Beschreibung der Studie

Dieses Forschungsprojekt untersucht zum einen den akuten Effekt nach einer einmaligen manuellen Sprunggelenksmobilisationen auf die Muskelaktivierung der Unterschenkelmuskulatur und das Gleichgewicht bei PatientenInnen mit chronisch instabilen Sprunggelenken. Hierbei werden die StudienteilnehmerInnen zufällig in eine Therapiegruppe (Mobilisation Sprunggelenk) und Kontrollgruppe (keine Therapie) eingeteilt.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Aktivierung des M. peroneus longus bei der Landung aus einem Einbeinigen-Tiefsprung-Assessment (One-leg-drop-jump) vor und nach einer Mobilisationseinheit des Fusses. Die Messung wird mit dem EMG-Gerät NORAXON TeleMyo 2400T G2 und Einweg-Elektroden Ambu® Blue-Sensor durchgeführt.
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2 bis 3
Zahl teilnehmender Patienten 142
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Disziplin Physiotherapie

Ihr ganz persönlicher Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Personen mit chronisch instabilem Sprunggelenk im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, 1. Verletzung (Distorsionstrauma) ≥1 Jahr her, Identification of functional instability (IdFAI) ≥ 11 Punkte, Frage 5 und 6 des IdFAI werden nicht mit „never“ beantwortet und sind im Sinne der Untersuchung belastbar.

Ausschlusskriterien

  • Verletzungen an der unteren Extremität in den letzten 3 Monaten, durch welche körperliche Aktivität für mehr als 1 Tag nicht möglich war, Operationen an der betroffenen unteren Extremität in den letzten 12 Monaten, Operationen am betroffenen Sprunggelenk, neurologische oder peripher vaskuläre Krankheitsbilder, Medikamente mit Einfluss auf das Gleichgewicht, therapeutische Behandlung an der unteren Extremität und Rücken (z.B. Physiotherapie oder Osteopathie) während der Dauer der Studie, akute Infekte, Fieber.

Adressen und Kontakt

Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Disziplin Physiotherapie, Bern

Ansprechpartner: Dr. Slavko Rogan

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

In der Kapsel und den Ligamenten befinden sich Mechanorezeptoren (Golgi- Sehnen Organe, Ruffini- und Vater- Pacini- Körperchen) sowie freie Nervenendigungen. Diese haben unterschiedliche somatosensorische Aufgaben im Bereich der afferenten Informationsleitung der Gelenksstellung zum ZNS. Werden diese durch eine Verletzung, beispielsweise bei einer Distorsion des Sprunggelenkes, in ihrer Funktion beeinträchtigt, kann davon ausgegangen werden, dass der Regelkreis zwischen Afferenz und Efferenz nicht mehr korrekt funktioniert. Was zu einer veränderten Propriozeption und posturalen Kontrolle führen kann (Hertel, 2002; Hubbard & Hertel, 2006; McCriskin et al., 2015). Hopkins (2009) konnte zeigen, dass Patienten mit CAI eine grössere Latenzzeit des M. peroneus longus während dem Gehen und veränderte Aktivierungsmuster bei einem Sprung aufweisen (Delahunt et al., 2006; Hopkins et al., 2009; Rosen et al., 2013). Zudem werden Defizite in der Sensomotorik und posturalen Kontrolle bei Patienten mit CAI beschrieben (Munn et al., 2010; Steib & Pfeifer, 2015). Passive Mobilisation und Manipulation des Sprunggelenks verbessert die Beweglichkeit im Sprunggelenk (Loudon, Reiman, & Sylvain, 2014; Marron-Gomez, Rodriguez-Fernandez, & Martin-Urrialde, 2015). Es kann auch davon ausgegangen werden, dass durch eine Mobilisation die Mechanorezeptoren der Kapsel beeinflusst werden (Baeske, 2016). Ausgehend vom oben Beschriebenen soll der akute Effekt einer einmaligen manuellen Sprunggelenksmobilisation auf die Muskelaktivierung der Beinmuskulatur und die posturale Kontrolle bei Patienten mit chronisch instabilen Sprunggelenken gemessen werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien