Beschreibung der Studie

Im Rahmen von Narkoseverfahren kann es zu zahlreichen, teils lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Bei entsprechender Vorbereitung können voraussehbare Zwischenfälle bei Folgenarkosen in der Regel vermieden werden. Aus diesem Grund ist die Identifikation potentieller Risikopatienten von großer Bedeutung. Da körperliche Untersuchungsmethoden und Screeningverfahren eine unzureichende Genauigkeit aufweisen, wird dem Anästhesieausweis eine besondere Bedeutung beigemessen. Dieser soll betroffenen Patienten im Anschluss an einen Narkosezwischenfall ausgestellt werden. Die alltägliche Praxis zeigt hingegen, dass viele Patienten den Ausweis nicht bei sich tragen bzw. das Dokument vergessen oder verloren haben. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass zahlreiche Patienten in ihrer Anamnese von „Problemen bei der Narkose“ berichten, jedoch können die expliziten Informationen zur Art des Zwischenfalls und den Lösungsansätzen in der Regel nicht wiedergegeben werden. Sprachbarrieren und ein reduziertes anästhesiebezogenes Risikobewusstsein erhöhen das Informationsdefizit weiter. Ziel der geplanten Studie ist es, den Einfluss einer Intervention (Informationsbroschüre und Verständnisüberprüfung) zusätzlich zu einer standardisierten Aufklärung, auf das anästhesiebezogene Risikobewusstsein betroffener Patienten prospektiv zu untersuchen und mit einer Kontrollgruppe (standardisierte Aufklärung gemäß hausinternem Standard) zu vergleichen. Nach 6 Monaten erfolgt eine Telefon-Interview um die Erinnerung und das Verständnis des Narkosezwischenfalls zu erheben und anschließend zwischen den Gruppen zu vergleichen. Sollte sich herausstellen, dass eine intensivere Risikoaufklärung mit Bildmaterialen und eine anschließenden Verständnisprüfung das Erinnerungsvermögen und die Risikowahrnehmung von Narkosezwischenfällen erhöht, kann dies einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Patientensicherheit leisten.

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Studiendetails

Studienziel Erinnerungsvermögen/ konkrete Benennung des Narkosezwischenfalls nach 6 Monaten (z.B. "erschwerte Intubation" oder "erschwerte Maskenbeatmung") durch ein Telefoninterview
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinikum der Universität Witten/Herdecke - KölnKlinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle volljährigen Patienten, die anästhesiologisch betreut werden und einen Anästhesieausweis gemäß DGAI, aufgrund eines "schwierigen Atemwegs" ausgestellt bekommen, sowie der Teilnahme an der Patientenbefragung/Untersuchung zugestimmt haben.

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung, Alter < 18 Jahre, vorbestehende Gedächtnisstörung/ Demenz, Sprachbarriere, fehlende telefonische Kontaktmöglichkeit.

Adressen und Kontakt

Klinkum der Universität Witten/Herdecke Köln, Köln

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Im Rahmen von Narkoseverfahren kann es zu zahlreichen, teils lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Bei entsprechender Vorbereitung können voraussehbare Zwischenfälle bei Folgenarkosen in der Regel vermieden werden. Aus diesem Grund ist die Identifikation potentieller Risikopatienten von großer Bedeutung. Da körperliche Untersuchungsmethoden und Screeningverfahren eine unzureichende Genauigkeit aufweisen, wird dem Anästhesieausweis eine besondere Bedeutung beigemessen. Dieser soll betroffenen Patienten im Anschluss an einen Narkosezwischenfall ausgestellt werden. Neben Problemen bei der Atemwegssicherung werden auch weitere potentiell lebensbedrohliche Narkosekomplikationen wie Allergien, eine sog. maligne Hyperthermie (erbliche Störung des Muskelstoffwechsels) und sonstige anästhesierelevante Begleiterkrankungen erfasst. Die alltägliche Praxis zeigt hingegen, dass viele Patienten den Ausweis nicht bei sich tragen bzw. das Dokument vergessen oder verloren haben. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass zahlreiche Patienten in ihrer Anamnese von „Problemen bei der Narkose“ berichten, jedoch können die expliziten Informationen zur Art des Zwischenfalls und den Lösungsansätzen in der Regel nicht wiedergegeben werden. Sprachbarrieren und ein reduziertes anästhesiebezogenes Risikobewusstsein erhöhen das Informationsdefizit weiter. Es hat den Anschein, dass Zwischenfälle die ohne negative Folgen verblieben sind, seitens des Patienten seltener als „relevante“ Ereignisse eingestuft werden und dementsprechend in einem Prämedikationsgespräch nicht erwähnt werden. Ziel der geplanten prospektiven randomisierten Interventionsstudie ist es, den Einfluss einer intensiven Risikoaufklärung nach Narkosezwischenfällen mit einer individuellen Informationsbroschüre und anschließender Verständnisüberprüfung auf das anästhesiebezogene Risikobewusstsein betroffener Patienten prospektiv zu untersuchen und mit einer Kontrollgruppe (standardisierte Aufklärung gemäß hausinternem Standard) zu vergleichen. Nach 6 Monaten erfolgt eine Telefon-Interview um die Erinnerung und das Verständnis des Narkosezwischenfalls zu erheben und anschließend zwischen den Gruppen zu vergleichen. Sollte sich herausstellen, dass eine intensivere Risikoaufklärung mit Bildmaterialen und eine anschließenden Verständnisprüfung das Erinnerungsvermögen und die Risikowahrnehmung von Narkosezwischenfällen erhöht, kann dies einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Patientensicherheit leisten.

Quelle

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