kooperation zwischen den Abteilungen Neurochirurgie und Angewandte Neurokognitive Psychologie verfeinert und wissenschaftlichen Fragestellungen zugänglich gemacht werden. Es werden hochauflösende Elektroden zur Ableitung/Stimulation benutzt, die eine zuverlässigere Bestimmung der Funktion zulassen (Chang, Rieger et al., 2010). Patientenspezifische psychologische Erfassung verschiedener Funktionen (z. B. Motorik, Sprach- und Lautverarbeitung) findet während der neurophysiologischen Messungen statt. Perzeptive Sprachfunktionen werden durch Präsentation von nicht-aversivem auditorischen und visuellen Material untersucht (audiovisuelle Sätze, auditorische Stimuli, die multistabile Perzepte hervorrufen). Produktive Sprachfunktionen und weitere Bewegungsabläufe (z. B. Fingerbewegungen) werden instruiert und erfasst. Die exakte Auswahl der Aufgaben wird individuell basierend auf das zu charakterisierende Gehirnareal angepasst. Die Patientinnen/Patienten werden keinem zusätzlichen Risiko ausgesetzt. Die wissenschaftlichen Studien haben das Ziel die Funktionalität des jeweiligen Hirnareals zu charakterisieren. Die neurophysiologischen Messungen sollen während der wissenschaftlichen Studie, also während der neuropsychologischen Testungen im OP durchgeführt werden. Dadurch kann die Funktionalität der eloquenten Areale genau untersucht werden und langfristig zu einer informierten Resektion des betroffenen Gewebes beitragen.

Quelle

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