Beschreibung der Studie

Langkettige omega-3 Fettsäuren zeigen zahlreiche gesundheitsförderliche Effekte. Die molekularen Mechanismen der Effekte dieser Fettsäuren sind nur ansatzweise bekannt. Viele der Wirkungen gehen auf oxidierte Metaboliten der Fettsäuren, sogenannte Oxylipine, zurück. In der vorliegenden Studie soll an gesunden männlichen Probanden untersucht werden, welche Veränderungen im Fettsäure- und Oxylipinprofil durch einmalige Gabe verschiedener omega-3-fettsäurereicher Prüfprodukte entstehen.

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Studiendetails

Studienziel EPA- und DHA-Oxylipine im Plasma zum Basiszeitpunkt und zu 7 Zeitpunkten (2, 4, 6, 8, 24, 48 und 72 Stunden) nach Verzehr des Prüfprodukts). EPA-Metaboliten: Resolvin E1, PGE3, PGD3, 5‐HEPE, 8‐HEPE, 12‐HEPE, 15‐HEPE, 8(9)‐EpETE, 11(12)‐EpETE, 14(15)‐EpETE, 17(18)‐EpETE, 5,6‐DiHETE, 5,15‐DiHETE, 8,9‐DiHETE, 8,15‐DiHETE, 11,12‐DiHETE, 14,15‐DiHETE, 17,18‐DiHETE DHA-Metaboliten: 10(11)‐EpDPE, 13(14)‐EpDPE, 16(17)‐EpDPE, 19(20)‐EpDPE, 4,5‐DiHDPE, 7,8‐DiHDPE, 10,11‐DiHDPE, 13,14‐DiHDPE, 16,17‐DiHDPE, 19,20‐DiHDPE
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nichtraucher; seit mind. 5 Jahren Mischköstler mit moderatem Fleischverzehr (2x pro Woche) sowie niedrigem Fischverzehr (max. 1x pro Woche); schriftliche Einwilligung der Probanden nach ausführlicher mündlicher und schriftlicher Aufklärung über die Studieninhalte, -anforderungen und Risiken; Fähigkeit und Bereitschaft der Studienteilnehmer, den Anweisungen des Prüfarztes zu folgen (Einhalten der Studienbedingungen, Einnahme der Prüfprodukte entsprechend der Dosierungsempfehlung, etc.)

Ausschlusskriterien

  • schwere chronische Erkrankungen (manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs); insulinpflichtige Personen mit Diabetes mellitus Typ I und II; schwerwiegende Nieren- bzw. Leberinsuffizienz, Lebererkrankungen, chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (speziell Dünndarm, Leber, Pankreas) sowie Zustand nach operativen Eingriffen am Gastrointestinaltrakt; z.B. Gastrektomie, Sprue, Enterokolitis, chronische Pankreatitis, Cholestase, Kurzdarmsyndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankungen; nicht: Blinddarm, Gallenstein-Operation; operative Eingriffe zur Magenverkleinerung, Magenband, Magenballon; bekannte endokrine und immunologische Erkrankungen; Unmittelbare Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs; gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie bzw. Teilnahme innerhalb der vergangenen 30 Tage; Nicht einwilligungsfähige Probanden; Verweigerung bzw. Rücknahme der Einwilligung durch den Probanden; Einnahme von Präparaten, die LC n-3 PUFA, Phytosterole, Polyglucosamin (Chitosan), Vitamin E oder sonstige lipidsenkende Inhaltsstoffe enthalten; Triglycerid(TG)-Spiegel ≥ 150 mg/dl (≥ 1,7 mmol/l); Gesamtcholesterin (TC)-Spiegel ≥ 200 mg/dl (≥ 5,2 mmol/l); Body-Mass-Index (BMI): ≤ 20 kg/m2 sowie ≥ 27 kg/m2; Relativer AA-Gehalt in Erythrozytenmembranen: 15±3 %; Relativer EPA/DHA-Gehalt in Erythrozytenmembranen (Omega-3 Index): 6±2 %; Leberenzyme: Aspartat-Aminotransferase (AST) (>50 U/L), Alanin-Aminotransferase (ALT) (>50 U/L), ᵧ-Glutamyltransferase (GGT) (>60 U/L); hormonelle Störungen, beispielsweise Hyperthyreose und Morbus Cushing; regelmäßige Einnahme von Laxantien; regelmäßige Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR), z.B. Ibuprofen, ASS, Flurbiprofen, Diclofenac; chronische Einnahme von Corticosteroiden (ausgenommen inhalativ), Psychopharmaka; Behandlung mit Lipidsenkern (z.B. Statine, Fibrate, Gallensäureaustauscherharze, Ezetimibe) in den letzten drei Monaten; diagnostizierte Blutgerinnungsstörungen; Einnahme von Antikoagulanzien (gerinnungshemmende Medikamente), z.B. Phenprocoumon und Plättchenaggregationshemmer, z.B. ASS; Alkohol-, Drogen- und/oder Medikamentenabusus

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Langkettige omega-3 Fettsäuren (LC n-3 PUFA) zeigen zahlreiche gesundheitsförderliche Effekte. Die molekularen Mechanismen dieser Wirkungen sind allerdings nur ansatzweise bekannt. Es hat sich gezeigt, dass viele physiologische Wirkungen der LC n-3 PUFA auf ihre oxidierten Metaboliten (Oxylipine) zurückgehen, die als Lipidmediatoren in eine Vielzahl von biologischen Prozessen wie Inflammation, Schmerz und Blutgerinnung involviert sind. Neben der Bildung durch nicht-enzymatische Autoxidation entstehen Oxylipine in Abhängigkeit vom Substrat vor allem durch enzymatische Konversion. LC n-3 PUFA wie EPA konkurrieren mit der n-6-PUFA Arachidonsäure (AA) um dieselben Enzyme zur Bildung von Oxylipinen, wodurch LC n-3 PUFA beispielsweise die Immunantwort und Entzündungsreaktion modulieren. Zum einen wird die Bildung von proinflammatorisch wirksamen AA-Oxylipinen gehemmt, zum anderen sind einige EPA- und DHA-Oxylipine direkt antiinflammatorisch wirksam. In der umfangreichen Gruppe der Oxylipine, die mehrere tausend Metaboliten umfasst, gilt die Familie der hydroxy-, epoxy- und dihydroxy-Fettsäuren als wenig erforscht. Daher sollen Untersuchungen zum kurzfristigen Metabolismus (über 72 Stunden) von LC PUFA zu Oxylipinen – speziell hydroxy-, epoxy- und dihydroxy-Fettsäuren (FA) – mittels einmaliger Gabe verschiedener n-3-fettsäurereicher Öle bei stoffwechselgesunden Probanden durchgeführt werden. Ein Fokus liegt dabei auf der einmaligen Gabe von ALA, EPA, DPA und DHA. Darüber hinaus sollen mögliche circadiane Schwankungen im Oxylipinprofil untersucht werden.

Quelle

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