Beschreibung der Studie

Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, ob ein Therapietagebuch die Motivation von Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen die ambulante Nachsorge regulär zu beenden steigert.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Zielkriterium ist die Motivation zur regulären Beendigung der ambulanten Nachsorge wird zu Beginn (T0) und Ende (T1) der Nachsorge mittels standardisierter Fragebögen gemessen. Die Teilnahmemotivation wird mit Hilfe eines Fragebogens erhoben (Beginn der Nachsorge (T0) sowie sechs Monate nach Beginn der Nachsorge (T1)). In der Interventionsgruppe wird zusätzlich der Einfluss eines Therapietagebuches auf die Steigerung der Motivation zur regulären Beendigung der ambulanten Nachsorge untersucht. Der Fragebogen T0 enthält folgende Skalen: Aus dem Fragebogen zur sozialen Unterstützung (F-SozU) die Skalen Emotionale Unterstützung (EU, 16 Items) und Soziale Integration (SI, 13 Items), die Symptom-Checkliste (SCL-90, 90 Items) sowie 7 Items zur Soziodemographie. Weiterhin fragen 13 Items in einer selbstentwickelten Skala die Erwarung an die ambulante Nachsorge und rehabezogene Parameter ab. Der Fragebogen T1 enthält folgende Skalen: Aus dem Fragebogen zur sozialen Unterstützung (F-SozU) die Skalen Emotionale Unterstützung (EU, 16 Items) und Soziale Integration (SI, 13 Items), die Symptom-Checkliste (SCL-90, 90 Items) sowie 7 Items zur Soziodemographie. Eine selbstentwickelte Skala (27 Items) erfasst die Erfahrungen mit der ambulanten Nachsorge.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-65 Jahre (nicht berentet); Diagnose: psychische und Verhaltensstörung (ICD F00-F99); abgeschlossene stationäre Reha-Behandlung und Bewilligung/Überweisung zur ambulanten Nachsorge

Ausschlusskriterien

  • keine ausreichenden Deutschkenntnisse; akute psychiatrische, dementielle oder akute Erkrankung mit vordringlichem medizinischem Handlungsbedarf, der eine Rehabilitation auf-schiebt oder ihr entgegensteht; Patienten, deren Nachsorgebeginn bereits vor Erhebungsbeginn liegt, werden nicht in die Studie eingeschlossen

Adressen und Kontakt

14 Nachsorgeeinrichtungen der Deutschen Rentenversicherung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Städte in Mitteldeutschland

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Häufig gestellte Fragen

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FRAGESTELLUNG: Im Rahmen der Studie soll folgende Frage beantwortet werden: Führt die geplante Intervention in Form eines Therapietagebuches zu einer Verbesserung des Nachsorge-Nutzungsverhaltens (Erhöhung des Anteils von Patienten mit regulärer Beendigung) bei Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen im Vergleich zu bisherigen Nachsorge-Angeboten? HINTERGRUND: Nach der Rehabilitation bei muskuloskelettalen Erkrankungen bildet die psychosomatische Rehabilitation den größten Anteil an allen Rehabilitationsbehandlungen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern in der psychosomatischen Rehabilitation zählen insbesondere Depressionen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Essstörungen und Zwangsstörungen. Affektive Störungen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Das Risiko, im Lebensverlauf beispielsweise an einer Depression zu erkranken, wird für Erwachsene auf über 20% geschätzt. Studien weisen zudem darauf hin, dass das Erkrankungsrisiko in den vergangenen Jahrzehnten stetig angestiegen ist. Aufgrund ihres häufig rezidivierenden und oft über Jahre persistierenden Verlaufs gehen psychosomatische Krankheitsbilder mit einem erhöhten Risiko für einen dauerhaften Verlust der Erwerbsfähigkeit einher. Patienten, die eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme nach einer stationären Behandlung in Anspruch nehmen, erwiesen sich in der Regel als motivierter und sehen sich weiter von einer Berentung entfernt als Patienten, die keine Nachsorge erhalten haben. In Bezug auf die Therapieerfolge zeigten verschiedene Studien, dass die Reduktion der Arbeitsunfähigkeitstage, die bereits durch die vorangegangene stationäre Rehabilitationsmaßnahme erreicht werden konnte, durch Teilnahme an der ambulanten psychosomatischen Nachsorge noch gesteigert werden konnte. Wie aus den Ergebnissen einer Voruntersuchung hervorgeht, finden sich allerdings Hinweise auf ein unbefriedigendes Nutzungsverhalten bzgl. der Inanspruchnahme rehabilitativer Nachsorgeleistungen durch Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen. Der vorzeitige Abbruch der ambulanten Nachsorge durch den Rehabilitanden stellt eine erhebliche Gefährdung der erreichten Behandlungsziele dar. Beispielsweise stoßen entsprechende Patienten im Anschluss an die stationäre psychosomatische Rehabilitation besonders häufig auf Barrieren bei dem Versuch, ihre Lernerfahrungen aus dem stationären Bereich in den Alltag zu übertragen. Vor dem Hintergrund dieser hohen Abbruchraten lassen sich auch strukturelle Probleme vermuten, die eine Evaluation der Versorgungslage als notwendig erscheinen lassen. STUDIENDESIGN: Die Studie ist als kontrollierte, randomisierte Interventionsstudie mit Doppelverblindung konzipiert, bei welcher das Nachsorge-Nutzungsvershalten von Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen (ICD 10: F00-99) für die Dauer einer ambulanten Nachsorge nach dem Konzept „IRENA“ untersucht werden soll. Hierfür kommt in der Interventionsgruppe ein Instrument (Therapietagebuch) zum Einsatz mit dessen Hilfe die Teilnahmemotivation der Patienten verbessert werden soll, um so die Anzahl der regulären Beendigungen der Rehabilitationsmaßnahme zu erhöhen. METHODE: Patienten, die die Einschlusskriterien erfüllen, sollen über die Nachsorgeeinrichtungen (Gruppentherapeut) rekrutiert werden. Teilnehmende Patienten erhalten zu Beginn der ambulanten Nachsorge einen Studienordner mit allen Unterlagen. Zu Beginn der Nachsorge soll der Fragebogen T0 ausgefüllt werden. Patienten der Interventionsgruppe erhalten zudem ein Therapietagebuch, welches über die gesamte Dauer der ambulanten Nachsorge (ca. 6 Monate) durch den Patienten zu bearbeiten ist. Zum Ende der Nachsorge werden alle Patienten gebeten den Fragebogen T1 auszufüllen. Dieser enthält neben Fragen zu soziodemographischen und sozialmedizinischen Angaben auch Fragen zum psychischen Gesundheitszustand sowie Fragen zu Erwartungen und der wahrgenommenen Wirkung der ambulanten Nachsorge. DATENQUELLEN: Die Erhebung der primären und sekundären Zielkriterien erfolgt durch schriftliche Patientenbefragungen zu Beginn der Nachsorge (T0) sowie 6 Monate nach Beginn der Nachsorge (T1). Die Patienten der Interventionsgruppe erhalten zudem ein Therapietagebuch, welches über die gesamte Zeit der ambulanten Nachsorge von den Patienten bearbeitet wird.

Quelle

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