Beschreibung der Studie

Dies ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde Studie, durchgeführt als Postmarketinganforderung der US Food and Drug Administration (FDA), mit dem Ziel zu evaluieren, ob bei Patienten mit RR-DTC mit radiologischem Nachweis einer Krankheitsprogression innerhalb der letzten 12 Monate eine geringere Anfangsdosierung von Lenvatinib als die zugelassenen 24 mg einmal täglich (QD) existiert, die eine vergleichbare Wirksamkeit gewährleistet, aber ein besseres Sicherheitsprofil bietet.

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Studiendetails

Studienziel - Objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) nach 6 Monaten; Zeitrahmen: zu Monat 6; ORR nach 6 Monaten ist definiert als der Anteil der Patienten mit dem besten Gesamtansprechen (best overall response, BOR) im Sinne einer Komplettremission (CR) oder einer partiellen Remission (PR). - Prozentsatz der behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (treatment-emergent adverse event(s), TEAEs) mit Grad 3 oder höher der ‚Common Terminology Criteria for Adverse Events‘ (CTCAE); Zeitrahmen: Bis zu 6 Monate nach der Randomisierung
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 41
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Bitte wenden Sie sich an den Sponsor / Please refer to primary sponsor

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studienteilnehmer müssen eine histologisch oder zytologisch bestätigte Diagnose einer der folgenden differenzierten Subtypen des Schilddrüsenkrebses (DTC) haben:
  • Papillärer Schilddrüsenkrebs (PTC)
  • Follikuläre Variante
  • Varianten (einschließlich aber nicht begrenzt auf großzellige, kolumnare, cribiform-morulare, solide, oxyphile, Warthin-ähnliche, trabekuläre Tumoren, Tumore mit nodulärer Fasciitis-ähnlichem Stroma, Hürthle-Zell-Variante des papillären Karzinoms, wenig differenzierte)
  • Follikulärer Schilddrüsenkrebs (FTC)
  • Hürthle-zellig
  • Klarzellig
  • Insulärer
  • Messbare Erkrankung, die die folgenden Kriterien erfüllt und bestätigt durch eine zentrale radiologische Revision
  • Mindestens 1 Läsion von ≥1,0 cm als längster Durchmesser bei Nicht-Lymphknotengewebe oder ≥1,5 cm auf dem Kurzachsen-Durchmesser bei Lymphknoten, welche gemäß den ‚Response Evaluation Criteria in Solid Tumors‘ (RECIST 1.1) mittels Computertomographie/ Magnetresonanztomographie (CT/MRT) seriell messbar sind. Falls nur 1 Zielläsion besteht und es Nicht-Lymphknotengewebe ist, sollte der längste Diameter ≥1,5 cm betragen.
  • Läsionen, die mit externer Strahlentherapie (EBRT) oder lokoregionalen Therapien wie Radiofrequenz(RF)-Ablation behandelt wurden, müssen Anzeichen einer progressiven Erkrankung basierend auf den RECIST 1.1 aufweisen, um als Zielläsion zu gelten.
  • Studienteilnehmer müssen Anzeichen einer Krankheitsprogression gemäß der RECIST 1.1, beurteilt und bestätigt durch eine zentrale radiologische Revision der CT und/oder MRT Scans, innerhalb der 12 Monate (ein zusätzlicher Monat wird gewährt um die tatsächlichen Termine der Screening Scans anzupassen, d.h. innerhalb von ≤13 Monaten) vor Unterzeichnung der Einverständniserklärung vorweisen.
  • Studienteilnehmer müssen Jod-131 refraktär/resistent sein, definiert durch mindestens einen der folgenden Punkte:
  • Eine oder mehrere messbare Läsionen, die bei keinem Radiojod-Scan eine Jodaufnahme aufweisen.
  • Eine oder mehrere messsbare Läsionen, die gemäß der RECIST 1.1 innerhalb von 12 Monaten (ein zusätzlicher Monat wird gewährt um die tatsächlichen Termine der Screening Scans anzupassen, d.h. innerhalb von ≤13 Monaten) nach Jod-131-Therapie fortgeschritten sind, trotz Bekundung einer Radiojod-Avidität zum Zeitpunkt der Vor- und Nachbehandlungsscreenings der Therapie. Diese Studienteilnehmer dürfen nicht für einen möglicherweise kurativen chirurgischen Eingriff geeignet sein.
  • Kumulative Aktivität des Jod-131 von >600 mCi oder 22 Gigabecquerel (GBq), wobei die letzte Dosis mindestens 6 Monate vor Studieneinschluss verabreicht wurde.
  • Studienteilnehmer mit bekannten Hirnmetastasen, die eine vollständige Strahlentherapie des Gehirns, stereotaktische Radiochirurgie oder eine vollständige chirurgische Resektion erhalten haben, werden zugelassen, wenn sie klinisch stabil und asymptomatisch geblieben sind und Steroide seit einem Monat abgesetzt haben
  • Studienteilnehmer müssen eine Thyroxin-Suppressionstherapie erhalten und die TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)-Werte sollten nicht erhöht sein (TSH sollte ≤5,50 mcIU/ml betragen). Falls durch den Studienteilnehmer toleriert, sollten die Thyroxinwerte angepasst werden um eine TSH-Suppression zu erreichen (TSH <0,50 mcIU/ml) und diese Dosierung würde eventuell nach Beginn der Prüfpräparat-Behandlung zeitgleich abgeändert werden.
  • Alle Chemotherapie- oder Bestrahlungs-bedingten Toxizitäten müssen auf einen Schweregrad <2 gemäß der ‚Common Terminology Criteria for Adverse Events‘ (CTCAE v4.03) gesunken sein, außer Alopezie (Haarausfall) und Infertilität (Unfruchtbarkeit).
  • Studienteilnehmer müssen einen ‘Eastern Cooperative Oncology Group’ (ECOG) Performance
  • Status von 0, 1, oder 2 aufweisen.
  • Adäquat eingestellter Blutdruck (BP) mit oder ohne antihypertensiver Medikation, definiert als BP ≤150/90 mmHg zum Zeitpunkt des Screenings und keine Veränderung der antihypertensiven Medikation innerhalb 1 Woche vor Zyklus 1/Tag 1.
  • Adäquate Nierenfunktion definiert als errechnete Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min anhand der Cockcroft und Gault Formel.
  • Adäquate Knochenmarksfunktion:
  • Neutrophilenzahl (ANC) ≥1500/mm3 (≥1,5 × 103/ul)
  • Thrombozyten ≥100.000/mm3 (≥100 × 109/l)
  • Hämoglobin ≥9,0 g/dl
  • Adäquate Blutgerinnungsfunktion, belegt anhand einer International Normalized Ratio (INR) ≤1,5
  • Adäquate Leberfunktion:
  • Bilirubin ≤1,5 × obere Normgrenze (ULN) ausgenommen einer unkonjugierten Hyperbilirubinämie oder eines Gilbert-Syndroms.
  • Alkalische Phosphatase, Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) ≤3 × ULN (≤5 × ULN falls der Studienteilnehmer Lebermetastasen hat).
  • Falls die alkalische Phosphatase >3 × ULN (in Abwesenheit von Lebermetastasen) oder >5 × ULN (bei Vorhandensein von Lebermetastasen) beträgt UND der Studienteilnehmer außerdem bekannte Knochenmetastasen hat, muss die leberspezifische alkalische Phosphatase vom Gesamtwert gesondert betrachtet werden und anstelle der gesamten alkalischen Phosphatase zur Bewertung der Leberfunktion verwendet werden.
  • Männliche oder weibliche Personen zum Zeitpunkt der Einverständniserklärung ≥18 Jahre alt
  • Weibliche Teilnehmerinnen dürfen zum Zeitpunkt des Screenings oder Baseline nicht stillen oder schwanger sein (dokumentiert anhand eines negativen beta-humanes Choriongonadotropin [B-hCG] –Tests mit einer minimalen Sensitivität von 25 IU/l oder äquivalenten Einheiten B-hCG. Eine separate Prüfung bei Baseline ist erforderlich, wenn der negative Screening Schwangerschaftstest mehr als 72 Stunden vor der ersten Dosis des Studienpräparats durchgeführt wurde.
  • Alle weiblichen Studienteilnehmerinnen werden als Frauen im gebärfähigen Alter erachtet, außer sie sind postmenopausal (Amenorrhoe für mindestens 12 aufeinanderfolgende Monate, in der entsprechenden Altersgruppe und ohne anderen bekannten oder vermuteten Grund) oder sie wurden chirurgisch sterilisiert (d.h. bilaterale Tubenligatur, totale Hysterektomie oder bilaterale Oophorektomie, jeweils mit Operationstermin mindestens 1 Monat vor Gabe des Prüfpräparats).
  • Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung mit Lenvatinib und für mindestens 1 Monat nach Beendigung der Behandlung vermeiden schwanger zu werden und hochwirksame Verhütungsmittel verwenden. Frauen im gebärfähigen Alter dürfen keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb der 30 Tage vor Studieneinschluss gehabt haben und müssen zustimmen, während der gesamten Studienlaufzeit und für mindestens 30 Tage nach Absetzen des Prüfpräprats hochwirksame Verhütungsmethoden anzuwenden (z.B. totale Enthaltsamkeit, Intrauterinpessar/Spirale, kontrazeptives Implantat, orale Kontrazeptiva oder vasektomierter Partner mit nachgewiesener Azoospermie). Frauen, die hormonale Kontrazeptiva verwenden, müssen mindestens 4 Wochen vor der Gabe des Prüfpräparats eine stabile Dosis eines gleichbleibenden hormonalen Kontrazeptivums verwendet haben und das gleiche Kontrazeptivum während der Studie und für 30 Tage nach Absetzen des Prüfpräparats verwenden. Frauen, die hormonale Kontrazeptiva verwenden, sollten eine mechanische Empfängnisverhütung (Barriere) hinzufügen.
  • Studienteilnehmer müssen freiwillig zustimmen eine schriftliche Einverständniserklärung abzugeben.
  • Studienteilnehmer müssen gewillt und fähig sein, alle Aspekte des Protokolls einzuhalten.

Ausschlusskriterien

  • Anaplastisches oder medulläres Karzinom der Schilddrüse.
  • Diagnose einer meningealen Karzinomatose.
  • Zwei oder mehr Endothelwachstumsfaktor (vascular endothelial growth factor, VEGF) / Endothelwachstumsfaktorrezeptor (vascular endothelial growth factor receptor, VEGFR) – zielgerichtete Therapien oder jegliche andere laufende Behandlung des RR-DTC als die TSH-supressive Schilddrüsenhormontherapie.
  • Vorherige Behandlung mit Lenvatinib.
  • Studienteilnehmer, die jegliche Antikrebsbehandlung innerhalb von 21 Tagen oder jeglichea zu prüfende Arzneimittel innerhalb von 30 Tagen (oder 5 Halbwertszeiten) vor der ersten Dosis des Prüfpräparats erhalten haben und sich von jeglichen, durch frühere Antikrebsbehandlungen bedingte Toxizitäten erholten haben sollten. Dies trifft nicht auf die Anwendung der TSH-suppressiven Schilddrüsenhormontherapie zu.
  • Größere chirurgische Eingriffe innerhalb der 3 Wochen vor der Randomisierung oder elektive chirurgische Eingriffe, die für die Zeit während der Studienlaufzeit geplant sind.
  • Studienteilnehmer mit >1+ Proteinurie im Urinteststreifen müssen einen 24-stündigen Sammelurin zur quantitativen Bestimmung der Proteinurie abgeben. Studienteilnehmer mit ≥1g/24h Protein im Urin werden nicht zugelassen.
  • Gastrointestinale Malabsorption oder jeglicher anderer Zustand, der nach Einschätzung des Untersuchers die Aufnahme des Prüfpräparats beeinflussen würde.
  • Signifikante kardiovaskuläre Beeinträchtigung: Kongestive Herzinsuffizienz größer als New York Heart Association (NYHA) Klasse II, instabile Angina pectoris, Myokardinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der 6 Monate vor der ersten Dosis des Studienprüfpräparats in der Anamnese oder kardiale Arrhythmien, die eine medizinische Behandlung erfordern.
  • Verlängerung des korrigierten QT-Intervalls (QTc) bis >480 ms, belegt durch wiederholte Elektrokardiogramme (EKG) oder eine klinisch signifikante Abweichung im EKG, einschließlich eines deutlich verlängerten QT/QTc-Intervalls (z.B. ein wiederholter Nachweis eines QTc-Intervalls >500 ms).
  • Aktive Hämoptysie (hellrotes Blut von mindestens 0,5 Teelöffel) innerhalb der 3 Wochen vor der ersten Dosis des Prüfpräparats.
  • Aktive Infektion (jegliche Infektion, die eine Behandlung erfordert).
  • Aktive Malignität (außer des DTC oder definitiv behandelte in-situ Melanome, Basalzell- oder Plattenepithelkarzinome der Haut, oder Carcinoma in situ der Zervix) innerhalb der letzten 24 Monate
  • Bekannte Intoleranz gegen das Prüfpräparat (oder gegen einen der Hilfsstoffe).
  • Jeglicher medizinischer oder sonstiger Zustand, der nach Einschätzung des Untersuchers eine Teilnahme des Studienteilnehmers an einer klinischen Studie unmöglich machen würde.
  • Frauen, die schwanger sind oder stillen.

Adressen und Kontakt

Tübingen, Baden-Wurttemberg

Würzburg, Bayern

Hanover, Niedersachsen

Essen, Nordrhein-Westfalen

Mainz, Rheinland-Pfalz

Häufig gestellte Fragen

Eine wissenschaftliche Kurzbeschreibung ist in englischer Sprache verfügbar.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Im Normalfall bekommen in Phase-2-Studien Betroffene zum ersten Mal die Möglichkeit, eine neue Behandlungsmethode zu erhalten. Vor der Phase-2-Studie wurde die neue Methode bereits in einer Studie der Phase 1 bei gesunden Menschen angewendet und auf ihre Sicherheit überprüft. Nur in Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel keine wirksame Therapie vorhanden ist, haben bereits in der Phase-1-Studie Betroffene teilgenommen. Phase-2-Studien haben das Ziel, eine angemessene Dosierung für das Medikament zu finden und es auf Wirksamkeit und Sicherheit zu untersuchen. Die Studien laufen meist über Wochen bis Monate und umfassen zwischen 100 und 800 Patienten.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien