Beschreibung der Studie

Die heutige Ernährung kann durch einen zu hohen Konsum an tierischen Lebensmitteln, bei einem gleichzeitig geringen Konsum an Obst und Gemüse, zu einer nahrungsinduzierten, erhöhten Säurelast (Azidose) führen. Längerfristig konnte eine erhöhte Säurelast mit negativen gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht werden. Interessanterweise wird zur Gewährleistung einer adäquaten Basenzufuhr nicht nur der Verzehr von Obst und Gemüse empfohlen, sondern auch der Konsum von geeigneten Getränken. Neben Fruchtsäften können auch Mineralwässer mit einem hohen Gehalt an Bikarbonat zu einer basischen Ernährung beitragen und sogar einen Vorteil für die Knochengesundheit erbringen. Das Ziel dieser Studie ist, die Auswirkung verschiedener Mineralwässer mit unterschiedlich hohem Bikarbonatgehalt auf den Säure-Basen-Haushalt und den Knochenstoffwechsel zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Renale Nettosäueausscheidung(NEA) analytisch ermittelt auf Basis der titrierbaren Säure (TA), des Ammoniums (NH4+) und Biokarbonats (HCO3-) im Urin (NEA = TA + NH4+ – HCO3-) zu Beginn und Ende der Intervention
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Gesellschaft der Freunde und Förderer der deutschen Mineralbrunnenindustrie e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunde, einwilligungsfähige Männer und Frauen
  • Alter: 18-75 Jahre
  • Mischköstler
  • BMI 18,5-32 kg/m2
  • Fähigkeit und Bereitschaft der Studienteilnehmer den Anweisungen des Arztes zu folgen
  • schriftliche Einwilligung der Probanden nach ausführlicher mündlicher und schriftlicher Aufklärung über Studieninhalte, -anforderungen und -risiken

Ausschlusskriterien

  • Allergie / Überempfindlichkeit gegen eines der verabreichten Prüfprodukte
  • Personen, die alternative Ernährungsformen praktizieren (z. B. Vegetarismus, Veganismus, Steinzeiternährung, Trennkost)
  • Medikamente mit Einfluss auf den Calcium- und Knochenstoffwechsel (Diuretika, Corticosteroide, Antikonvulsiva, Bisphosphonate)
  • Einnahme von speziellen Calcium- und Magnesium-Nährstoffpräparaten
  • diagnostizierte und behandelte Osteoporose
  • Einnahme von Isoflavonpräparaten
  • Hormonersatztherapie 6 Monate vor Studienbeginn und während der Intervention
  • schwere chronische Erkrankungen (Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schilddrüsenerkrankungen)
  • Personen mit Harnsteinen bzw. Einnahme von harnansäuernden Medikamenten
  • diagnostizierte Blutgerinnungsstörungen sowie Einnahme gerinnungshemmender Medikamente z.B. Marcumar
  • chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Pankreasinsuffizienz)
  • regelmäßige Einnahme von Laxantien
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Alkohol-, Drogen- und/oder Medikamentenabhängigkeit
  • nicht einwilligungsfähige Probanden
  • Verweigerung bzw. Rücknahme der Einwilligung durch den Probanden
  • gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie bzw. Teilnahme innerhalb der vergangenen 30 Tage
  • geplante Operation in den nächsten 3 Monaten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Eine nahrungsinduzierte erhöhte Säurelast wird langfristig mit negativen, gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht. So führt die „latente Azidose“ nicht nur zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Harnsteine, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel. Schon eine leichte metabolische Azidose stellt einen starken Stimulus für die Aktivierung von Osteoklasten, dessen Hauptaufgabe die Resorption von Knochensubstanz ist, dar. Im Gegenzug konnte gezeigt werden, dass ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt die Osteoklastenaktivität vermindert. Dies unterstreicht die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr an basischen Komponenten für den Knochenstoffwechsel. Im Rahmen der geplanten Studie soll der Einfluss bikarbonatreicher Mineralwasser auf den Säure-Basen-Status bei Beibehaltung der üblichen Ernährungsweise mittels NEA (renale Nettosäureausscheidung) und PRAL (Potentielle Renale Säurelast) untersucht werden. Gleichzeitig soll überprüft werden, welche Effekte der Konsum der Mineralwässer auf den Knochenstoffwechsel hat.

Quelle

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