Beschreibung der Studie

Bei Palliativpatienten fehlen Erkenntnisse über die für den Medikamentenabbau notwendigen Stoffwechselleistungen in der Leber. Insbesondere ist unklar, ob sich die Aktivität der für den Stoffwechsel benötigten Enzyme in der Leber in der Palliativsituation verändern und somit Medikamente zur Symptomlinderung richtig dosiert werden. Aus dieser Fragestellung heraus muss zunächst der Leberenzym-Status bei Palliativpatienten erhoben werden. In Zukunft können dann ggf. Dosisanpassungen von Medikamenten, die über die entsprechenden Enzyme verstoffwechselt werden, erfolgen. Durch die Messung von Blutkonzentrationen vor und in bestimmten Zeiträumen nach der Applikation einer Markersubstanz, die durch die genannte Enzyme verstoffwechselt wird, können mit Hilfe von sogenannten "Clearance-Berechnungen" Rückschlüsse auf die Enzymaktivität gewonnen werden.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist herzauszufinden, wie stark die CYP3A Aktivität unter realen klinischen Bedingungen auf einer Palliativstation bei individuellen Patienten mit verschiedenen genetischen Dispositionen und Grunderkrankungen mit den üblichen verabreichten Arzneimitteln im Vergleich zur bekannten Aktivität bei Gesunden ist.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Prinzipiell kann jeder auf die Station aufgenommene Patient an dieser Untersuchung teilnehmen. Der Hämoglobinwert sollte >7,5 g/dl sein.

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die regelmäßige Erythrozytenkonzentrate benötigen, sollen nicht an der Studie teilnehmen. Darüber hinaus können keine Patienten teilnehmen, die nicht in der Lage sind sich mit den Untersuchern in ausreichendem Maße zu verständigen.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Heidelberg

Ansprechpartner: Dr. med. Marcus Geist

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Häufig gestellte Fragen

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung in englischer Sprache verfügbar

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien