Beschreibung der Studie

Alternative Ernährungsformen gewinnen in der heutigen Zeit immer mehr Bedeutung. Inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass vor allem eine bewusst zusammengestellte vegetarische Ernährung das Risiko für Typ-2-Diabetes um 40-50% und das Risiko für ischämische Ereignisse um 20-30% reduzieren kann. Anhänger von Paleo verzichten auf Milchprodukte und schließen darüber hinaus auch Getreide und Hülsenfrüchte aus ihrer Ernährung aus. Studien bewiesen, dass eine solche Ernährungsform bei Personen mit metabolischem Syndrom günstige kardiometabolische Effekte entfaltet. Unzureichend erforscht sind bislang die Auswirkungen der alternativen Ernährungsformen – vegetarische bzw. vegane Kost einerseits und Paleo andererseits – auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Es sollen Männer und Frauen die sich vegan, vegetarisch, nach Paleo oder „ganz normal“ ernähren, zwischen 18 und 35 Jahren alt sind und 3 bis 5 mal pro Woche trainieren, rekrutiert werden. Ziel ist es herauszufinden, ob es Unterschiede in der sportlichen Leistungsfähigkeit sowie in Gesundheitsparametern zwischen Personen der verschiedenen Ernährungsformen gibt. Darüber hinaus wird vor und nach dem Belastungstest venöses Blut abgenommen in dem oxidierte Fettsäuren (Oxylipine) gemessen werden sollen. Einigen dieser "vasoaktiven Substanzen" wird ein Einfluss auf den Gefäßtonus und damit eine leistungsbeeinflussende Wirkung zugesprochen. Weiterhin wird am Tag der Leistungsdiagnostik mit jedem Probanden ein 24-Stunden Recall durchgeführt. Diese kurzen Ernährungsinterviews werden von geschultem Personal durchgeführt und dienen der Erfassung der in den letzten 24 Stunden konsumierten Lebensmittel.

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Studiendetails

Studienziel •maximale Leistungsfähigkeit in Watt/kg Körpergewicht, mittels Stufentest auf einem Fahrradergometer, einmalige Erhebung (Querschnittsstudie)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunde, einwilligungsfähige Männer und Frauen
  • Alter: 18-35 Jahre
  • stabiles Gewicht seit min. einem halben Jahr (± 3 kg), BMI 20-25 kg/m²
  • Ausdauersportler seit mindestens einem Jahr, die zwischen 3 bis 5 mal pro Woche trainieren
  • gleiche Ernährungsform seit mindestens einem halben Jahr

Ausschlusskriterien

  • akute fieberhafte Infekte
  • schwere chronische Erkrankungen (Krebs, Diabetes Typ 1, etc.), manifeste Herz-Kreislauferkrankungen, Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen
  • chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Pankreasinsuffizienz)
  • Nährstoffintoleranzen (z. B. Zöliakie, Laktoseintoleranz)
  • bekannte endokrine und immunologische Erkrankungen
  • regelmäßige Einnahme von Laxanzien
  • Drogen-, Alkohol- und Medikamentenabusus
  • jegliche Erkrankungen, die nach Ermessen des Studienarztes eine körperliche Ausbelastung ausschließen
  • nicht einwilligungsfähige Probanden
  • gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie bzw. Teilnahme innerhalb der vergangenen 30 Tage

Adressen und Kontakt

Leibniz-Universität, Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährun, Hannover

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Häufig gestellte Fragen

Alternative Ernährungsformen (AEF) sind Kostformen, die sich deutlich von der üblichen in Industrienationen praktizierten Ernährungsweise unterscheiden. Auf großes Interesse stoßen derzeit zwei faktisch als Antipoden zu sehende Ausprägungen der AEF, Vegetarismus und Veganismus einerseits und die Steinzeit-Ernährung (Paleo-Ernährung) andererseits. Neben ethischen Überlegungen spielen gesundheitliche Motive eine zentrale Rolle. Unstrittig ist, dass eine auf einer breiten Lebensmittelauswahl beruhende lakto-ovo-vegetarische Kost bei Erwachsenen im Allgemeinen die Versorgung mit allen Nährstoffen sicherstellt und – verglichen mit der üblichen Mischkost – günstige Effekte auf das kardiometabolische Risiko aufweist. Auch einer paläolithischen Ernährungsform werden vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen; Humanstudien liegen hierzu bislang jedoch nur wenige vor. Zusammenfassend wird also deutlich, dass die Ernährungsform einen maßgebenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Daher ist anzunehmen, dass ebenso Leistungsparameter durch die jeweilige Ernährungsweise beeinflusst werden können. Bis heute ist die Auswirkung einer pflanzenbasierten sowie einer paleolithische Ernährung auf die sportliche Leistungsfähigkeit nicht eindeutig geklärt. Über die unterschiedlichen Ernährungsformen hinaus werden auch vasoaktive Substanzen, wie z.B. Prostaglandine, Adenosin oder ATP, in Zusammenhang mit einer verbesserten Leistungsfähigkeit gebracht. Zum einen können vasokative Substanzen aus den kontrahierenden Muskeln und dem vaskulären Endothel abgegeben werden. Zum anderen besitzen aber auch einige Metabolite langkettiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren (LC PUFA) wie z.B. Arachidonsäure (AA, C20:4 n-6), Eicosapentaensäure (EPA, C20:5 n-3) oder Docosahexaensäure (DHA, C22:6 n-3) vasoaktive Eigenschaften. Diese Metabolite entstehen durch die Oxidation der LC PUFA mittels Cyclooxygenasen (COX), Lipoxygenasen (LOX) oder Cytochrom-P450-Monooxygenasen (CYP450) und werden als Oxylipine zusammengefasst. Vasokative Eigenschaften werden vor allem Oxylipinen zugesprochen, welche über den CYP450 Stoffwechselweg gebildet werden . Der Zusammenhang zwischen körperlicher Belastung, einem damit einhergehenden erhöhten Blutfluss und veränderten Oxylipinspiegeln wurde bisher nur in einer Studie untersucht. In der Studie wurden allerdings nur die Oxylipine der AA, die Epoxyeicosatriensäuren (EETs) und Hydroxyeicosatriensäuren (HETEs) sowie deren stabile Metabolite, die Dihydroxyeicosatriensäuren (DHETs) untersucht. Der Zusammenhang zwischen dem Metabolismus von Oxylipinen als Reaktion auf körperliche Belastung ist jedoch nur ansatzweise verstanden. Beispielsweise wurde der Einfluss einer körperlichen Belastung auf die Veränderung der Konzentrationen an EPA und DHA-Oxylipinen bisher noch nicht untersucht. Im Rahmen dieses Pilotprojektes wird daher ein umfangreiches Oxylipinmuster analysiert.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien