Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit seit kurzem auftretenden Gelenkbeschwerden ist eine rheumatische Diagnose schwer zu stellen. Daher kommt es oft zu Fehlzuweisungen und damit zu langen Wartezeiten auf einen Termin in ambulanten Einrichtungen. In Deutschland werden seit mehr als 10 Jahren verschiedene Screeningmethoden angewandt, um rheumatologische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und den Patienten damit frühzeitig helfen zu können. Die Wirksamkeit der verschiedenen Screeningmodelle soll dabei sowohl unter erkrankungsspezifischen als auch unter wirtschaftlichen Aspekten Untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Untersuchung der Effizienz unterschiedlicher Screeningstrategien von Patienten mit einer Früharthritis
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 216
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Präscreening (telefonisch, online, offene Sprechstunde):
  • Persistierende Gelenksymptome über mehr als vier Wochen bis maximal 12 Monate.
  • Mindestens ein schmerzhaftes und geschwollenes Gelenk über mehr als vier Wochen
  • Ein Trauma oder eine Infektion sind ausgeschlossen.
  • Bisher ist keine rheumatologische Diagnostik erfolgt (auch nicht durch den Hausarzt, Orthopäden)
  • Voraussetzung für die Auswertung der gescreenten Patienten im Ersttermin:
  • Unterschriebene Einwilligung zur wissenschaftlichen Datenerhebung, -speicherung und -verarbeitung.

Ausschlusskriterien

  • Keine

Adressen und Kontakt

Schön Klinik Hamburg Eilbek, Hamburg

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München

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Berlin

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Erlangen

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Kerckhoff Klinik, Bad Nauheim

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Charité - Universitätsmedizin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

Dieses Projekt soll an sechs verschiedenen ambulanten rheumatologischen Einrichtungen durchgeführt werden. Dabei sollen insgesamt 216 Beobachtungsteilnehmer, die sich mit frühen Gelenksymptomen vorstellen, ausgewertet werden. Dabei soll untersucht werden, - ob eine Früharthritis vorliegt und - welche Screeningstrategie bei FRA-Patienten geeignet ist, um sie einer frühen Basistherapie zuzuleiten. Sekundär soll betrachtet werden, ob die derzeit angewandten Tools des Praxisalltags (Patientenanamnesefragebogen, rheumachec®-Teststreifen, CRP-Teststreifen) - geeignet sind für die Frühdiagnostik, - die Treffsicherheit bei der Diagnose erhöhen und - die Einordnung der verschiedenen Erkrankungsbilder innerhalb eines kurzen diagnostischen Zeitfensters in der Frühphase erleichtern. Neben der ärztlichen Handlungseffizienz soll dabei auch der Einsatz von rheumatologischem Fachpersonal evaluiert werden, der sich in der Rheumatologie inzwischen etabliert hat. Des Weiteren soll der Einsatz von POCT-Tests und dem technischen Dokumentationssystem (Berliner Modell) auf ihren Beitrag zur Sprechstundeneffizienz nicht nur hinsichtlich medizinischer Aspekte sondern auch hinsichtlich prozessökonomischer Aspekte hin betrachtet werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien