Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit M. Parkinson treten motorische Symptome, wie Bradykinese, Tremor und Rigor auf, die im Tagesverlauf stark schwanken können. Fünf Jahre nach Diagnosestellung leiden 50% der Patienten außerdem an Gangblockaden (Freezing of Gait), die das Fortsetzen des Ganges für kurze Zeit verhindern. Der Schweregrad der Erkrankung wird in der Klinik durch den UPDRS, einem parkinsonspezifischen medizinischen Score, erfasst. In Teil III des UPDRS werden verschiedene motorische Übungen zur Beurteilung der Symptomschwere durchgeführt. Die Beurteilung der motorischen Übungen nach Kriterien des UPDRS ist stark von der Erfahrung des Neurologen abhängig und kann nur eine Momentaufnahme des Klinikbesuchs erfassen. Für die Einschätzung der Krankheitsbeeinträchtigung des Patienten im Alltag werden Patiententagebücher eingesetzt, die subjektiv sind und von der Compliance des Patienten abhängen. Eine mögliche Lösung zur objektiven Beurteilung der Symptome ist es, diese über Bewegungssensoren zu erfassen und zu bewerten. Langfristig könnten die Bewegungssensoren in häuslicher Umgebung eingesetzt werden, um die Symptome im Tagesverlauf objektiv zu erfassen und zu analysieren. Die Daten könnten dem Neurologen dann zur klinischen Entscheidungsunterstützung bereitgestellt werden, um die Medikation besser an den einzelnen Patienten anzupassen. Gleichzeitig könnten die Sensoren genutzt werden, um die Patienten im Alltag bei Gangblockaden durch rhythmische Vibrationen zu unterstützen. Ziel der Studie ist es, Bewegungsdaten bei verschiedenen motorischen Bewegungsübungen des UPDRS zu erfassen und aus den Daten Parameter zu identifizieren, die eine Einstufung der Symptomschwere zulassen. Gleichzeitig soll die Studie zeigen, inwiefern rhythmische, taktile Vibrationen von den Probanden wahrgenommen und zur Gangunterstützung geeignet sind. Es handelt sich um eine Pilotstudie, in der die grundsätzliche Eignung der aufgezeichneten Daten untersucht werden soll.

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Studiendetails

Studienziel Analyse der erhobenen Bewegungsdaten bezüglich Kennwerten, über die eine Einstufung der Erkrankungsschwere möglicht ist. Die Bewegungen von Probanden werden bei der Durchführung der a) Diadochokineseübung und dem b) Stand-up-and-Go Test mit 8 Inertialsensoren an den Extremitäten aufgezeichnet. Die Aufzeichnung erfolgt mit Inertialmesseinheiten (wie bei Fitnesstrackern), die die Daten per Bluetooth an ein Smartphone übertragen. Direkt nach einem Patientenbesuch wird geprüft, ob der Datensatz vollständig und fehlerfrei ist. Hierfür werden alle Daten als Diagramm über der Zeit dargestellt und durch einen geschulten Mitarbeiter bewertet. Ziel ist es 35 vollständige Datensätze aufzuzeichnen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 35
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Hochschule Ulm

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Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien für Parkinsonpatienten:
  • diagnostizierte Parkinson-Erkrankung nach den UK Brain Bank Clinical Diagnosis Criteria
  • Keine diagnostizierte weitere neurologische Erkrankung oder Erkrankung des Bewegungsapparates
  • Ausprägung von motorischen Symptomen seit mindestens zwei Jahren
  • gesunde Haut an den Körperpositionen, an denen Sensoren befestigt werden
  • Proband muss in der Lage sein 20 m ohne Hilfsmittel zu gehen
  • Einwilligungsfähig und ausreichend orientiert
  • Proband sollte von einer gesunden Bezugsperson begleitet werden
  • Einschlusskriterien für Kontrollgruppe

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für Parkinsonpatienten:
  • Diagnostizierte neurologische Erkrankung (ausgenommen Parkinson) oder Erkrankung des Bewegungsapparates
  • Geschädigte Haut (Wunden, Ausschlag) an den Körperpositionen, an denen Sensoren befestigt werden sollen
  • Patienten, die keine Begleit- oder Bezugsperson zur Verfügung haben
  • Personen, die nicht in der Lage sind die Situation und die Studie richtig einzuschätzen
  • Ausschlusskriterien für Kontrollgruppe:
  • Diagnostizierte neurologische Erkrankung oder Erkrankung des Bewegungsapparates
  • Personen, die keine Begleit- oder Bezugsperson zur Verfügung haben

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie der Universität Ulm, RKU, Ulm

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Bei Patienten mit M. Parkinson treten motorische Symptome, wie Bradykinese, Tremor und Rigor auf, die im Tagesverlauf stark schwanken können. Um die Symptome der Patienten im Alltag objektiv zu beurteilen wurde eine inertiale Sensoreinheit (IMU) entwickelt. Die Sensoreinheit verfügt über einen Vibrationsaktor der für haptisches Cueing in FOG-Sitationen genutzt werden könnte. Ziel der Studie ist es, Bewegungsdaten bei verschiedenen motorischen Bewegungsübungen des UPDRS zu erfassen und aus den Daten Parameter zu identifizieren, die eine Einstufung der Symptomschwere zulassen. Gleichzeitig soll die Studie zeigen, inwiefern rhythmische, taktile Vibrationen von den Probanden wahrgenommen und zur Gangunterstützung geeignet sind. Es handelt sich um eine Pilotstudie, in der die grundsätzliche Eignung der aufgezeichneten Daten untersucht werden soll.

Quelle

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