Beschreibung der Studie

Durch einen Schrittmacher oder Defibrillator werden Rhythmusstörungen und insbesondere auch Rhythmusstörungen im Bereich der Herzvorkammern (Vorhöfe) erkannt und aufgezeichnet. Bei bestimmten länger anhaltenden Vorhofrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, Vorhofflattern), bei denen in beiden Vorhöfen eine schnelle und z.T. ungeordnete elektrische Aktivität und damit eine unkoordinierte Kontraktion bestehen, besteht ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnselbildung im Vorhof. Für diese sich im linken Vorhof sich bildenden Gerinnsel besteht das Risiko einer nachfolgenden Einschwemmung in die Blutbahn (thrombembolische Komplikationen) und damit einhergehenden akuten Durchblutungsstörung, die z.B. im Falle des Gehirns zu einem Schlaganfall führen kann. Daher werden Patienten mit solchen Rhythmusstörungen auch mit einer Blutverdünnung (orale Antikoagulation) behandelt. Die Forschung der letzten Jahre deutet darauf hin, dass bei Patienten, die auch andere, kürzere Vorhofrhythmusstörungen, die durch das Schrittmacher- oder Defibrillatorsystem aufgezeichnet werden können, ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnselbildung im Vorhof und somit für Durchblutungsstörungen im Gehirn besteht. Diese Vermutung möchten wir im Rahmen dieser Untersuchung in wissenschaftlicher Weise überprüfen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in dieser Studie bei Patienten eine Kerspintomographie des Kopfes vor dem Einsetzen des Schrittmacher/Defibrillatorsystems und eine nach 15 Monaten durchgeführt und geschaut, ob in der Gruppe der Patienten mit Vorhofrhythmusstörungen (Gruppe 1) mehr Durchblutungsstörungen als in der Gruppe ohne Rhythmusstörungen (Gruppe 2) nachzuweisen sind.

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Studiendetails

Studienziel neue Cerebrale Ischämien in der MRT nach 15 Monaten
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 82
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einem Kernspin-kompatiblen 2-Kammer- Schrittmacher/-Defibrillator oder kardiales Resynchronisationsgerät +/-Defibrillator

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen für ein cerebrales MRT
  • Dringliche / Notfallmäßige Indikation zur Schrittmacher-/Defibrillatorimplantation

Adressen und Kontakt

Universitäts-Herzzentrum Bad Krozingen, Bad Krozingen

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Häufig gestellte Fragen

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Vorhofflimmern als häufigste kardiale Arrhythmie ist als einer der Haupt-Risikofaktoren für eine cerebrale Ischämie bekannt, mit einer Erhöhung des Risikos um das 5fache, gleichzeitig ist Vorhofflimmern als Ursache für ca. 20% aller ischämischen Schlaganfälle anzusehen. Durch einen implantierten Schrittmacher oder Defibrillator werden Rhythmusstörungen und insbesondere auch Vorhofrhythmusstörungen – nicht nur Vorhofflimmern sondern auch atriale Hochfrequenzepisoden (AHRE) jeglicher Art (atriale Tachykardien, Vorhofflattern) - erkannt und aufgezeichnet. Es gibt wissenschaftliche Evidenz, dass das Thrombembolierisiko sowohl mit der Episoden- (>6 Minuten) als auch mit der Gesamtdauer der durch das System detektierten atrialen Hochfrequenzepisoden korreliert. Was soweit noch unklar ist ist, ob die Dokumentation einer kürzeren (<6 Minuten) atrialen Hochfrequenzepisode als gleichwertig zu einer EKG-Dokumentation von Vorhofflimmern angesehen werden kann und eine kürzere Episode mit einem gehäuften Auftreten von (asymptomatischen) im MRT nachgewiesenen cerebralen Ischämien assoziiert ist. Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie ist die Inzidenz von cerebralen Ischämien bei Patienten mit durch implantierte kardiale Systeme detektierte atriale Hochfrequenzepisoden zu evaluieren.

Quelle

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