Beschreibung der Studie

Bei sogenannten White-Spot Läsionen (WSL) handelt es sich um nicht eingebrochene beginnende Karies, die im ästhetisch sichtbaren Bereich oftmals als störend empfunden werden. Bei der kieferorthopädischen (KFO) Behandlung mit festsitzenden Elementen (d. h. Brackets) erhöht sich das Risiko der Entstehung von kariösen Läsionen aufgrund einer zusätzlichen Haftmöglichkeit für den Biofilm. Ein therapeutischer Ansatz für die Behandlung von beginnender nicht eingebrochener Karies ist die Kariesinfiltration, mit der die WSL gestoppt und zeitgleich maskiert werden kann. Dabei scheint der Erfolg der Maskierung abhängig vom Zeitpunkt der Infiltration zu sein. Je kürzer der Abstand zwischen der Entfernung der festsitzenden Elemente und der Infiltrationsbehandlung ist, desto „vollständiger“ scheint die Maskierung zu sein. Daraus ergibt sich die Frage, ob das ästhetische Ergebnis durch eine bereits während der kieferorthopädischen Behandlung durchgeführte Infiltration noch weiter optimiert werden kann. In der geplanten klinischen Studie sollen drei Aspekte hinsichtlich der Kariesinfiltration (Testgruppe) und alleiniger Intensivfluoridierung (Kontrollgruppe = Standardbehandlung) von WSL während der laufenden KFO-Behandlung mit festsitzenden Elementen überprüft werden: 1. die Ausdehnung und der Schweregrad der WSL zu verschiedenen Zeitpunkten während der Behandlung mit festsitzenden Elementen 2. der Maskierungseffekt durch Kariesinfiltration während und nach der Behandlung mit festsitzenden Elementen 3. die Arretierung bzw. das Voranschreiten der infiltrierten sowie der Kontrollläsionen im weiteren Verlauf der Behandlung mit festsitzenden Elementen Dabei nehmen wir an, dass WSL, die während der Behandlung mit festsitzenden Elementen unmittelbar nach ihrem Auftreten infiltriert und hiernach fluoridiert werden, nach Abnahme der festsitzenden Elemente einen signifikant geringeren Unterschied zwischen dem kariösen und gesunden Schmelz aufzeigen, als solche, die während der KFO-Behandlung fluoridiert und erst nach Abnahme der festsitzenden Elemente infiltriert werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel In der geplanten randomisierten klinischen Studie sollen drei Aspekte -eine Woche nach erfolgter Behandlung- hinsichtlich der Kariesinfiltration (Testgruppe) und alleiniger Intensivfluoridierung (Kontrollgruppe = Standardbehandlung) von WSL während der laufenden KFO-Behandlung mit festsitzenden Apparaturen überprüft werden: 1. die Ausdehnung und der Schweregrad der WSL eine Woche nach erfolgter Behandlung während der Bracketbehandlung 2. der Maskierungseffekt durch Kariesinfiltration eine Woche nach erfolgter Behandlung während der Bracketbehandlung 3. die Arretierung bzw. das Voranschreiten der infiltrierten sowie der Kontrollläsionen eine Woche nach erfolgter Behandlung während der Bracketbehandlung
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde,Universitätsklinikum der RWTH Aachen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Weibliche und männliche Patienten im Alter von 12 bis 70 Jahren
  • White-Spot Läsionen (WSL) im Laufe einer kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Apparaturen im Bereich der Zähne 14 bis 24 und 34 bis 44
  • Läsionen mit einem ICDAS-Stadium 1 oder 2 (nicht-kavitierte Karies)
  • schriftliche Einwilligung der Patienten bzw. der Erziehungsberechtigten nach erfolgter Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • Unverträglichkeit einer der Inhaltsstoffe oder Kontaktallergien
  • kavitierte Läsionen (ICDAS 3-6)
  • Anzeichen dafür, dass die teilnehmende Person den Prüfplan voraussichtlich nicht einhalten wird (z. B. mangelnde Kooperationsbereitschaft)
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Adressen und Kontakt

Praxis, Bassum

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bassum via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Praxis und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Der Erfolg der Maskierung nach kieferorthopädischer Behandlung scheint vom Zeitpunkt der Infiltration abhängig zu sein. Je kürzer der Abstand zwischen der Bracketentfernung und der Infiltrationsbehandlung ist, desto „vollständiger“ scheint die Maskierung zu sein. Daraus ergibt sich die Frage, ob das ästhetische Ergebnis durch eine bereits während der kiefero- rthopädischen Behandlung durchgeführte Infiltration noch weiter optimiert werden kann. Durch eine Infiltration, die noch während der KFO-Behandlung durchgeführt wird, könnte der Läsionsfortschritt zu einem früheren Zeitpunkt arretiert und dadurch ebenso „vollständiger” maskiert werden. Beide Aspekte wurden bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Dabei nehmen wir an, dass WSL, die während der KFO-Behandlung mit festsitzenden Elementen unmittelbar nach ihrem Auftreten infiltriert und hiernach fluoridiert werden, nach Abnahme der Brackets einen signifikant geringeren Unterschied zwischen dem kariösen und gesunden Schmelz aufzeigen, als solche, die während der KFO-Behandlung fluoridiert und erst nach Abnahme der festsitzenden Elemente infiltriert werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.