Beschreibung der Studie

Der Functional Movement Screen (FMS) wurde bereits 1998 von dem Physiotherapeuten- Gray Cook und dem Sportwissenschafter – Lee Burton als Test für College Studenten in den USA entwickelt. Der Test bestehend aus sieben Übungen und drei zusätzlichen, sogenannten “Clearing Tests“, soll Aufschluss geben über: muskuläre Unterschiede im Seitenvergleich, asymmetrische Bewegungsabläufe oder Kompensationsmuster während der Bewegungsausführung. Auffälligkeiten wie diese stellen laut den Autoren ein erhöhtes Verletzungsrisiko dar. Jeder Test kann mit 0 bis maximal 3 Punkten bewertet werden. Die aktuelle Literatur weißt bereits darauf hin, dass neben den bereits genannten Kriterien, ein niedriges Gesamtergebnis ein erhöhtes Verletzungsrisiko erkennen lassen kann. Durch die Studie soll untersucht werden, ob ein niedriges FMS Gesamtergebnis, oder aber auch muskuläre Defizite und Kompensationsbewegungen tatsächlich ein erhöhtes Verletzungsrisiko darstellen können. Die Studie beinhaltet neben der Durchführung von mindestens zwei FMS Tests, eine monatliche Fragebogenerhebung zur Erfassung von möglichen Verletzungen oder Überlastungserscheinungen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der FMS Ergebnisse zu Beginn und am Ende eines Semesters und der Anzahl der Verletzungen über das gesamte Semester. Korreliert ein niedriges FMS Gesamtergebnis, oder ein bestimmter Einzeltest mit einem gehäuften Auftreten von Verletzungen. Erhebung mittels 2 FMS Screens und monatlicher online Fragebögen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universtiätsklinikum Tübingen, Abteilung Sportmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studenten sind noch für mindestens ein Semester an der Universität eingeschrieben.
  • Zum Zeitpunkt der FMS sollte Verletzungs- und Beschwerdefreiheit vorliegen.
  • Teilnahme an mindestens zwei Praxiskursen des Universitätsbetriebs bzw. Teilnahme an einem Praxiskurs und zusätzliche regelmäßige sportliche Aktivität außerhalb der Universität, ausgeschlossen sind Blockveranstaltungen

Ausschlusskriterien

  • Akute Krankheit zum Zeitpunkt des ersten FMS. Letzte Verletzung liegt weniger als 4 Wochen zurück.
  • Einnahme von Medikamenten um am Sport teilnehmen zu können.
  • Keine regelmäßige Rückmeldung an der monatlichen online Befragung.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Verletzungen bzw. Überbelastungserscheinungen stellen für Sportstudenten häufig ein enormes Problem dar, da sie aufgrund von mangelnder Prüfbarkeit, zu einer Verzögerung im Studienverlauf oder schlimmstenfalls -abbruch führen können. Sinnvoll wäre es demnach ein Testverfahren einzusetzen, dass die körperliche Belastbarkeit und Verletzungsgefahr identifizieren kann. Der Functional Movement Screen (FMS) ist eine sportmotorische Testbatterie, welche für sich in Anspruch nimmt, einen prädiktiven Wert in Hinblick auf die Verletzungsgefährdung zu haben: das Testverfahren bestehend aus sieben Übungen ist ursprünglich für College Sportler konzipiert, um Sportler mit erhöhter Verletzungsgefahr zu identifizieren. Bisher ist die wissenschaftliche Lage bezüglich der Ergebnisse des Tests noch kontrovers. Das geplante Forschungsvorhaben soll deshalb dazu beitragen, Aussagen darüber treffen zu können, ob der FMS Studenten mit einem erhöhten Verletzungsrisiko frühzeitig identifizieren kann. Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird eine prospektive Kohorten Studie durchgeführt. Die Teilnehmer rekrutieren sich aus Studenten des Instituts für Sportwissenschaft in Tübingen. Alle Teilnehmer absolvieren zu Beginn der Studie einen FMS und einen Fragebogen, der Aufschluss über persönliche und normativen Daten, Verletzungshistorie und der Art und Dauer der sportlichen Aktivität geben soll. Im weiteren Verlauf wird anhand von monatlichen Fragebögen erfasst, ob sich die Teilnehmer verletzten. Ein weiterer FMS wird dann am Semesterende durchgeführt. Der primäre Endpunkt der Studie soll Aufschluss geben, ob ein niedriges FMS Ergebnis, bzw. muskuläre Dysbalancen und/oder Asymmetrien im Bewegungsablauf, tatsächlich häufiger zu Verletzungen führen. Sekundär soll erfasst werden, ob ein auffälliges FMS Ergebnis durch vermehrte sportliche Aktivität noch weiter abfällt. Diskussion: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sollen Aussagen zur Effektivität sowie Effizienz des FMS als Vorsorgeinstrument zur Verletzungsprophylaxe bei Sportstudenten ermöglichen.

Quelle

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