Beschreibung der Studie

Über die störungsspezifische Symptomatik hinaus zeigen Patienten mit Schizophrenie oft schwerwiegende Beeinträchtigungen verschiedener kognitiver Funktionen, insbesondere im Bereich der Aufmerksamkeit (z.B. eine Verlangsamung im Verarbeiten von Informationen). Als ursächlich hierfür gelten eine mangelnde Erregbarkeit bzw. Unterfunktion bestimmter Regionen des Gehirns. Die transkranielle Gleichstrom Stimulation (tDCS) ist ein nicht-invasives, schmerzfreies Verfahren mit dem sich diese Fehlfunktionen des Gehirns normalisieren lassen und möglicherweise auch eine Verbesserung der Aufmerksamkeitsfunktionen erzielt werden kann. Dazu möchten wir in dieser Studie die spezifischen Aufmerksamkeitsdefizite von Patienten mit einer Schizophrenie messen und in einem weiteren Schritt überprüfen ob eine kurze Stimulation mögliche Aufmerksamkeitsdefizite verbessern kann.

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Studiendetails

Studienziel Bei Abschluss der Stimulation und 24h nach der Stimulation; Durchführung des Rating Instruments: Parametrische Messung der Aufmerksamkeit basierend auf Bundesen’s Theorie der visuellen Aufmerksamkeit (TVA; Bundesen, 1990) (Aufmerksamkeitsparameter die erhoben werden: Verarbeitungsgeschwindigkeit, Kurzzeitgedächtnis Speicherkapazität, Top-down Kontrolle)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle German Center for Brain Stimulation (GCBS) research consortium

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter: 20-50 Jahre; IQ > 85;
  • Diagnosekriterien: ICD-10 Diagnosen [Schizophrenie: ICD-10 F20.0; F25.0);
  • normale bzw. korrigierte Sehfähigkeit (keine Rot-Grün-Blindheit)

Ausschlusskriterien

  • Epilepsie oder andere ZNS-Erkrankungen (Hirntumor, Enzephalitis); Metall im Körper (z.B. magnetisierbare Implantate, Prothesen, Clips); Herzschrittmacher; Schwangerschaft bzw. Stillzeit; akute Suizidalität

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei Schizophrenie sind signifikante Beeinträchtigungen von Exekutiv- und Aufmerksamkeits-Funktionen nachgewiesen, welche teilweise phasisch remittieren, zum Teil jedoch auch über psychotische Episoden hinaus bestehen bleiben. Auf Basis der Evidenz aus Bildgebungsstudien wird vermutet, dass die Aufmerksamkeits-Defizite der Patienten auf Dysfunktionen oder Anomalien verschiedener Komponenten eines fronto-parietalen Aufmerksamkeitsnetzwerkes beruhen. Ziel der Studie ist zu testen, ob sich die durch tDCS erhöhte kortikale Erregbarkeit bzw. die durch tDCS angestoßene Neuroplastizität in fronto-parietalen Aufmerksamkeits-Netzwerken positiv auf die bei Schizophrenie beobachteten Defizite der visuellen Aufmerksamkeit auswirkt. Außerdem soll die Studie Aufschluss geben über die Art der potentiell durch tDCS angestoßenen neuroplastischen Prozesse, welche einer potentiellen Veränderung behavioraler Aufmerksamkeitsleistungen zugrunde liegen. Zu diesem Zweck werden die Aufmerksamkeitsleistungen der Probanden, die mittels einer parametrischen Messung der Aufmerksamkeit basierend auf Bundensen’s Theorie der visuellen Aufmerksamkeit (TVA; Bundesen, 1990) erhoben werden, unmittelbar nach der Stimulation, sowie in einer Follow-Up Testung, d.h. nach Abklingen jeglicher Nacheffekte (>24 h) verglichen.

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