Beschreibung der Studie

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Erfassung neurophysiologischer Kenngrößen der Bewegungssteuerung bei Multiple Sklerose Patienten. Diese umfassen sowohl die neuronale Ansteuerung über das Zentrale Nervensystem, als auch die motorische Ausführung durch die Muskulatur während unterschiedlicher Bewegungsaufgaben. Hintergrund der vorliegenden Untersuchung ist die Evaluation zweier unterschiedlicher Messverfahren der sogenannten Elektromyographie (EMG), mithilfe welcher die Muskelaktivität in unterschiedlichen Bewegungsformen gemessen werden kann. Es werden zwischen dem spannungsbasierte und dem strombasierten Verfahren differenziert. Die Aufzeichnung von Muskelaktivität bei Bewegung gewinnt zunehmend auch in klinischen Settings an Bedeutung, um muskuläre Dysbalancen und Defizite bei neurologisch erkrankten Patienten aufzuzeichnen. Dafür muss jedoch zunächst überprüft werden, ob mithilfe der Methode des spannungsbasierten EMGs neurophysiologische Zielgrößen der Bewegungskontrolle bei neurologisch Erkrankten erfasst werden können. Für die Realisierung der Ziele werden bei Multiple Sklerose-Erkrankten die Muskelaktivierung und Reflexaktivität der unteren Extremitäten bei gleichgewichtsrelevanten und feinmotorischen Aufgaben untersucht. Zur Analyse der funktionellen Auswirkungen werden zudem Zielgrößen der Mobilität, der feinmotorische Genauigkeit und der individuellen Wahrnehmung erfasst. Als Messverfahren werden nicht-invasive biomechanische Verfahren angewandt, welche in den Humanwissenschaften etabliert sind. Zu diesen zählen die Elektromyographie selber als auch Stimulationsverfahren (Periphere Nervstimulation) sowie kinetische Kenngrößen und Fragebogenverfahren. Als sekundäre Zielgröße wird zudem untersucht, ob ebenfalls eine Modulation der Muskelsteuerung über das spannungsbasierte EMG beobachtet werden kann. Dies wird mithilfe einer Methode untersucht, welche bereits nachweislich neuromuskuläre Effekte hervorrufen kann: Durch Ganzkörpervibration können über hochfrequente Schwingungen der Unterstützungsfläche kurzfristig Reflexe ausgelöst werden, welche ein intensives Training ermöglichen. Im Anschluss an Vibration wird hingegen die Reflexaktivität im Vergleich zur Ausgangslage reduziert. Dies könnte eine gesteigerte Kontrolle über willentlichen Bewegungssteuerung ermöglichen. Zusammengefasst wird die Hypothese formuliert, dass mithilfe der spannungsbasierten EMGs muskuläre Besonderheiten der Bewegungskontrolle bei Patienten mit MS erfasst werden können. Zudem wird vermutet, dass eine Modulation durch Vibration mithilfe der EMG aufgenommen werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Aufzeichnung neuromuskulärer Aktivierungsmustern (Dysbalancen) mithilfe spannungsbasierter Elektromyographie. Zielgröße: Muskuläre Aktivierung, Spinale Erregbarkeit. Messverfahren: Spannungsbasiertes EMG in unterschiedlichen Bedingungen der Bewegungskontrolle, Periphere Nervstimulation.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Aenne Speck Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Orthopädisch gesund, diagnostizierte MS mit einem EDSS-Wert zwischen 3.5-6.5

Ausschlusskriterien

  • chronische/ orthopädische Erkrankung, akute Verletzungen des Bewegungsapparates, akute Erkrankungen, Schwangerschaft, Metall im Kopf (außerhalb des Mundes), Herzschrittmacher, neuronale Erkrankungen oder Schädigungen (Epilepsie, Depression, Schlaganfall)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der vorliegenden Studie ist die Evaluation, ob neuromuskuläre und funktionelle Korrelate der Bewegungssteuerung durch spannungsbasierte Elektromyographie (EMG) bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen erfasst werden können. Hierfür wird die zentralnervöse Ansteuerung und die motorische Antwort bei Patienten mit Multipler Sklerose bei variierenden Bewegungs- und Gleichgewichtsaufgaben untersucht. Mittels EMG, Peripherer Nervstimulation und Methoden der Kinetik werden die Muskelantwort ausgewählter Muskelgruppen der unteren Extremität, die spinale Erregbarkeit sowie die Mobilität, feinmotorische Genauigkeit und individuelle Wahrnehmung der Kontrolle aufgezeichnet. Sekundär wird zudem getestet, ob ebenfalls eine Modulation der neuromuskulären Ansteuerung durch die spannungsbasierte EMG erfasst werden kann. Hierfür wird Ganzkörpervibration eingesetzt, welche nachweislich einen Einfluss auf die spinale und supraspinale Bewegungskontrolle hat.

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