Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll der Einfluss von Gleichstromstimulation (tDCS) auf die Wahrnehmung der inneren Stimme untersucht werden. Die Studie ist von der Forschung bei Patienten mit akustischen Halluzinationen (Stimmenhören) inspiriert. Diese Patienten haben eine zu starke Aktivierung in Gehirngebieten, die fürs Hören und die Sprachverarbeitung zuständig sind. Außerdem nehmen diese Patienten die Stimmen, die sie hören, oft als fremdartig und nicht zu ihnen gehörig war. Mithilfe von sog. Gleichstromstimulation wollen wir die Gehirnaktivität in den betroffenen Arealen bei gesunden Probanden verändern und den Zusammenhang zu deren Wahrnehmung ihrer „inneren Stimme“ untersuchen. Außerdem möchten wir Veränderungen der Gehirnaktivität mittels Kernspintomografie (MRT) und elektrophysiologische Veränderungen mittels Elektroenzephalografie (EEG) untersuchen. Hierfür suchen wir gesunde Rechtshänder zwischen 18 und 64 Jahren, die entweder am MRT-Teil, am EEG-Teil oder an beiden Teilen mitmachen möchten. Durch die Studie wollen wir mehr über die Wahrnehmung der inneren Stimme erfahren und ob es möglich ist, die Wahrnehmung durch Gleichstromstimulation zu verändern.

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Studiendetails

Studienziel ISQ (Inner speech questions): subjektive Beurteilung der inneren Sprache während des innerlichen Sprechens Neurobiologische Veränderungen (MRT/EEG) durch das tDCS
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle UNIVERSITÄRE PSYCHIATRISCHE DIENSTE BERN (UPD) AGUNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIEZentrum für Translationale ForschungSystemische Neurowissenschaften der Psychopathologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einverständniserklärung unterzeichnet
  • Alter zwischen 18-64
  • Rechtshändig

Ausschlusskriterien

  • Psychiatrische oder neurologische Störung(en)
  • Andere klinisch signifikante Erkrankung(en)
  • Erkrankungen der Kopfhaut
  • Drogen- oder Alkoholabusus
  • Psychiatrische Vorgeschichte
  • MRI Ausschlusskriterien (z.B. nicht-entfernbare metallische Komponenten, Herzschrittmacher, metallische Clips, Metall-Implantate, Insulinpumpe, Tattoos in Kopf-/Halsnähe, Permanent Make-up; Klaustrophobie)
  • Weibliche Probandinnen: Schwangerschaft, Stillzeit

Adressen und Kontakt

Bern

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Häufig gestellte Fragen

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Ziele der Studie sind die Untersuchung der Wirkung von tDCS auf die subjektive Wahrnehmung der innerlichen Sprache und die Ermittlung möglicher neurobiologischer Marker für Verhaltensveränderungen durch tDCS. Akustische Halluzinationen (AVH) sind nicht massgeblich pathologisch. Aktuelle Studien zeigen eine Prävalenz von 6% der gesunden Gesamtbevölkerung, die halluzinatorische Zustände berichten. Neurobiologische Untersuchungen fanden eine erhöhte Durchblutung in den Heschelschen Gyri bei akustischen Halluzinationen. Im Gegensatz dazu führt innerliches Sprechen in Nicht-Halluzinierern zu einer reduzierten Durchblutung im primär auditorischen Kortex (PAC). Dierks und Kollegen gehen deshalb davon aus, dass PAC eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung von innerlich gesprochener Sprache spielt. Demnach könnte PAC daran beteiligt ist, dass Nicht-Halluzinierer innerlich Gesprochenes als selbst produziert wahrnehmen, während Personen mit AVH diese als von aussen verursacht wahrnehmen. Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist eine nicht-invasive Technik, die häufig in der neurophysiologischen Forschung zur Modulation von Gehirnaktivität und daraus entstehendes Verhalten verwendet wird. In dieser Studie möchten wir die neuronale Aktivität in PAC durch tDCS modulieren. Dadurch hoffen wir, bei gesunden Probanden einen ähnlichen neuronalen Zustand - und somit subjektive Wahrnehmung - zu simulieren, wie ihn Personen mit AVH erleben.

Quelle

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