Beschreibung der Studie

Durch die im Zuge des Bologna-Prozesses beschlossene Umgestaltung des Studiensystems kam es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Zunahme von kumulierten Belastungsfaktoren bei Studierenden, welche sich dauerhaft schädigend auf Körper und Wohlbefinden auswirken können. Die Zahl diagnostizierter psychischer Krankheiten sowie die subjektiv wahrgenommene Belastungen hat im Zuge dessen stark zugenommen. Daher besteht dringender Bedarf für adäquate Maßnahmen zur Stressbewältigung, die studentischen Bedürfnissen gerecht werden. StudiCare zielt auf die Reduktion von Stressempfinden und Anspannung ab und richtet sich an Studierende, die Unterstützung bei der Bewältigung persönlicher und universitärer Probleme und im Umgang mit schwierigen Gefühlen suchen. Die Zielgruppe der Fernstudierenden stellt hierbei eine besonders heterogene und im Vergleich zu Studierenden an Präsenzuniversitäten häufiger von Mehrfachbelastungen betroffene Population dar, was sich in einer an der FernUniversität in Hagen von Dezember 2016 bis Januar 2017 erstmalig durchgeführten Onlinebefragung zu Bedarfen und Bedürfnissen von Fernstudierenden im Bereich der Gesundheitsförderung (n = 5721) empirisch hat bestätigen lassen. Ziel dieses Projektes ist die Evaluation des internetbasierten, professionell begleiteten Selbsthilfe-Konzepts StudiCare zur Bewältigung von Stress bei Fernstudierenden im Vergleich zu einer Informationskontrollgruppe. Die Teilnehmer erhalten dabei auf Anfrage Feedback von einem Online Coach.

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Studiendetails

Studienziel depressive Symptomatik (allgemeine Depressionsskala, Hautzinger & Bailer 1993): prä, post (7 Wochen), 3- Monats-Follow-Up
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle FernUniversität Hagen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Immatrikulation an der Fernuniverstiät in Hagen
  • Empfinden von studienbezogenem Stress, ADS-Skala >=16
  • Motivation zur Teilnahme an einem Onlinetraining zur Stressreduktion
  • Bereitschaft zum Bearbeiten von drei Online-Fragebögen (à 45 Minuten)
  • Internetzugang, Bereitschaft zur Weitergabe der eigenen E-Mail-Adresse und einer Telefonnummer an das Forscherteam für die Dauer der Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • diagnostizierte Psychose oder dissoziative Symptome in der Vergangenheit oder aktuell,
  • Teilnehmer kann nicht mit besten Wissen und Gewissen versichern, dass er sich über die Studienlaufzeit nicht selbst schädigen bzw. Suizid begehen könnte (Beck-Depressions Inventar, nur Item 9; BDI-II; Hautzinger, Keller & Kühner, 2006)

Adressen und Kontakt

FernUniversität, Hagen

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Häufig gestellte Fragen

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Stress im Studium steht mit zahlreichen psychischen und emotionalen Problem in Verbindung wie verminderter Leistungsfähigkeit, Erschöpfungs- oder Angstzustände. Selbsthilfeinterventionen bieten für die studentische Zielgruppe einen leichteren Zugang als Face-to-Face Interventionen. Im Speziellen sind Online- und Internetbasierte Selbsthilfeverfahren die Methode der Wahl für Studenten mit Stresserleben, die tendentiell selten formale therapeutische Hilfe aufsuchen. Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit sowie von möglichen Moderatoren und Mediatoren des Internet-Trainings zur Stressbewältigung bei Studierenden. Im Rahmen einer prospektiven, randomisiert-kontrollierten Studie sollen bei Studierenden (N=200) mit einem ausgeprägten Stressniveau die Effekte der Interventionsgruppe mit denen einer Informations-Kontrollgruppe über einen Zeitraum von 7 Wochen und einem Follow-Up-Erhebung 3 Monate nach Ende der Intervention verglichen werden. Die Einheiten sollen wöchentlich von den Teilnehmern bearbeitet werden. Im Anschluss an das 3 Monats-Follow-Up erhalten auch die Teilnehmerinnen der Informationskontrollgruppe und Zugang zur Intervention. Die Intervention nutzt die Unterscheidung von problem- und emotionsfokussierter Stressbewältigung nach Lazarus und beinhaltet systematisches Problemlösen, effektive Strategien zur Emotionsregulation sowie Übungen zu Akzeptanz- und Toleranz, Entspannungsübungen, effektiver Selbstunterstützung und Achtsamkeit. Die Teilnehmer erhalten auf Anfrage Feedback von einem Online Coach. Die Wirksamkeit wird zum Prä- und Post-Zeitpunkt (7 Wochen) sowie nach 3 Monaten überprüft. Primäres Zielkriterium ist die Veränderung der depressiven Symptome der Interventionsgruppe. Sekundäre Zielkriterien erfassen u.a. Angst, Stresslevel, Self-Compassion, maladaptiven Perfektionismus, Präsenteismus und Sorgen/Rumination der Studienteilnehmer.

Quelle

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