Beschreibung der Studie

Depression ist eine der am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankung weltweit und geht mit einer Vielzahl anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen einher. Personen, die an einer Depression leiden, sind häufig auch durch Ängste belastet. Betroffene und auch ihre Angehörigen empfinden einen hohen Leidensdruck, der das Berufs-, wie auch Privatleben oftmals stark einschränkt. Depressionen haben aus diesem Grund erhebliche wirtschaftliche Kosten zur Folge. Viele Menschen, die an einer Depression leiden, bleiben auf Grund verschiedener Behandlungsbarrieren unbehandelt. Das Online-Training ICare Mood Enhancer zielt auf eine Reduktion depressiver Beschwerden und Ängste ab. Es richtet sich an Personen, die eine Depression haben und bietet Unterstützung, Wissenswertes zu Depressionen und Ängsten zu erfahren, die eigenen psychischen Bedürfnisse und wichtigen Werte zu erkennen und ein Gleichgewicht in der Befriedigung verschiedener wichtiger Bedürfnisse herzustellen, stimmungsförderliche Aktivitäten durchzuführen, Ängste durch geplante Herausforderungen zu bewältigen und die allgemeinen Problemlösekompetenzen zu verbessern. Das Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit eines störungsübergreifenden Online-Trainings zur Bewältigung von majorer Depression und einhergehenden Ängsten. Verglichen werden zwei Studiengruppen: begleitetes Training, 6-monatige Wartekontrollgruppe. Im begleiteten Training erhalten Teilnehmende Feedback auf absolvierte Trainingsmodule, die Wartekontrollgruppe erhält keine Behandlung. Nach Studienende können Teilnehmende der Wartekontrollgruppe das Training unbegleitet durchlaufen. Das primäre Erfolgsmaß ist die Reduktion depressiver Symptome. Sekundäre Erfolgskriterien schließen unter anderem Angst, Stress, Schlafqualität, Lebensqualität und psychische Widerstandsfähigkeit ein.

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Studiendetails

Studienziel Symptomschwere Depression zum Postmesszeitpunkt, ermittelt im • diagnostischen Interview (QIDS-C, Rush, Trivedi, Ibrahim, Carmody, Arnow, et al., 2003), Messzeitpunkt zu Baseline (t1), Post (t2) und 6-monats Follow-up (t3) und • durch Selbstauskunft (CES-D, Radloff, 1977; PHQ-9, Kroenke, Spitzer, Williams, 2001), CES-D wöchentlich (Woche 1 - 7), zu t0, t1, t2, t3, PHQ-9 zu t1, t2, t3 t0 = Screening, vor Studieneinschluss t1 = Baseline t2 = Post-messung (nach Absolvierung von Lektion 7 oder nach 8 Wochen) t3 = 6-monats Follow-up
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle EU - Horizon 2020
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18; schriftliche Einwilligungserklärung; klinische Diagnose einer Depression ermittelt im diagnostischen Interview

Ausschlusskriterien

  • akute Suizidalität ermittelt im diagnostischen Eingangsinterview; keine Unterzeichnung der Einwilligungserklärung; Psychotherapeutische Behandlung innerhalb der letzten 6 Monate oder Warteliste für Psychotherapie; Selbstauskunft zu vorhandener Psychose oder dissoziativen Symptome, bipolare Störung derzeit oder in der Vergangenheit

Adressen und Kontakt

Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie (KLiPs)Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Depressive Erkrankungen sind weltweit hoch prävalent und weisen hohe Komorbiditätsraten mit Angststörungen auf. Betroffene weisen oft einen hohen Leidensdruck unter anderem durch geminderte Lebensqualität und Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit auf. Aufgrund von Arbeitsunfähigkeit, Produktivitätsverlust, Absentismus und Behandlungskosten entstehen auch erhebliche wirtschaftliche Kosten für die Gesellschaft. Obwohl effektive Behandlungsmethoden existieren, sind diese kosten- und zeitintensiv und nicht alle Betroffenen können erreicht werden. Das primäre Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Wirksamkeit und Kosteneffektivität einer transdiagnostischen begleiteten internet- und mobilbasierten Intervention im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie werden Personen mit klinisch ausgeprägter Depression, ermittelt im diagnostischen Interview (MINI), per Zufallsordnung der Interventionsgruppe begleitete Selbsthilfe oder der 6-monatigen Wartekontrollgruppe zugeordnet. Das transdiagnostische Behandlungskonzept zielt auf die Reduktion depressiver Beschwerden und komorbider Ängste ab. Die Hauptmodule der Intervention umfassen Psychoedukation von Depression und Angst, Identifikation und Förderung der Konkordanz psychischer Grundbedürfnisse (nach Konsistenztheorie von Grawe), Aufbau stimmungsförderlicher Aktivitäten, Exposition in vivo, systematisches Problemlösetraining sowie Emotionsregulationsstrategien. Wahlmodule thematisieren unter anderem Schlafstörungen, Grübeln und Akzeptanz unerfüllter Bedürfnisse. Der transdiagnostische Ansatz ermöglicht die Behandlung von Angst als Komorbidität bei Depression und zielt auf die Förderung des allgemeinen psychischen Wohlbefindens ab. Dadurch soll die Reichweite und Effektivität der Intervention erhöht werden. Die Wirksamkeit wird zum Prä- und Postmesszeitpunkt (8 Wochen) sowie nach 6 Monaten und 12 Monaten überprüft. Das primäre Outcome ist die Reduktion depressiver Symptome. Sekundäre Erfolgskriterien schließen unter anderem Symptomschwere Angst, Stress, Schlafqualität, Lebensqualität und Resilienz ein.

Quelle

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