Beschreibung der Studie

Um eine möglichst umfassende bildgebende Charakterisierung von Hirntumoren zu ermöglichen verfolgt man mittels "Radiomics" einen Ansatz eine möglichst große Anzahl (i.d.R. mehrerer Tausender) quantitativer Bildcharakteristika automatisiert aus dem Tumor zu extrahieren und Parameter zu generieren, die weiterführende Informationen über die Tumoreigenschaften liefern, welche bis dato in der klinischen Routine durchgeführten Analyse der MR-Bilddaten noch nicht erfasst werden. Diese Parameter werden in eine weiteren Schritt mittels maschineller Lernverfahren zur Generierung von klinischen Vorhersagemodellen genützt. Ziel der vorliegenden prospektiven Test-Retest-Studie ist es jene quantitativen Bildparameter zu identifizieren, welche mit einer hohen Reliabilität bestimmt werden können.

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Studiendetails

Studienziel Intraklassenkorrelationskoeffizient der quantitativen MRT-Parameter
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 52
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Abt. Neuroradiologie - Universitäsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter > 18
  • Geschäftsfähigkeit des Patienten
  • histologisch gesicherte, intraaxial supratentoriell oder größtenteils intraaxial supratentoriell lokalisierte neuroonkologische Raumforderung
  • supratentorielles Kontrastmittelenhancement ≥ 3 x 3 x 3 mm
  • klinisch indizierte MRT-Untersuchung des Neurocraniums
  • das Vorliegen eines isovolumetrischen kontrastmittelgestützten T1w-Datensatzes im klinischen Routineprotokoll

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • entzündliche ZNS-Erkrankung
  • ausgeprägte Bewegungsartefakte
  • Adipositas per magna

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hirntumor-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Radiomics als junges Teilgebiet der medizinischen Bildverarbeitung und der radiologischen Grundlagenforschung untersucht die potentielle Aussagekraft quantitativer Bildmerkmale zur Beantwortung klinisch relevanter Fragestellung [1-4]. Für neuroonkologische Fragestellungen steht hierbei die automatische Extraktion und Analyse einer großen Anzahl, i.d.R. tausender quantitativer Parameter der Bildgebungsdaten im Mittelpunkt, um mit diesen zusätzliche Aussagen zur Tumorbiologie zu gewinnen. Ziel ist es dabei, die konventionelle, qualitative Interpretation der MR-Bildgebung um quantitative Daten und maschinelle Lernverfahren zur Generierung klinischer Vorhersagemodelle zu ergänzen [3, 4]. In zwei kürzlich publizierten Arbeiten konnten wir erstmals eine radiomische Hochdurchsatzmethode bei Hirntumoren etablieren und bei klinisch relevanten Fragestellungen anwenden [3, 4]. Um eine zukünftige klinisch verlässliche Anwendbarkeit und weitere Verbesserung der Methodik zu ermöglichen ist es jedoch notwendig, die Reliabilität und Objektivität der erfassbaren Parameter zu bestimmen. Obwohl dies eine unabdingbare Grundlage für die Validität radiomischer Untersuchungen ist liegen zum derzeitigen Zeitpunkt keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Reproduzierbarkeit von quantitativen MR-Parametern bei neuroonkologischen Patienten vor. Zu diesem Zweck sollen in einer monozentrischen Kohorte (n=52) bei Patienten mit Hirntumoren und klinisch indizierter Bildgebung im Rahmen der regulär stattfindenden MRT-Verlaufskontrolle des Neurokraniums zur Bestimmung der Test-Retest-Reliabilität mehrere Bildsequenzen (kontrastverstärkte T1, FLAIR, T2-TSE) zweifach gemessen werden. Anhand der so gewonnenen Daten sollen jene quantitativen Bildparameter identifiziert werden welche mit einer hohen Reliabilität bestimmt werden können.

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