Beschreibung der Studie

Um möglichen Lungenschädigungen durch einen Abstrom radioaktiven Materials bei der Selektiven intra-arteriellen Radio-Thromb-Embolisation (SIRT) der Leber vorzubeugen, wird berechnet, welcher Anteil des applizierten Materials in die Lunge abströmt (Leber-Lungen-Shunt; LLS). Die Studie soll vergleichen, ob sich die Daten aus der prätherapeutischen Evaluation, einmal aus planaren Bildern generiert und ein mal an Hand von 3D-Daten bestimmt, signifikant unterscheiden.

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Studiendetails

Studienziel Die Bestimmung des Leber-Lungen-Shunts (LLS) mittels SPECT/low-dose-CT (SPECT/ldCT) erbringt signifikant unterschiedliche Werte, verglichen mit dem aktuellen klinischen Standard, der planaren Auswertung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Radiologie und NuklearmedizinUniversität Magdeburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • durchgeführte Tc-99-MAA-Leber-Perfusions-Szintigraphie

Ausschlusskriterien

  • Widerruf der Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Leberkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Prävalenz primärer und sekundärer Malignome ist hoch und steigend. Ein relativ neue und potente Therapieoption ist die Selektive Intraarterielle Radio-Thromb-Embolisation (SIRT), welche in der aktuellen Literatur eine signifikante Verlängerung des hepatischen PFS erreichte. Im Rahmen des prätherapeutischen Work-ups ist u.a. der sog. Leber-Lungen-Shunt (LLS) zu bestimmen. Dieser beschreibt, wie viel Prozent des intraarteriell applizierten Radiopharmakons über das Leberbett hinaus in die Lunge gelangt. Um eine mögliche strahleninduzierte Pneumonitis nach Selektiver Intraarterieller Radio-Thromb-Embolisation (SIRT) zu vermeiden, sind spezifische Grenzwerte für den LLS definiert, an Hand der die zu wählende Therapiedosis reduziert bzw. die Therapie an sich storniert werden muss Ho et al. (Ho S. et al. Eur J Nucl Med 1997;24:293-298; LLS>10%: Dosisreduktion 20%; LLS>15%: Dosisreduktion 40%; LLS>20%: Kontraindikation für Therapie). Der LLS wird üblicherweise mittels planarer Aufnahmen in der Leber-Perfusionsszintigraphie ermittelt. Die SPECT/ldCT als hybride 3D-Modalität ermöglicht eine genaue Platzierung von Volumes of interest (VOIs) über Leber und Lunge und ermöglicht so, im Gegensatz zur planaren Methode, die anatomisch korrekte Bestimmung des LLS. Die SPECT/ldCT stellt somit eine potentiell therapiebeeinflussende Methodik dar. Ziel dieser Studie ist es, die Ergebnisse beider Methoden miteinander zu vergleichen und auf Signifikanz zu testen.

Quelle

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