Beschreibung der Studie

Die kardiologische Rehabilitation ist eine multimodale, interdisziplinäre Intensivmaßnahme für Patienten mit chronischen Herz-Kreislauferkrankungen oder nach akutem kardialen Ereignis wie etwa einem Herzinfarkt. Ärztliche Betreuung, körperliches Training, Patientenschulungen, Ernährungs- und Lebensstilberatung sowie sozialmedizinische und psychologische Betreuung bilden die Kernkomponenten der Rehabilitation. Dabei soll gleichzeitig auf funktionale Faktoren wie z. B. die körperliche Leistungsfähigkeit, persönliche Faktoren wie etwa die Minderung einer depressiven Stimmung und auch soziale Aspekte wie die Rückkehr in den Beruf eingewirkt werden. Aufgrund des hohen Komplexitätsgrades ist es bislang nicht gelungen, den Erfolg einer kardiologischen Rehamaßnahme unter Berücksichtigung aller beinhalteten therapeutischen Komponenten zu bestimmen. In der aktuellen Studie sollen daher verschiedene Parameter der Bereiche Leistungsfähigkeit, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Sozialmedizin und Psychologie auf Änderungen durch die Rehabilitation und hinsichtlich ihrer Vorhersagekraft für die berufliche Wiedereingliederung nach der Reha untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Status der beruflichen Wiedereingliederung 6 Monate nach der Rehabilitationsmaßname (per Fragebogen).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universität Potsdam, Professur für Rehabilitationswissenschaften
Weitere Informationen Studienwebseite

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • kardiologische Rehabilitation in Kostenträgerschaft einer Deutschen Rentenversicherung.

Ausschlusskriterien

  • unzureichende Deutschkenntnisse,
  • nicht gegebenes Einverständnis,
  • vorzeitige dauerhafte Berentung

Adressen und Kontakt

Drei-Burgen-Klinik, Bad Kreuznach

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Klinik am See - Rehabilitationszentrum für Innere Medizin, Rüdersdorf b. Berlin

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Caspar Heinrich Klinik, Bad Driburg

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Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode, Quedlinburg

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Reha-Zentrum Seehof, Teltow

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Klinik Höhenried der DRV Bayern Süd, Bernried

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Frankenklinik, Bad Neustadt/Saale

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Zentrum für ambulante Rehabilitation, Stuttgart

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Klinik Möhnesee, Möhnesee

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Reha-Klinik am Sendesaal, Bremen

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SEGEBERGER KLINIKEN GMBH Herzzentrum, Bad Segeberg

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Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl, Heidelberg

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MediClin Reha-Zentrum Spreewald, Burg

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MediClin-Fachklinik Rhein/Ruhr, Essen

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Häufig gestellte Fragen

Vor dem Hintergrund der sozialrechtlichen Verpflichtung zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität medizinischer Rehabilitation (§ 20 SGB IX) gewinnen Methoden zur Erfolgsbeurteilung zunehmend an Bedeutung. In den Qualitätssicherungs-Programmen der Kostenträger werden aktuell hauptsächlich die Dimensionen Prozess- und Strukturqualität geprüft. Die Ergebnisqualität hingegen erscheint unterrepräsentiert und wird im Wesentlichen durch Patienten- und Arztbefragungen bei Ende oder nach der Reha-Maßnahme operationalisiert. Die Ergebnisqualität ist auf den aus einer Gesundheitsmaßnahme resultierenden Gesundheitszustand eines Patienten bezogen. Die kardiologische Rehabilitation stellt sich allerdings als hochkomplexe, interdisziplinäre, patientenindividuelle, ganzheitliche und intensive medizinisch-therapeutische Maßnahme dar, deren Erfolg kaum generalisiert zu definieren ist. Es erscheint daher sinnvoll, Indikatoren zu identifizieren, die im Einzelnen den Erfolg der verschiedenen Kernkomponenten der kardiologischen Reha abbilden und in ihrer Gesamtheit die Ergebnisqualität widerspiegeln. Im Zuge der dieser Evaluationsstudie vorangegangenen Delphi-Expertenbefragung wurde die Bedeutsamkeit der Ergebnisqualität im Rahmen der Qualitätssicherung durch Chefärzte, leitende Sport-/Physiotherapeuten und Psychologen der kardiologischen Rehabilitation konsentiert. Gleichzeitig trafen die Beteiligten eine Auswahl potentieller Qualitätsindikatoren. Ziel der Studie ist es, diese möglichen Indikatoren der Ergebnisqualität der kardiologischen Rehabilitation für Patienten unter 65 Jahren hinsichtlich ihrer Eignung und Praktikabilität zu evaluieren und in Bezug auf ihre Vorhersagekraft für die berufliche Wiedereingliederung und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu untersuchen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien