Beschreibung der Studie

Ältere Patienten erleiden häufig Brüche des Hüftgelenkes. Diese Verletzungen sind mit einer hohen Sterblichkeit verbunden, aber objektive Werkzeuge, um den Erholungsprozess nach Operationen zu beobachten, fehlen. Die physische Aktivität eines Patienten, also wieviel er sich bewegt, ist ein Schlüsselelement der Erholung nach Operationen. Wir vermuten, dass man käufliche Aktivitätstracker benutzen kann, um die frühe postoperative Mobilisierung zuverlässig zu überwachen. Das bedeutet, dieses einfache Werkzeug kann eventuell das fehlende Instrument darstellen, was man für eine Überwachung des Patienten benutzen kann. Die vom Patienten getanen Schritte werden unter Verwendung von tragbaren Trackern aufgezeichnet und in Verbindung mit Faktoren analysiert, welche den Allgemeinzustand des Patienten charakterisieren. Außerdem werden auch Blutwerte einbezogen. Minutenweise ausgewertete Aktivitätsdaten bilden die Grundlage für die Entwicklung von Indikatoren für bestimmte Aktivitätsgrade, was einer Art Ampelszstem entspricht. Diese können persönliche Behandlungsanforderungen signalisieren und ermöglichen die Zuordnung von Behandlungsressourcen bspw. im Bereich der Physiotherapie. Diese Daten ermöglichen weiterhin eine Untergruppenanalyse von Patienten mit Oberschenkelhalsfrakturen, wobei zwei verschiedene standardisierte Behandlungsmethoden in zwei verschiedenen Zentren verglichen werden (Dänemark und Deutschland). Der standardisierte Gebrauch von Trackern kann künftig Teil einer individualisierten Behandlung sein und ein Sicherheitsmerkmal zur Behandlung hinzufügen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Aktive Zeit in Prozent gemessen mit einem Aktivitätstracker und einem der Patientenpopulation angepassten Schwellenwert. Erhoben wird an zwei Zeitpunkten: Tag 2+/-1 und Tag 8+/-3 postoperativ.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 126
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle University Hospital Odense
Weitere Informationen Studienwebseite

Ihr ganz persönlicher Oberschenkelbruch-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit proximalen Femurfrakturen AO 31/32, Patienten mit Frakturen der oberen Extremität (AO 11, 12, 13, 21, 22 und 23), Alter ≥ 65 Jahre, Verständnis für Deutsch oder Dänisch, Einverständnis

Ausschlusskriterien

  • Offene Frakturen, Polytrauma, bekannte Kolonisierung mit multiresistenten Bakterien, preoperative nicht mobilisierbarer Patient, Wundinfektion, sekundäre Wundrevision aus anderen Gründen

Adressen und Kontakt

Department of Orthopaedics and Traumatology, Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: *** ***

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Ältere Patienten erleiden häufig proximale Oberschenkelfrakturen. Diese Verletzungen sind mit einer hohen Mortalität verbunden, aber objektive Werkzeuge, um den Erholungsprozess zu beobachten, fehlen. Die physische Aktivität eines Patienten ist ein Schlüsselelement der postoperativen Phase. Unsere Hypothese ist, dass man Aktivitätstrackern die frühe postoperative Mobilisierung zuverlässig überwachen kann und diese damit das fehlende Instrument darstellen. Die vom Patienten getanen Schritte werden unter Verwendung von tragbaren Trackern aufgezeichnet und in Verbindung mit Faktoren analysiert, welche den Allgemeinzustand und die Epidemiologie des Patienten charakterisieren. Außerdem werden auch biochemische Parameter einbezogen. Minutenweise ausgewertete Aktivitätsdaten bilden die Grundlage für die Entwicklung von Indikatoren für bestimmte Aktivitätsgrade. Diese können persönliche Behandlungsanforderungen signalisieren und ermöglichen das Allokieren von Behandlungsressourcen bspw. im Bereich der Physiotherapie. Diese Daten ermöglichen weiterhin eine Untergruppenanalyse von Patienten mit Oberschenkelhalsfrakturen, wobei zwei verschiedene standardisierte Behandlungsmethoden in zwei verschiedenen Zentren verglichen werden (Dänemark und Deutschland). Der standardisierte Gebrauch von Trackern kann künftig Teil einer individualisierten Behandlungskoordination sein und ein Sicherheitsmerkmal zur Behandlung hinzufügen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien