Beschreibung der Studie

Das Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Effekte eines spezifischen Vorfuss-Trainingsprogrammes auf die Sprungleistung und Verletzungsinzidenz bei Volleyballspielern. Im Laufsport gibt es Hinweise, die zeigen, dass vermehrtes Vorfusslaufen positive Effekte für die Leistungsfähigkeit und bezüglich der Prävention von Verletzungen haben können. Dabei ist es fraglich, ob solche Ergebnisse auch auf Spielsportarten, die vermehrt Vorfussbelastungen beinhalten, übertragbar sind. Daten aus dieser Studie können klinische und trainingsspezifische Hinweise für ein optimales Training geben. Dafür werden Volleyballspielerinnen und Volleyballspieler zufällig in zwei verschiedene Gruppen zugeordnet. Die eine Gruppe absolviert ihr gewohntes Aufwärmprogramm während einer 12-wöchigen Dauer (Kontrollgruppe). Die andere Gruppe erhält ein spezifische 15-minütiges Aufwärmprogramm mit speziellen Vorfussübungen (Trainingsgruppe). Dieses Trainingsprogramm wird dann für 12 Wochen Bestandteil der üblichen Aufwärmroutine vor jeder Volleyball-Trainingseinheit. Vor und nach den 12 Wochen wird die Sprungkraft mittels einer Kraftmessplatte erfasst. Nach weiteren 3 Monaten wird in beiden Gruppen erfasst, wie viele Verletzungsereignisse in dem dann 6-monatigen Zeitraum aufgetreten sind. Die Entwicklung der Sprungkraft und die Verletzungshäufigkeit werden dann zwischen beiden Gruppen verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Sprungleistung operationalisiert mit der maximalenSprunghöhe [cm] in den Situationen Squat Jump und Counter Movement Jump. Erhebung an Baseline und nach 12-Wochen Trainingsintervention
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bern University of Applied Sciences, Health, Physiotherapy

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Volleyballspieler
  • Nationalliga B, 1 Liga oder 2. Liga Schweiz
  • Alter 16 +
  • Deutschsprachig
  • Minimum 2 Trainings pro Woche
  • Unterschriebene schriftliche Einverständniserklärung
  • Schmerzfreiheit

Ausschlusskriterien

  • Anamnestisch abgeklärte akute muskuloskelletale Beschwerden/ Beschwerden an der unteren Extremität oder am Rücken
  • Anamnestisch abgeklärte Fussdeformitäten oder bekannte Patho-logien der unteren Extremität
  • Akute oder chronische Infektionen
  • Schmerzen beim Laufen / Springen;

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Volleyball gehört zu den verletzungsanfälligsten Sportarten. Die meisten Verletzungen im Volleyballsport betreffen die untere Extremität, wobei annährend die Hälfte aller akuten Verletzungen Sprunggelenksdistorsionen sind (International Federation of Volleyball FIVB, 2016). Verhagen et al. (2004) observierte die Verletzungsinzidenz niederländischer Volleyballspieler während einer ganzen Saison. Auch er beobachtete, dass 41% aller akuten Verletzungen im Volleyball am Sprunggelenk lokalisiert waren. Des Weiteren zeigte sich, dass 75% der Spieler mit einer Sprunggelenks-verletzung bereits vorgängig eine Sprunggelenksdistorsion erlitten hatten. Dadurch betonte er die Notwendigkeit eine erste Verletzung im Sprunggelenk zu vermeiden. Bahr & Bahr (1997) rapportierten vergleichbare Zahlen bezüglich Verletzungsinzidenz. Das Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Effekte eines spezifischen Vorfuss-Trainingsprogrammes auf die Sprungleistung und Verletzungsinzidenz bei Volleyballspielern. Ergebnisse dieser Studie können klinische und trainingsspezifische Hinweise für ein optimales Training geben. Aufgrund der ähnlichen motorischen Anforderungen scheint ein Transfer auf andere verwandte Spielsportarten, wie Handball und Basketball, möglich. Grundsätzlich sind alle Vereine und Spieler an einer Optimierung der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit und Reduktion der Verletzungshäufigkeit interessiert.

Quelle

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