Beschreibung der Studie

Hintergrund: Der altersbedingte Muskelabbau (Sarkopenie) ist gekennzeichnet durch einen Verlust an Muskelmasse, -kraft und -leistung und durch eine Einlagerung von Fett in die Muskulatur, was zu Funktionseinschränkungen im Alltag, Stürzen und dem Verlust von Selbständigkeit führen kann. Bei rheumatischen Erkrankungen können die chronischen Entzündungsprozesse und die Funktions- und Mobilitätseinschränkung zu einem Muskelabbau mit einer vermehrten Ansammlung von Bauchfett führen. Die Rolle der Glukokortikoide in diesem Zusammenhang ist noch unklar. Fragestellungen: Es soll untersucht werden, wie häufig eine Sarkopenie unter Anwendung verschiedener Sarkopenie-Definitionen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis vorkommt. Zusätzlich soll geprüft werden, wie sich Rheuma-Patienten mit Sarkopenie von Rheuma-Patienten ohne Sarkopenie sowie von gesunden Kontrollen anhand verschiedener Gesundheitsparameter, Muskelfunktion und körperlicher Aktivität unterscheiden. Methodik: Es sollen 289 Patienten ab 18 Jahren mit rheumatoider Arthritis eingeschlossen werden, wobei 2/3 der Patienten eine geringe Krankheitsaktivität aufweisen sollen. Neben der Erfassung der medizinischen Anamnese und von Blutparametern werden eine Duale Röntgen Absorptiometrie zur Messung der Körperzusammensetzung einschließlich Muskelmasse, eine periphere Quantitative Computertomographie am Unterschenkel, ein neuromuskuläres Assessment zur Erfassung von Muskelkraft und –leistung sowie Gleichgewicht durchgeführt sowie verschiedene standardisierte Fragebögen zu Aktivitäten des täglichen Lebens, Lebensqualität und körperlicher Aktivität abgefragt. Vergleichsdaten von gesunden Kontrollen werden aus einer existierenden Studie (ca. n=350) herangezogen. Ausblick: Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, das komplexe Phänomen der Sarkopenie im Zusammenhang mit rheumatischer Kachexie besser zu verstehen und Risikofaktoren zu identifizieren, um zukünftige Ansätze für eine verbesserte Diagnostik sowie präventive Trainingsinterventionen für Rheumapatienten daraus ableiten zu können.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Bestimmung der Prävalenz von Sarkopenie bei rheumatoider Arthritis anhand verschiedener Sarkopenie Definitionen (European Working Group on Sarcopenia in Older People EWGSOP, National Institutes of Health FNIH, ESPEN Consensus Statement)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 289
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesicherte Diagnose RA (2/3 der Probanden mit geringer Krankheitsaktivität basierend auf dem Disease Activity Score (DAS-28) ≤3.2;
  • Gehfähigkeit (auch mit Hilfsmittel);
  • Vorliegen einer schriftlichen Einwilligung zur Teilnahme an der Studie (Patienteneinwilligung)

Ausschlusskriterien

  • Eine Verletzung in den letzten 3 Monaten, die die Muskelfunktion beeinträchtigt.
  • Eine akute Erkrankung oder akute Verschlechterung einer chronischen Erkrankung, die die Muskelfunktion negativ beeinflusst.
  • Gleichzeitige Teilnahme an einer anderen Studie.
  • Schwangerschaft

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Hintergrund: Der altersbedingte Muskelabbau (Sarkopenie) ist gekennzeichnet durch einen Verlust an Muskelmasse, -kraft und -leistung und durch eine Fettinfiltration in die Muskulatur, was zu Funktionseinschränkungen im Alltag, Stürzen und dem Verlust von Selbständigkeit führen kann. Bei rheumatischen Erkrankungen können die chronischen Entzündungsprozesse und die Funktions- und Mobilitätseinschränkung zu einem Muskelabbau mit einer vermehrten Ansammlung von viszeralem Fett führen. Die Rolle der Glukokortikoide in diesem Zusammenhang ist noch unklar. Fragestellungen: Es soll untersucht werden, wie häufig eine Sarkopenie unter Anwendung verschiedener Sarkopenie-Definitionen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) vorkommt. Zusätzlich soll geprüft werden, wie sich RA Patienten mit Sarkopenie von RA Patienten ohne Sarkopenie sowie von gesunden Kontrollen anhand verschiedener Gesundheitsparameter, Muskelfunktion und körperlicher Aktivität unterscheiden. Methodik: Es sollen 289 Patienten ab 18 Jahren mit RA eingeschlossen werden, wobei 2/3 der Patienten eine geringe Krankheitsaktivität (Disease Activity Score DAS-28 ≤3.2) aufweisen sollen. Neben der Erfassung der medizinischen Anamnese und von Blutparametern werden eine Duale Röntgen Absorptiometrie (DXA) zur Messung der Körperzusammensetzung einschließlich Muskelmasse, eine periphere Quantitative Computertomographie (pQCT) am Unterschenkel, ein neuromuskuläres Assessment zur Erfassung von Muskelkraft und –leistung sowie Gleichgewicht durchgeführt sowie verschiedene standardisierte Fragebögen zu Aktivitäten des täglichen Lebens, Lebensqualität und körperlicher Aktivität abgefragt. Vergleichsdaten von Kontrollen ohne RA werden aus einer existierenden Studie (ca. n=350) herangezogen. Ausblick: Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, das komplexe Phänomen der Sarkopenie im Zusammenhang mit rheumatischer Kachexie besser zu verstehen und Risikofaktoren zu identifizieren, um zukünftige Ansätze für eine verbesserte Diagnostik sowie präventive Trainingsinterventionen für Rheumapatienten daraus ableiten zu können.

Quelle

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