Beschreibung der Studie

Diese Phase 3 Studie untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Avelumab. Avelumab wird entweder in Kombination mit einer Platin-haltigen Chemotherapie gegeben oder nach der Platin-Chemotherapie zur Erhaltungstherapie angewandt. Teilnehmende Patientinnen müssen die gesicherte Diagnose eines epithelialen Ovarialkarzinoms (Eierstockkrebs), Eileiterkarzinoms oder eines primären Peritonealkarzinoms im Stadium 3 bis 4 haben und dürfen bisher noch nicht behandelt worden sein. Stadium 3 bis 4 bedeutet, dass der Krebs bereits umliegende Organe befallen hat oder Metastasen gebildet hat, beispielsweise in Lymphknoten. Das Ziel der Studie ist es, zu zeigen, dass Avelumab in Kombination mit Chemotherapie oder als Erhaltungstherapie, einer Therapie mit nur Platin-Chemotherapie, überlegen ist. Es wird vorrangig untersucht, ob das progressionsfreie Überleben verlängert werden kann. Die Studie wird weltweit durchgeführt. 951 Patientinnen werden insgesamt daran teilnehmen.

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Behandlung während der Studie

Wenn Sie an der Studie teilnehmen, bekommen Sie entweder die Standard Chemotherapie und anschließend kein Medikament zur Erhaltungstherapie, die Standard Chemotherapie und anschließend Avelumab als Erhaltungstherapie, oder die Standard Chemotherapie in Kombination mit Avelumab gefolgt von Avelumab als Erhaltungstherapie.

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Studiendetails

Status Teilnahme möglich
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 951
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Histologisch gesicherte Diagnose eines epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder eines primären Peritonealkarzinoms im Stadium 3 bis 4 (einschließlich Müllerscher Mischtumor)
  • Die Patientinnen dürfen bisher noch keine Chemotherapie erhalten haben und für eine Platin-haltige Chemotherapie in Betracht kommen
  • Es muss bereits eine chirurgische Maßnahme zur Verkleinerung des Tumors erfolgt sein (Debulking) oder es wird eine neoadjuvante Chemotherapie angestrebt
  • Guter körperlicher Allgemeinzustand (ECOG 0 bis 1)
  • Adäquate Blutbildungs-, Nieren- und Leberfunktion

Ausschlusskriterien

  • Der Tumor ist ein nicht-epitheliales Karzinom, ein Ovarialkarzinom mit niedrigem Malignitätspotenzial (Borderlinetumor) oder ein muzinöser Tumor
  • Es wurde bereits eine systemische Tumortherapie (Chemotherapie) durchgeführt, einschließlich Therapie mit IL2, IFN alpha, oder Antikörper-Therapie mit Anti-PD 1, Anti-PD L1, Anti-PD L2, Anti-CD137 oder Anti-CTLA 4, einschließlich Ipilimumab, Tremelimumab oder einer anderen Therapie die an der Ko-Stimulation von T-Zellen ansetzt oder an anderen Signalwegen der Immunantwort
  • Patientinnen die von einer Behandlung mit Bevacizumab profitieren würden
  • Geplante intraperitoneale Chemotherapie
  • Aktive Autoimmunerkrankung, die derzeit mit immunsuppressiven Medikamenten behandelt wird (Patientinnen mit Diabetes mellitus Typ1, Vitiligo, Psoriasis und hypo- oder hyperthyreoter Schilddrüsenerkrankung die keine immunsuppressive Therapie erhalten, können an der Studie teilnehmen)

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Würzburg - Frauenklinik und Poliklinik, Würzburg

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Johannes Apotheke Klinikversorgung, Gröbenzell

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Radiologie München, München

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Frauenklinik am Rotkreuzklinikum München, München

Ansprechpartner: PD Dr. med. Martin Poelcher

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Klinikum Chemnitz gGmbH, Chemnitz

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Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt

Ansprechpartner: M. Sc. Madeleien Modrow

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Radiologie Uniklinik Köln, Köln

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Uniklinik Köln Apotheke, Köln

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Uniklinik Köln Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Köln

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Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Potsdam

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Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH, Potsdam

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Häufig gestellte Fragen

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Phase-3-Studien werden durchgeführt, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer neuen Behandlungsmethode nachzuweisen. Zu diesem Zweck wird in vielen Fällen nur ein Teil der Studienteilnehmer mit der neuen Methode behandelt. Die übrigen Teilnehmer erhalten, falls vorhanden, die bisher eingesetzte Methode. So ist ein direkter Vergleich zwischen neuer und alter Behandlungsmethode möglich. Diese Studien bilden den letzten Schritt auf dem Weg zur Marktzulassung der Behandlungsmethode durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). An Studien dieser Phase nehmen in der Regel mehrere hundert bis tausend Betroffenen teil. Sie dauern oft mehrere Monate oder Jahre. Vor der Phase-3-Studie wurden Studien der Phase 1 und Phase 2 durchgeführt. Dabei haben in der Regel bereits über hundert Menschen die Behandlung erhalten.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: ClinicalTrials.gov

Verfasst von der Viomedo Redaktion