Beschreibung der Studie

Hintergrund: Nicht alle Patientinnen und Patienten, die sich in einer Notaufnahme vorstellen, werden stationär aufgenommen. Gerade bei Atemwegserkrankungen erfolgt häufig eine ambulante Behandlung. Es ist bislang unzureichend erforscht, warum in solchen Fällen eine Vorstellung in der Notaufnahme erfolgt - und nicht beispielsweise in einer Hausarztpraxis. Möglicherweise bestehen Defizite bei den medizinischen Versorgungsangeboten im ambulanten Bereich. Ziel: Es sollen die Patientinnen und Patienten näher beschrieben und ihre Motivationen und Erwartungen untersucht werden, andererseits sollen Daten zu Versorgungsprozessen erfasst werden. Besonders interessiert uns auch die kontinuierliche hausärztliche Betreuung und deren mögliche Auswirkungen auf die Inanspruchnahme von Notaufnahmen. Studienteilnehmer: Patientinnen und Patienten mit Symptomen von Atemwegserkrankungen und Behandlung in den teilnehmenden Berliner Notaufnahmen. Die Patientinnen und Patienten werden zu ihren Erkrankungen, ihrer Nutzung des Gesundheitssystems und zu psychosozialen Faktoren befragt. Mit einem Teil der Befragungsteilnehmer werden zusätzlich ausführliche Interviews geführt. Es werden außerdem Krankenhaus- und Krankenkassendaten ausgewertet.

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Studiendetails

Studienziel Klinische, demographische und psychosoziale Charakteristika der Zielpopulation (projektspezifisch entwickeltes Fragebogeninstrument), Inanspruchnahme des Gesundheitssystems vor und nach Notaufnahmevorstellung (projektspezifisch entwickeltes Fragebogeninstrument), Messzeitpunkte t0: Notaufnahmebehandlung, t1: 3-Monats-follow-up.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 700
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Notfallbehandlung in einer der teilnehmenden EMANet-Notaufnahmen im Studienzeitraum aufgrund respiratorischer Symptome.

Ausschlusskriterien

  • Eingeschränkte oder nicht vorhandene Einwilligungsfähigkeit, nicht ausreichende Kenntnisse in einer der Befragungssprachen.

Adressen und Kontakt

Notaufnahmen in Berlin-Mitte: Bundeswehrkrankenhaus Berlin, DRK Kliniken Berlin Mitte, Evangelische Elisabeth Klinik, Franziskus-Krankenhaus, Jüdisches Krankenhaus, St. Hedwig Krankenhaus, Berlin

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Charité - Universitätsmedizin Berlin, Notaufnahmen Campus Virchow Klinikum (CVK) und Campus Charité Mitte (CCM), Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: EMACROSS ist ein Teilprojekt des Berliner Netzwerks für Versorgungsforschung in der Akut- und Notfallmedizin (EMANet). Alle Teil-Forschungsprojekte (EMACROSS, EMASPOT, EMAAge) nehmen die ambulant-stationäre Schnittstelle in den Blick und wollen einerseits reale Versorgungsmuster von Notfallpatientinnen und -patienten abbilden und andererseits die zugrundeliegenden Ursachen und Motivationen ermitteln. Im Fokus von EMANet stehen Erkrankungen, die zu den so genannten „Ambulant sensitiven Krankheitsfällen“ (ACSC) gehören. Diese Erkrankungen werden als prinzipiell ambulant behandelbar eingestuft. EMACROSS untersucht speziell die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit respiratorischen Erkrankungen – insbesondere akuten Infektionen der Atemwege – die besonders häufig ambulant in Notaufnahmen behandelt werden. Ziel: Beschreibung der im Fokus stehenden Patientengruppe (u.a. hinsichtlich ihrer klinischen, demographischen und psychosozialen Charakteristika sowie hinsichtlich ihrer Motivationen und Erwartungen), Identifikation von Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme von Notaufnahmen und weitergehender Versorgung, Erhebung von Primär- und Sekundärdaten zum Versorgungsprozess. Studienteilnehmer: Patientinnen und Patienten mit respiratorischen Symptomen und Behandlung in einer der teilnehmenden Berliner Notaufnahmen. Studiendesign: Mixed-methods-Ansatz mit a) Primärdatenerhebung mittels quantitativem Fragebogen in einer prospektiven Kohorte (t0: Notaufnahmebehandlung, t1: 3-Monats-follow-up-Befragung), b) qualitativen leitfadengestützten Interviews mit einem Subsample von 15-20 Patientinnen/Patienten sowie Experteninterviews mit 15-20 Hausärztinnen/Hausärzten, c) interdisziplinären Fokusgruppeninterviews mit Leistungserbringern. Ergänzend werden d) Daten des Krankenhausinformationssytems (KIS) und e) Sekundärdaten (Krankenkassendaten) ausgewertet.

Quelle

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