Beschreibung der Studie

Das variable Immundefektsyndrom („Common variable immunodeficiency“, CVID) ist eine chronische Erkrankung des Immunsystems. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass Antikörper in nicht ausreichender Menge oder Qualität gebildet werden. Die betroffenen Personen leiden daher häufig unter bakteriellen Infekten der Atemwege wie Lungenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen oder Entzündungen der Bronchien. Auch Infektionen mit Viren (z.B. Herpes) oder Pilzen (z.B. Mundsoor), Durchfallerkrankung und Autoimmunerkrankungen treten auf. Das Krankheitsbild, d.h. die Infektneigung und das Ausmaß der Autoimmunerkrankung ist bei den betroffenen Patienten sehr unterschiedlich. Eine Behandlung des variablen Immundefektsyndroms ist durch die Gabe von Immunglobulinen möglich, hierbei werden Antikörper intravenös oder subkutan verabreicht. Diese Therapie hat sich bei vielen Patienten als wirksam erwiesen, jedoch bei einigen Menschen bleiben die Symptome bestehen. Studien haben gezeigt, dass mit einer höheren Gesundheitskompetenz oftmals ein besserer Gesundheitszustand, eine gesteigerte Lebensqualität sowie eine höhere Lebenserwartung einhergehen. Um die Versorgung von Patienten mit CVID weiter zu verbessern, wurde in der ersten Studienphase eine Patientenschulung zur Förderung der Gesundheitskompetenz entwickelt. In dieser zweiten Studienphase werden die Patientenschulungen durchgeführt. Die Ziele der Schulung sind: 1. Die Patienten sollen Wissen über krankheitsbezogene aktive Kommunikation mit dem Behandler und am Arbeitsplatz erwerben. 2. Die Kommunikationsfertigkeiten der Patienten sollen in zwei wesentlichen Bereichen durch Übungen gestärkt werden: a) im Gespräch mit dem Behandler, b) im Arbeitsumfeld mit Kollegen und Vorgesetzten.

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Studiendetails

Studienziel Evaluation der Wirksamkeit der in der ersten Studienphase entwickelten Patientenschulung. Primärer Endpunkt ist die Veränderung der Gesundheitskompetenz zwischen Baseline (Messzeitpunkt 1) und nach vier Monaten (Messzeitpunkt 2) die mittels Patientenfragebögen erhoben wird.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit der Diagnose CVID, die seit dem 1.1.2012 im Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) in Freiburg behandelt werden/
  • Patienteneinverständniserklärung/
  • Teilnahme an der ersten Studienphase WoHL-CVID I

Ausschlusskriterien

  • Patient mit sehr hoher Krankheitslast und kurzer Lebenserwartung oder einem dauerhaft sehr schlechten Allgemeinzustand und bestehendem Pflegebedarf/
  • keine ausreichenden Kenntnisse der Deutschen Sprache in Wort und Schrift/ starke kognitive Einschränkungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Variable Immmundefektsyndrom (CVID) ist die bei Erwachsenen am häufigsten auftretende primäre Immunerkrankung. Aufgrund einer eingeschränkten Antikörperproduktion geht CVID mit rezidivirenden Infektionen der oberen und unteren Atemwege einher und kann zu einer Einschränkung der Lungenfunktion, Autoimmunerkrankungen, Granulomen und Krebs führen. Durch Immunglobulinersatztherapie zeigt sich bei vielen Patienten eine deutliche Besserung der Symptomatik. Eine vermehrte virale Infektanfälligkeit bleibt jedoch häufig bestehen. Die Anzahl von Infekten, Krankenhausaufenthalten oder krankheitsbedingten Fehltagen ist bei Patienten mit CVID erhöht und ihre Lebensqualität ist im Durchschnittschnitt geringer als die von gesunden Personen. Studien haben gezeigt, dass mit einer höheren Gesundheitskompetenz oftmals ein besserer Gesundheitszustand, eine gesteigerte Lebensqualität sowie eine höhere Lebenserwartung einhergehen. Um die Versorgung von Patienten mit CVID weiter zu verbessern, wurde in der ersten Studienphase eine Patientenschulung zur Förderung der Gesundheitskompetenz erstellt. In dieser zweiten Studienphase werden die Patientenschulungen durchgeführt. Die Ziele der Schulung sind: 1. Die Patienten sollen Wissen über krankheitsbezogene aktive Kommunikation mit dem Behandler und am Arbeitsplatz erwerben. 2. Die Kommunikationsfertigkeiten der Patienten sollen in zwei wesentlichen Bereichen durch Übungen gestärkt werden: a) im Gespräch mit dem Behandler, b) im Arbeitsumfeld mit Kollegen und Vorgesetzten. In der zweiten Studienphase wird das entwickelte Schulungsprogramm wissenschaftlich evaluiert, um die Wirksamkeit der Intervention zu überprüfen. Dazu nehmen ca. 50 Patienten mit CVID an einer 2,5-stündigen Schulung teil und beantworten jeweils vor der Schulung und an zwei Terminen nach der Intervention einen Fragebogen. Erhoben werden Fragen zur Zufriedenheit mit der Intervention, Lebensqualität, Gesundheitskompetenz, Arbeitsfähigkeit sowie Anzahl und Schweregrad erlebter Infekte. Eine Kontrollgruppe, die kein Training erhält, wird ebenfalls hinsichtlich ihrer Lebensqualität, Gesundheitskompetenz, Arbeitsfähigkeit und Infekte befragt.

Quelle

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