Beschreibung der Studie

Menschen zeigen große Unterschiede in ihrem Zahnputzverhalten sowohl in Dauer und Technik als auch in Systematik und Wechslefrequenz zwischen verschiedenen Arealen in der Mundhöhle. Das kann mit prophylaktischen Maßnahmen und der Mundhygieneerziehung in der Kindheit zu tun haben, aber auch mit Erfahrungen mit Zahnärzten, mit der Bedeutung, die Personen ihren Zähnen oder auch ihrem Körper grundsätzlich geben sowie mit der eigenen Persönlichkeit bzw. Temperament. In der geplanten Studie soll untersucht werden, wovon das Zahnputzverhalten abhängt. Dazu werden Probanden bei Ihrer habituellen Mundhygiene gefilmt, die Filme werden mit einer speziellen Software ausgewertet und diese Ergebnisse werden ins Verhältnis gesetzt unter anderem zur Persönlichkeitsstruktur, Zahnarzterfahrung oder zum eigenen Körperbild. Persönlichkeitsstruktur, Zahnarzterfahrung, Körperbild und weitere Informationen, wie demographische Daten oder Kenntnis über eigene Putzgewohnheiten, werden mit Fragebögen erfasst. Zudem wird die Effektivität der Zahnputzmaßnahmen anhand des Plaquelevels auf den Zähnen bewertet und ebenfalls ins Verhältnis zur Putzgewohnheit etc. gesetzt. Die Resultate der Studie sollen helfen, Menschen in Hinblick auf ihr Putzverhalten besser zu verstehen und besser anleiten zu können.

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Studiendetails

Studienziel Das primäre Studienziel ist es die individuellen Zahnputzgewohnheiten (effektive Putzdauer, Wechselfrequenz, Toothbrushing Systematics Index-Werte [TSI]) mit den Ergebnissen der Fragebögen zu korrelieren. Folgende Fragebögen werden verwendet: Soziodemographische Daten (entsprechend der Deutschen Mundgesundheitsstudie V); Mundhygieneerziehung und -gewohnheiten (Selbsteinschätzung, entsprechend der Deutschen Mundgesundheitsstudie V); Beziehung zur eigenen Mundhygiene und zur eigenen Mundhöhle; Zahnarzterfahrung; Zahnbezogene Selbstwirksamkeit; Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (SWE, Deutsche Version); Zahnarztangst (Dental Anxiety Scale, Deutsche Version); NEO Fünf-Faktoren-Inventar (NEO FFI, Deutsche Version; Persönlichkeitsstruktur); Dresdner Körperbildfragebogen (DKB-35, Deutsche Version); Prime MD Patient Health Questionnaire (PHQ, Deutsche Version PHQ-D, Fragen zu depressiven Symptomen und zu unspezifischen Symptomen der Angst)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 170
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Stiftungsprofessur für Kariesforschung Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Department f. Zahn-, Mund- u. KieferheilkundeUniversitätsklinikum Freiburg

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Volljährigkeit, schriftliche Einverständnis (informed written consent); ausreichende Deutschkenntnisse; Studenten der Universität Freiburg; keinen fachlichen Bezug zur Zahnmedizin oder Psychologie, Vollständige Bezahnung (inklusive festsitzender prothetischer Versorgungen), geschlossene Zahnreihe (Extraktionen nur im Rahmen von kieferorthopädischen Behandlungen), Routinegebrauch einer manuellen Zahnbürste

Ausschlusskriterien

  • Festsitzende kieferorthopädische Apparaturen, herausnehmbarer Zahnersatz, geistige oder körperliche Behinderung mit einem potentialen Einfluss auf die Mundhygiene, Routinegebrauch einer elektrischen Zahnbürste

Adressen und Kontakt

Department für ZMK, Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: Maxi Müller

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Häufig gestellte Fragen

Das Studienziel ist es habituelles Zähneputzen bei Studierenden der Universität in Freiburg ohne Bezug zur Zahnmedizin oder Psychologie anhand von Videos zu beurteilen. Die Ergebnisse der Videobeurteilung soll zur Mundhygiene, zur verschiedenen Fragebögen zur Persönlichkeit, zum Körpererleben, und vorherigen Erfahrungen mit Zahnärzten und dem Wissen über Mundhygiene ins Verhältnis gesetzt werden. Es sollen die derzeitigen Verhältnisse ermittelt werden und auf der Basis dieser Ergebnisse neue Hypothesen für weitere Studien entwickelt werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien