Beschreibung der Studie

Das Ziel dieser Studie ist die Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Pembrolizumab (MK-3475) in Kombination mit Axitinib im Vergleich zu einer Monotherapie mit Sunitinib als Erstlinienbehandlung bei Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen/metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). Die primären Hypothesen dieser Studie sind: 1) Die Kombinationstherapie mit Pembrolizumab plus Axitinib ist der Sunitinib-Monotherapie in Hinblick auf das progressionsfreie Überleben (PFS) überlegen, durch eine verblindete unabhängige zentrale bildgebende Untersuchung anhand der Response Evaluation Criteria in Solid Tumors version 1.1 (RECIST 1.1) beurteilt und 2) Die Kombinationstherapie mit Pembrolizumab plus Axitinib ist gegenüber der Sunitinib-Monotherapie in Hinblick auf das Gesamtüberleben (OS) überlegen.

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Studiendetails

Studienziel - Progressionsfreies Überleben (PFS) laut Response Evaluation Criteria in Solid Tumors version 1.1 (RECIST 1.1), beurteilt durch eine verblindete unabhängige zentrale bildgebende Untersuchung; Zeitrahmen: bis zu ca. 2 Jahre - Gesamtüberleben (OS); Zeitrahmen: bis zu ca. 39 Monate
Status Teilnahme möglich
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 840
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Bitte wenden Sie sich an den Sponsor / Please refer to primary sponsor

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hat eine histologisch bestätigte Diagnose eines RCC mit Klarzellkomponente mit oder ohne sarkomatoide Merkmale.
  • Hat eine lokal fortgeschrittene/metastatische Erkrankung (d.h. Stadium IV RCC laut American Joint Committee on Cancer) oder hat eine wiederkehrende Krankheit.
  • Hat laut RECIST 1.1 eine messbare Erkrankung, die durch den Prüfarzt/Radiologen beurteilt wurde.
  • Hat keine vorherige systemische Therapie für fortgeschrittene RCC erhalten.
  • Hat eine archivierte Tumorgewebsprobe oder eine neu gewonne Kern- oder Exzisionsbiopsie einer nicht vorher bestrahlten Tumorläsion zur Verfügung gestellt.
  • Hat einen Karnofsky Performance Status (KPS) von ≥ 70%, innerhalb von 10 Tagen vor Randomisation beurteilt.
  • Erhält der Patient eine knochenresorptive Therapie (einschließlich aber nicht beschränkt auf Bisphosphonat oder RANK-L-Inhibitor), muss diese für 4 Wochen vor der Randomisierung stabil dosiert sein
  • Zeigt eine ausreichende Organfunktion.
  • Weibliche Patientinnen im gebärfähigen Alter müssen bereit sein, eine angemessene Verhütungsmethode während des Studienverlaufs und bis 120 Tage nach der letzten Dosis des Prüfpräparats zu verwenden.
  • Zeugungsfähige, männliche Patienten müssen der Verwendung einer adäquaten Verhütungsmethode zustimmen, beginnend mit der ersten Dosis des Prüfpräparats und bis 120 Tage nach der letzten Dosis des Prüfpräparats.

