Beschreibung der Studie

Im Rahmen der geplanten Studie soll der Frage nachgegangen werden, ob die Anwendung eines lungengängigen Ultraschall-Kontrastmittels (Sonovue) bei Patienten mit Vorhofflimmern vor Elektrokardioversion bzw. vor geplantem Vorhofohrverschluss zu einer Veränderung bei der Diagnosestellung von Thromben im linken Vorhofohrohr führt. Außerdem soll analysiert werden, ob die Verwendung des Kontrastmittels einen Einfluss auf die Größenbestimmung (quantitative Vermessung) des linken Vorhofohres nimmt, was insbesondere bei der Prozedurplanung eines interventionellen Vorhofohrverschlusses von Bedeutung wäre.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit der Detektion von Thromben im linken Vorhofohr mittels transösophagealer Echokardiographie in Abhängigkeit von der KM-Gabe (mit KM/ ohne KM)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Katholisches Krankenhaus "St. Johann Nepomuk" Erfurt

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter > 18 Jahre
  • dokumentiertes Vorhofflimmern anhand EKG-Aufzeichnung (paroxysmal oder persistierend oder permanent)
  • Studien-unabhängige Indikation zur Durchführung einer TEE wg. geplanter Kardioversion bzw. interventionellem Vorhofohrverschluss
  • Vorliegen der Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • zurückliegender operativer oder interventioneller Vorhofohrverschluss
  • Unverträglichkeit gegen SonoVue
  • Rechts-Links-Shunt, schwerer pulmonaler Hochdruck, unkontrollierter systemischer Hochdruck, akutes Atemnotsyndrom

Adressen und Kontakt

Katholisches Krankenhaus, Erfurt

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Häufig gestellte Fragen

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Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste Form der supraventrikulären Tachykardie. Es ist in seiner chronischen Form besonders bei Patienten im höheren Lebensalter mit einem stark erhöhten Risiko für das Auftreten von thrombembolischen Ereignissen vergesellschaftet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei VHF die Entstehung von Thromben durch den verminderten Blutfluß im linken Vorhof begünstigt wird. In den meisten Fällen bilden sich diese Thromben im linken Herzohr, welches eine Aussackung des linken Vorhofes darstellt (left atrial appendage; LAA). Zur Abschätzung des individuellen Risikos für das Auftreten von thrombembolischen Komplikationen und damit auch die Indikation zur systemischen Antikoagulation wird bei Patienten mit VHF heutzutage üblicherweise der CHA2DS2-VASc-Score verwendet. Dieser Score, der durch epidemiologische Untersuchungen etabliert und validiert wurde, integriert die wichtigsten Risikofaktoren hinsichtlich des Schlaganfall-Risikos bei Patienten mit VHF (Vorliegen von Herzinsuffizienz, arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus und/ oder Gefäßerkrankungen; anamnestisch stattgehabte Schlaganfälle; Alter; weibliches Geschlecht). Bei vielen Patienten mit VHF stellt der Versuch einer Rhythmuskontrolle, d. h. das Überführen des Vorhofflimmerns in Sinusrhythmus, einen wichtigen Therapiebaustein dar. Voraussetzung für einen Regularisierungsversuch ist dabei der Ausschluss eines Thrombus im linken Vorhofohr. Hierbei nimmt die transösophageale Echokardiografie (TEE) eine Schlüsselrolle ein. Es ist jedoch nicht immer einfach, im Rahmen der TEE echte Thromben von einem spontanem Echokontrast, von kleinen muskulären Trabekeln und Artefakten abzugrenzen. Darüber hinaus finden sich neben echogenen auch gelegentlich echoarme Thromben, die in der Ultraschalluntersuchung nur schwer zu detektieren sein können. Aus diesen Gründen wäre es wünschenswert, die Aussagekraft und diagnostische Eindeutigkeit der TEE weiter zu verbessern. Die Verwendung von Ultraschall-Kontrastmittel könnte diesbezüglich eine Hilfe bei der Entscheidungsfindung bzgl. des Vorhandenseins eines Thrombus im linken Vorhofohr darstellen. Die transösophageale Echokardiografie ist eine kardiologische Standarduntersuchung, die insbesondere bei der Suche nach intrakardialen Thromben, bei der Beurteilung von Herzklappen und der Quantifizierung von Herzklappenfehlern sowie im Rahmen der Diagnostik von intrakardialen Shunts zum Einsatz kommt. Die sichere Beurteilung des linken Vorhofohres (LAA) ist jedoch gelegentlich erschwert: zum einen finden sich im LAA typischerweise muskuläre Binnenstrukturen (Musculi pectinati), die mitunter nur schwer von Thromben zu unterscheiden sind. Außerdem können Artefakte (ausgelöst z.B. durch Echos der Perikardfalte an der Mündung der linken Lungenvenen) die Interpretation der TEE-Befunde bei der Suche nach LAA-Thromben komplizieren. Eine optimierte TEE-Bildgebung durch die Anwendung von Ultraschall-Kontrastmittel wäre vor diesem Grund sehr sinnvoll. Im Rahmen der geplanten Studie soll der Frage nachgegangen werden ob die Anwendung eines lungengängigen Ultraschall-Kontrastmittels (Sonovue) bei Patienten mit Vorhofflimmern vor Elektrokardioversion bzw. vor geplantem Vorhofohrverschluss zu einer Veränderung bei der Diagnosestellung von Thromben im linken Vorhofohrohr führt. Außerdem soll analysiert werden, ob die Verwendung des Kontrastmittels einen Einfluss auf die Größenbestimmung (quantitative Vermessung) des linken Vorhofohres nimmt, was insbesondere bei der Prozedurplanung eines interventionellen Vorhofohrverschlusses von Bedeutung wäre.

Quelle

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