Beschreibung der Studie

Schmerzen im Bereich des Nackens und der Arme werden immer häufiger. Auslöser sind meist Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule. Wenn die ambulante Therapie nicht mehr ausreicht, werden die Patienten in einem multimodalen, stationären Therapieansatz therapiert. In unserem Krankenhaus bekommt der Patient neben Krankengymnastik, Wassergymnastik und Wärmwanwendungen, zweimal täglich nervennahe Spritzen am Ort des Schmerzgeschehens. Zudem wird während des Aufenthalts eine "OP-Spritze" direkt in den Nervenkanal verabreicht. Wir sehen dabei immer sehr gute Ergebnisse insgesamt und im besonderen nach dieser OP Spritze. Daher soll diese Studie die Wirksamkeit der Therapie durch einen Rückgang der Schmerzen im Arm und Nacken auf einer Schmerzskala geprüft werden, zudem soll im speziellen der Anteil der "OP Spritze" an der Schmerzlinderung gezeigt werden.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion der Arm und Nackenschmerzen am Ende der Therapie und nach einem Jahr auf einer numerischen rating Skala (NRS)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Vor OP HWS
  • nur Nackenschmerz
  • Myelopathie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Rückenschmerzen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Schulter-Nacken-Kopf-Region ist von vielfältigen, höchst unterschiedlichen Beschwerdebildern betroffen. Daher ist grundsätzlich eine differenzialdiagnostische Abgrenzung von Nutzen, um solche Erkrankungen abzugrenzen, die primär extravertebragenen Ursprungs sind. Die Schwierigkeit dieser interdisziplinären Abklärung liegt insbesondere darin, dass auch ursächlich vertebragene Beschwerden multiple Auswirkungen zeigen. In den letzten Jahren hat die intensive Forschungsarbeit zu Schmerzentstehung und -verarbeitung viele neue Aspekte zu unserem biopsychosozialen Schmerzverständnis beigetragen. Dies hat einerseits unidirektionale Handlungsansätze nach einem „Wenn-dann-Schema“ in die Schranken verwiesen, andererseits die Grundlage für eine multimodale Schmerztherapie gelegt, die ein kontinuierliches Beschwerdeassessment und eine entsprechende Anpassung der multimodalen Schmerztherapie erfordert. Auf Grundlage der vielfältigen Arbeiten von Krämer zu den Behandlungskonzepten bei Wirbelsäulensyndromen ist zur multimodalen Schmerztherapie der OPS-Code 8–918 ausgearbeitet worden. Zervikalsyndrome mit Schmerzfortleitung nach zephal oder brachial, bei denen eine intensive, ambulante Behandlung erfolglos war, oder akute und chronische Zustande mit Ausfallerscheinungen, also vorwiegend radikulärer Symptomatik, sind die Domäne der stationären Krankenhausbehandlung. Die minimal-invasive Therapie ist dabei die Alternative zur offenen Operation. Zugrunde liegende strukturelle Veränderungen sind v. a. degenerativer (diskogen, vertebragen) oder postoperativer Art. Bei diskogenen Veränderungen handelt es sich v. a. um intradiskale Massenverschiebungen nach dorsal bzw. dorsolateral und Bandscheibensinterungen, die den Übergang zu degenerativen vertebragenen Veränderungen mit Facettensyndromen kennzeichnen. Bei vertebragenen Alterationen stehen Rezessusstenosen durch Hypertrophie der arthrotisch veränderten Wirbelgelenke oder unkovertebrale Osteophyten im Vordergrund. Auch Diskusprotrusionen mit Bulging-Phänomen können eine zusätzliche Einengung bedingen. Entsprechend der allgemeinen Grundsätze der Schmerztherapie wird mit dem Patienten die Zielsetzung der Behandlung besprochen und der persönliche Aufgabenbereich des Patienten bei den aktivierenden Therapien festgelegt. Im Bereich der Lendenwirbelsäule wurde die Wirksamkeit der Behandlung schon mehrfach dargestellt. Im Bereich der HWS ist die Datenlage dürftig. Daher soll dieses Patientenklientel nachuntersucht werden.

Quelle

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