Ausschlusskriterien

  • Nimmt aktuell an einer Studie teil oder hat an einer Studie mit einem Prüfwirkstoff teilgenommen, oder hat innerhalb von 4 Wochen vor Randomisierung ein Medizinprodukt verwendet.
  • Hat innerhalb von 4 Wochen vor der Randomisierung eine größere Operation oder innerhalb von 2 Wochen vor der Randomisation eine Strahlentherapie gehabt, oder hat sich von einem AE einer vorherigen Behandlung noch nicht erholt (d.h. ≤ Grade 1 oder bei Baseline).
  • Wurde zuvor mit jeglichem anti-programmierten Zelltod (anti-PD-1) oder programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-L1) oder PD-L2-Wirkstoff oder einem gegen jegliche anderen immunregulatorischen Rezeptoren oder Mechanismen gezielten Antikörper behandelt.
  • Hat vorherige Therapie mit Wirkstoffen, die auf vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF)/VEGF-Rezeptoren (VEGFR) oder mTOR zielen, erhalten.
  • Hat schwere Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. generalisierter Ausschlag/Erythem, Hypotonie, Bronchospasmus, Angioödem oder Anaphylaxie) auf Axitinib oder Sunitinib in der Anamnese.
  • Hat Diagnose einer Immunschwäche oder empfängt eine systemische Steroidtherapie oder jegliche andere Form der immunsuppressiven Therapie innerhalb von 7 Tagen vor der Randomisierung, außer im Fall von Metastasen des zentralen Nervensystems (ZNS).
  • Hat eine aktive Autoimmunkrankheit, die in den letzten 3 Monaten eine systemische Behandlung erfordert hat oder eine dokumentierte Anamnese mit einer klinisch schweren Autoimmunerkrankung oder ein Syndrom, das einen systemischen oder immunsuppressiven Wirkstoff erfordert. Hinweis: Patienten mit Vitiligo, Diabetes Typ I, aufgelöstes Kindheitsasthma/Atopie, bei Hormonersatz stabile Hypothyreose oder Sjøgren-Syndrom sind nicht ausgeschlossen.
  • Hat eine bekannte zusätzliche Malignität, die in den letzten 3 Jahren fortgeschritten ist oder eine aktive Behandlung erfordert hat. Hinweis: Patienten mit Basalzellkarzinom der Haut, Plattenepithelkarzinom der Haut, die mit einer potentiell kurativen Therapie behandelt wurde, oder Carcinoma-in-situ sind nicht ausgeschlossen.
  • Hat bekannte aktive ZNS-Metastasen und/oder karzinomatöse Meningitis.
  • Hat eine (nicht-infektiösen) Pneumonitis, die Steroide erfordert in der Anamnese oder eine aktuelle Pneumonitis.
  • Hat eine aktive Infektion, die eine systemische Therapie erfordert.
  • Hat eine bekannte Anamnese mit Human Immunodeficiency Virus (HIV).
  • Hat eine bekannte aktive Hepatitis B oder Hepatitis C Infektion.
  • Hat einen virale Lebendimpfung innerhalb von 30 Tagen nach der Randomisierung erhalten.
  • Hat eine klinisch signifikante gastrointestinale (GI) Abweichung einschließlich:
  • Unfähigkeit, orale Medikation einzunehmen
  • Benötigt intravenöse Ernährung
  • Vorherige chirurgische Prozeduren, die die Absorption beeinflussen, einschließlich die totale Magenresektion
  • Behandlung eines aktiven Magengeschwür in den letzten 6 Monaten
  • Aktive gastrointestinale Blutung, durch Hämatemese, Hämatochezie oder Meläna in den letzten 3 Monaten bewiesen ohne Nachweis einer Auflösung, dokumentiert durch eine Endoskopie oder Koloskopie
  • Intraluminale metastatische Läsion mit verdächtigen Blutungen, entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa oder andere gastrointestinale Zustände, die mit einem erhöhten Risiko der Perforation einhergehen, oder GI Perforation in der Anamnese
  • Malabsorptionssyndrome
  • Entzündliche Darmerkrankung
  • Hat ein frequenzkorrigiertes QT-Intervall (QTc) von ≥480 msec.
  • Hat eine der folgenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen innerhalb von 12 Monaten vor dem Screening:
  • Herzinfarkt
  • Instabile Angina pectoris
  • Herzangioplastie oder Stenting
  • Koronares/peripheres arterielles Bypass-Transplantat
  • Klasse III oder IV kongestiver Herzinsuffizienz laut New York Heart Association
  • Zerebrovaskulärer Zwischenfall oder transitorischer ischämischer Anfall
  • Hat tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie innerhalb von 6 Monaten vor Screening in der Anamnese.
  • Hat schlecht kontrollierte Hypertonie definiert als systolischer Blutdruck (SBP) ≥150 mmHg und /oder diastolischer Blutdruck (DBP) ≥90 mmHg.
  • Nachweis einer unzureichenden Wundheilung.
  • Hat eine aktive Blutungsstörung oder andere anamnestische signifikante Blutungensepisoden innerhalb von 30 Tagen vor der Randomisierung
  • Hat eine Hämoptysie innerhalb von 6 Wochen vor der Randomisierung.
  • Gegenwärtiger Gebrauch oder erwartete Notwendigkeit für eine Behandlung mit Arznei- oder Nahrungsmitteln, die bekannte starke Cytochrom P450 (CYP3A4 / 5) Inhibitoren sind.
  • Gegenwärtiger Gebrauch oder erwartete Notwendigkeit für eine Behandlung mit Arzneimitteln, die bekannte starke CYP3A4/5 Induktoren sind, einschließlich aber nicht beschränkt auf Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifabutin, Rifampin und Johanniskraut.
  • Hat bekannte psychiatrische oder Substanzmissbrauchsstörungen, die die Kooperation mit den Anforderungen der Studie stören würden.
  • Hat eine vorherige solide Organtransplantation.
  • Ist schwanger oder stillt, oder erwartet innerhalb der vorhergesehenen Dauer der Studie Vater eines Kindes oder schwanger zu werden, beginnend mit der Screeningvisite und bis zu 120 Tage nach der letzten Dosis des Prüfpräparats.
  • Ist zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung ein bekannter regulärer Konsument (einschließlich "Freizeitverbrauch") illegaler Drogen oder hatte eine kürzliche Anamnese (im letzten Jahr) eines Drogen- oder Alkoholmissbrauch.

Adressen und Kontakt

MSD SRO Czech, Prague

MSD Sharp & Dohme GmbH, Haar

Häufig gestellte Fragen

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Phase-3-Studien werden durchgeführt, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer neuen Behandlungsmethode nachzuweisen. Zu diesem Zweck wird in vielen Fällen nur ein Teil der Studienteilnehmer mit der neuen Methode behandelt. Die übrigen Teilnehmer erhalten, falls vorhanden, die bisher eingesetzte Methode. So ist ein direkter Vergleich zwischen neuer und alter Behandlungsmethode möglich. Diese Studien bilden den letzten Schritt auf dem Weg zur Marktzulassung der Behandlungsmethode durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). An Studien dieser Phase nehmen in der Regel mehrere hundert bis tausend Betroffenen teil. Sie dauern oft mehrere Monate oder Jahre. Vor der Phase-3-Studie wurden Studien der Phase 1 und Phase 2 durchgeführt. Dabei haben in der Regel bereits über hundert Menschen die Behandlung erhalten.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien