Beschreibung der Studie

Bei unserer Studie kann man lernen, seine Gehirnaktivität gezielt zu verändern. Dazu messen wir Ihre Gehirnaktivität kontinuierlich und zeigen Sie Ihnen an. So sehen Sie, wie das, was Sie denken und fühlen, Ihr Gehirn beeinflusst – und können umgekehrt lernen, Ihr Gehirn zu beeinflussen, indem Sie gezielt an Dinge denken, die Ihre Gehirnaktivität auf positive Weise verändern. In dieser Studie konzentrieren wir uns dabei besonders auf die Aktivität präfrontaler Regionen, da diese Gehirnregionen besonders relevant sind für die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen und empfinden. Mit unserer Studie wollen wir untersuchen, inwieweit fMRT-basiertes Neurofeedback die Behandlung depressiver Störungen ergänzen kann. Eine solche therapeutische Nutzung von fMRT-Neurofeedback könnte helfen, die Behandlung depressiver Störungen zu verbessern, die einen großen und stark wachsenden Anteil der psychischen Störungen ausmachen. In unserer Studie möchten wir 24 Patienten testen, die von depressiven Störungen betroffen sind, falls möglich aus dem gesamten Altersspektrum von 18 bis 60 Jahren und ebenso viele Männer wie Frauen.

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Studiendetails

Studienziel statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppenmedianen von Experimental- und Kontrollgruppe in der Allgemeinen Depressions-Skala (ADS) und dem Veränderungsfragebogen zum Entspannungserleben und Befinden - Psychotherapie (VFE-PT) - diese psychologischen Fragebögen werden einmal vor der ersten fMRT-Neurofeedback-Sitzung durchgeführt (Pretest) und einmal nach der letzten fMRT-Neurofeedback-Sitzung (Posttest), um in einem Vorher-Nachher-Vergleich den Trainingseffekt zu erfassen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorhandensein einer mittelgradigen oder leichten unipolaren Depression; fließende Beherrschung der deutschen Sprache

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen gegen MRT-Untersuchungen; nicht vorhandene oder eingeschränkte Zustimmungsfähigkeit; neurologische Erkrankungen; akute Suizidalität; akute somatische Erkrankungen; Farbenblindheit

Adressen und Kontakt

Alexianerklinik und Uniklinik, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Mit fMRT-basiertem Neurofeedback können Probanden lernen, die Aktivierung ihrer Gehirnareale gezielt zu beeinflussen. Bei fMRT-basiertem Neurofeedback wird die Aktivierung einzelner Gehirnareale mit Magnetresonanztomographie gemessen und in Echtzeit für die Probanden visualisiert. Diese direkte Rückmeldung der eigenen Gehirnaktivität bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Da sich sowohl kognitive Funktionen als auch emotionale Kontrolle verbessern lassen, hilft fMRT-basiertes Neurofeedback nicht nur in Forschung und Lehre, sondern wahrscheinlich auch bei der Behandlung psychischer Erkrankungen. In diesem Projekt wollen wir untersuchen, inwieweit fMRT-basiertes Neurofeedback für die Behandlung depressiver Störungen nutzbar ist. Mit einer Lebenszeitinzidenz von circa 20 Prozent machen depressive Störungen einen Großteil der psychischen Erkrankungen aus. Und obwohl es mittlerweile weit entwickelte Antidepressiva und Psychotherapien gibt, sind sie mit den bislang verfügbaren Methoden oft nicht vollständig behandelbar. Bei depressiven Störungen zeigen sich auf neuronaler Ebene mehrere Auffälligkeiten: Unter anderem gibt es eine Dysbalance in den Aktivierungen des präfrontalen Cortex, einer Hirnregion, die für exekutive Kontrolle, Arbeitsgedächtnis und Entscheidungsfindung zuständig ist. Während der linke präfrontale Cortex meist zu schwach aktiviert ist, ist der rechte oft zu stark aktiviert. In dieser Studie wollen wir daher versuchen, die Balance wiederherzustellen und messen, inwieweit sich die depressiven Symptome dadurch verringern. Außerdem zeigt sich bei depressiven Patienten oft eine Hyperkonnektivität, ein Überschuss an Verbindungen innerhalb und zwischen Hirnregionen. Da bisherige Studien gezeigt haben, dass sich durch fMRT-basiertes Neurofeedback nicht nur die Aktivierung einzelner Hirnregionen, sondern auch die Konnektivität zwischen Gehirnstrukturen beeinflussen lässt, wollen wir auch beobachten, ob sich durch das Neurofeedbacktraining die Hyperkonnektivität reduziert.

Quelle

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